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22.02.2010

Forschen in Jülich

Studierende der Elektrotechnik nutzten die vorlesungsfreie Zeit nach dem Wintersemester für eine Tagesexkursion in das Forschungszentrum Jülich. Dort erwartete sie ein spannender Blick in die Zukunft.

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Zunächst gaben Doktoranden des Forschungszentrums Einblick in die Technik und den Entwicklungsstand der Kernfusion, die eines Tages weltweit zur Stromerzeugung dienen soll.

Die Studierenden des Ingenieurstudiengangs Elektrotechnik der RFH konnten sich dabei mit einer zukunftsweisenden Technologie vertraut machen. Sie erfuhren auch, welche bedeutsame Rolle der Elektromagnetismus dabei spielt und welcher Aufwand notwendig ist, um ihn in dem komplexen System zu steuern.

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Die Details der Kernfusion-Versuchsanlage des Forschungszentrums Jülich waren an diesem Tag für die Studierenden besonders interessant, denn hier werden Prozesse in kontrollierten Versuchen erforscht, die zur weltweiten Entwicklung dieser Technologie beitragen.

Prof. Dr.-Ing. Bernd Harjes, der die Exkursion leitete, unterstrich die Bedeutung der Kernfusionstechnik für die künftige Energieversorgung. Allerdings sei der Punkt bisher noch nicht erreicht, so die Forscher in Jülich, an dem der Energiegewinn deutlich höher ist als der Bedarf an Energie, um die Verschmelzung zustande zu bringen.

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Mit einer weiteren Technologie zur Stromgewinnung machten sich die Studierenden vertraut: den Brennstoffzellen. Sie können schon in naher Zukunft zum Einsatz kommen.

Am Beispiel eines Lastentransporters, wie er im Innenbereich von Industrieanlagen genutzt wird, zeigten sich die Vorteile der mitgeführten Brennstoffzelle: Sie lädt kontinuierlich die Akkus des Gefährts auf, so dass es nur einmal am Tag für ein kurzes "Nachtanken" die Arbeit unterbrechen muss.

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Dass Brennstoffzellen inzwischen sogar in kleinen, alltäglichen Anwendungen denkbar sind, faszinierte die Studierenden und führte sie zu vielen Nachfragen - schließlich waren sie vor allem nach Jülich gekommen, um frühzeitig mit möglichen Themen für ihre Abschlussarbeiten in Kontakt zu kommen.

Gerade die kleinen Brennstoffzellen, die zum Beispiel zur Versorgung von mobilen Telefonen dienen könnten, dürften schnell den Markt erobern. Dadurch würde diese Technologie auch in kurzer Zeit für den Alltagsgebrauch erschwinglich werden. Allerdings stellt sich den Forschern in Jülich ein momentan noch ungelöstes Problem: Wohin mit dem Wasser, das die Brennstoffzelle als Abfallprodukt erzeugt?

Die Technologie der Brennstoffzelle wird also noch für einige Zeit offene Anwendungsprobleme kennen - und genau auf diese Botschaft haben die Studierenden gewartet. Schließlich ist das ein Bereich, in dem sie sich künftig forschend und problemlösend werden einbringen können.

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