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23.07.2010

Medienstudierende gewinnen GWA Junior Agency Award

Das Team der RFH-Medienstudierenden hat am 23. Juli 2010 alle drei Preise beim bundesweiten 16. GWA Junior Agency Award gewonnen.

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Sie konnten ihre Dreifach-Auszeichnung kaum fassen: Mark Angilowski, Désirée Baldauf, Marie-Astrid Becher, Janina Bretz, Lara Bulu, Stefan Halberstadt, Simon Kreiser und Dominika De Silvio.

Bei diesem Branchenwettbewerb müssen Studierende aus mediengestaltenden und medienökonomischen Studiengängen gemeinsam eine Kampagne entwickeln, und zwar im Auftrag und unter Aufsicht einer renommierten Agentur.

Mit ihrer studiengangsübergreifenden Projektarbeit in Zusammenarbeit mit BBDO Düsseldorf erzielten die jungen Mediendesigner und Medienökonomen am Freitagabend, 23. Juli 2010, in Köln alle Preise, die bei diesem zweimal jährlich stattfindenden Wettbewerb ausgelobt wurden:

Die Jury:

Genau drei Monate Projektzeit standen den Studierenden zur Verfügung. Betreut wurden sie seitens der Hochschule von Dr. Jan-Dirk Kemming.

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Gespannte Mienen, während die unterschiedlichen Teams präsentierten: Sebastian Koenen, Sebastian Steller und Achim Metzdorf von der Agentur BBDO Düsseldorf.

Die Agentur betreute für den Kunden Mars dieses Studierendenprojekt. Ziel war die Entwicklung einer Kampagne für die Mars-Minis-Produkte (Snickers, Mars, Twix), um die Penetration in Haushalten mit Familien und Kindern zu steigern, Zielgruppe waren haushaltsführende Mütter, die so genannten Gatekeeper. Sie überwachen, was und wieviel gekauft und wie oft verzehrt wird.

Als Budget standen 1,2 Millionen Euro plus 100.000 Euro für Produktionskosten zur Verfügung.

Ein ungewöhnlicher Ansatz

Ausgangspunkt der Kampagne war die Leitfrage "Bin ich eine gute Mutter?", zu der auch das Thema Ernährung in der Kindererziehung gehört. Wie viel ist gut für mein Kind, was ist das Beste für mein Kind? Mars hatte die Minis entwickelt, um den Eltern Orientierung in der Portionierung von Schokolade zu geben.

Die Konkurrenz wirbt zu ähnlichen Produkten mit der schönen heilen Welt und der heilen Familie. Lara Bulu, Studentin der Medienwirtschaft, stellt klar: "Unehrliche Kommunikation wollten wir nicht anstreben. Jede Mutter weiß doch, dass die Realität anders aussieht. Kinder machen Quatsch, Chaos und Unsinn... und das gehört zur Kindheit einfach dazu - genau wie Naschen. Daher unser Slogan: Minis - weil's dazugehört!"

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Frisch und frech bei der Präsentation der Kampagne: Désirée Baldauf und Marie-Astrid Becher.

Die Studierenden haben die familiären Chaossituationen charmant umgewandelt und so ihre Anzeigen entworfen:

Agenturleben mitten im Studium

"Wir wurden zu einem Team aus zwei verschiedenen Studiengängen und durften an der Vorgehensweise einer richtigen Agentur teilhaben. Das war eine sehr eindrucksvolle Praxiserfahrung für uns alle", bringt Lara Bulu die Erfahrungen der Zusammenarbeit auf den Punkt.

Das "Making of" der studentischen Projekte gehört mit zu den Aufgabenstellungen eines solchen Wettbewerbs. Die RFH-Gruppe produzierte dazu einen Animationsfilm und erlangte mit ihm auch in dieser Kategorie die Erstplatzierung.

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Die Verkündung der Platzierung bei der Veranstaltung im Kölner Mediapark

Über das Ergebnis war sich die Jury schnell einig. Die RFH-Studierenden hatten ein Thema bearbeitet, das aktuell ist und dabei kontrovers diskutiert wird. Sie konnten und wollten nicht die perfekten Antworten auf die Fragen geben, die sich stellen: Wie geht man mit Fettleibigkeit um, welche Menge Schokolade ist gut... usw.

Mit ihrem Ansatz, das Unvernünftige des Kinderalltags aufzugreifen und darin den Schokoladenkonsum zu verorten, konnte das Team ein ehrliches Ergebnis realisieren.

Der Veranstalter, Gesamtverband Kommunikationsagenturen e. V., begründete das Ergebnis so: "Die Jury überzeugte die konsequente Umsetzung der Idee, für die Mini-Schoko-Riegel des Kunden Mars keine 'Taste Kampagne' sondern eine Aufklärungskampagne zu entwerfen. Die Botschaft: 'Die richtige Portion Schokolade pro Tag gehört zum Großwerden einfach dazu.'"

Bereits im letzten Jahr hatte ein RFH-Team den besten Platz erzielt - nun schafften die Studierenden es gar, alle drei verfügbaren Preise "abzuräumen".

Weitere Informationen: