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30.11.2010

Neues Bildungsgebäude

Mit der Eule auf der Hand scheint Athene, die Göttin der Weisheit, auf dem Bildungsgelände an der Vogelsanger Straße in Köln gelassen den Baulärm zu ertragen. Dort entsteht derzeit ein Hochschulgebäude mit energiesparender Gebäudetechnik und planerischen Raffinessen.

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Der Rohbau des neuen großen Bildungsgebäudes für die Rheinische Fachhochschule ist fertiggestellt und der Innenausbau hat bereits begonnen.

Zahlreiche Seminarräume, EDV-Labore, technische Labore für die MINT-Fächer und eine multifunktionale Aula werden der Hochschule zum Wintersemester 2011/12 zur Verfügung stehen.

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Das neue 4.500 qm große Gebäude ist viergeschossig und zusätzlich mit einem Staffelgeschoss und einem zur Hälfte natürlich belichteten Untergeschoss angelegt.

Hochwertige Gestaltung

Im Erdgeschoss bildet die mit Holzböden ausgestattete Aula den Mittelpunkt. In ihr sind mehrere mit beweglichen Trennwänden zu schaffende Schulungsräume angelegt, die zu einem großen Veranstaltungsraum zusammengeschlossen werden können. Er bietet Platz für bis zu zweihundert Personen.

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Die Fassaden werden mit außergewöhnlichem Klinker bekleidet. Im Kontrast dazu wird die Aula als Sonderbaukörper in dunklem Klinker elegant aus dem Gebäude herauswachsen. Die farbliche Gestaltung und die Materialwahl der Außenansicht werden auch im Innenbereich wiederzufinden sein.

Neueste Gebäudetechnik

Der Neubau wurde mit Hilfe einer thermischen Gebäudesimulation so geplant, dass ganzjährig eine maximale Behaglichkeit bei minimalem Energiebedarf gewährleistet wird.

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Erdwärme dient zum Heizen und Kühlen. Für die erforderliche Heizleistung von 180 kW sorgt ein Erdsondenfeld in Verbindung mit einer monovalenten Sole/Wasser-Wärmepumpe. Das Sondenfeld besteht aus 30 Sonden mit einer Gesamtlänge von 1.800 m.

Die sommerliche Kühlleistung wird als Grundlast über Natural Cooling erreicht; Spitzenlasten werden über die Kälteerzeugung der umschaltbaren Wärmepumpe gedeckt.

Die Wärme- und Kälteabgabe in die Räume erfolgt über eine Heiz-/Kühldecke, die in die Metallrasterdecken integriert ist. Zur Deckung von Spitzenlasten im Staffelgeschoss wird zusätzlich eine Fußbodenheizung eingesetzt, die auch zur Kühlung im Sommer genutzt werden kann.

Eine Lüftungsanlage mit einem Gesamtvolumenstrom von 19.000 m³/h gewährleistet die Luftqualität in den Räumen. Über einen Rotationswärmetauscher wird das Wärmepotential der Abluft rückgewonnen.

Zur Steuerung und Regelung dient eine Gebäudeleittechnik, über die durch ständiges Monitoring die Anlagen nachhaltig optimiert werden, um den Energiebedarf zu minimieren.

Zukunftsweisend für die Weiterentwicklung

Das neue Gebäude ermöglicht der Rheinischen Fachhochschule die Bündelung, Modernisierung und effektivere Nutzung ihrer Labore, die bislang auf mehrere Standorte in Köln verteilt sind.

Zudem unterstützt der Neubau das weitere Wachstum der Hochschule, die künftig mit einer eigenen Aula auch ihr Angebot an Sonderveranstaltungen erweitern kann.

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Bauherrin ist die Rheinische Stiftung für Bildung, Wissenschaft und berufliche Integration. Sie ist die einzige Gesellschafterin der Rheinische Fachhochschule Köln gGmbH und wird mit der Errichtung dieses Neubaus für die Hochschule einen angenehmen, lichten Raum gemäß neuestem technischem Standard schaffen.