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09.12.2010

Preisgekrönte Abschlussarbeit

Mit seiner Diplomarbeit "Flexibilisierung eines 600 MW Braunkohlenkraftwerkblockes" leistete RFH-Absolvent Piotr Olkowski einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Regelungsmöglichkeiten konventioneller Kraftwerke. Bei der Förderpreisverleihung 2010 des Kölner VDI-Bezirksvereins errang er damit den 1. Platz.

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Piotr Olkowski arbeitet seit zehn Jahren im Kraftwerk Neurath bei der RWE Power AG und studierte von 2005 bis 2010 Köln berufsbegleitend Maschinenbau an der Rheinischen Fachhochschule.

Im Rahmen seiner Arbeit, die auch im RWE-Konzern für Aufsehen sorgte, beschäftigte er sich mit einem für Energieerzeuger zunehmend wichtigen Thema, der Flexibilisierung von Grundlastkraftwerken.

Da Strom nicht direkt speicherbar ist, müssen die Energieerzeuger sicherstellen, dass zu jeder Tageszeit genauso viel Strom produziert wird wie benötigt. Zur Deckung des Strombedarfs gibt es dazu Grund- und Spitzenlastkraftwerke. Hinzu kommt aber inzwischen eine wachsende Strommenge aus regenerativen Energien.

 

Zusammenspiel mit regenerativen Stromquellen

Windkraftwerke beispielsweise produzieren ihren Strom nicht kontinuierlich. Nimmt der Wind stark zu, steht kurzfristig eine sehr viel größere Strommenge im Netz zur Verfügung. Bislang konnten Grundlastkraftwerke noch nicht genügend darauf eingehen, sie konnten dazu ihre eigene Stromproduktion noch nicht genügend schnell herauf- oder herabsetzen können.

Piotr Olkowski entwickelte im Rahmen seiner Diplomarbeit ein neuartiges Regelungsverfahren, mit dem es möglich ist, die Produktionsmenge konventioneller Kraftwerksblöcke sehr viel schneller als bisher herunterzufahren. Mit diesem Verfahren ist es darüber hinaus möglich, einen solchen Block mit einem sehr viel geringeren Auslastungsgrad wirtschaftlich zu fahren als dies bislang möglich war.

Erneut 1. Platz für Maschinenbauer der RFH

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Mit Dipl.-Ing. (FH) Piotr Olkowski freuen sich sein Betreuer Prof. Dr. Michael Seidel (links) und Dr. Heinz-Jürgen Wüllenweber, Leiter der Abteilung Anlagentechnik im Kraftwerk Niederaußem.

Zum zweiten Mal hatte der Kölner Bezirksverein des Vereins Deutscher Ingenieure die Fachhochschule Köln, die Rheinische Fachhochschule und die Hochschule Bonn-Rhein-Sieg aufgerufen, aus ihren technischen Fachbereichen preiswürdige Abschlussarbeiten einzureichen.

In diesem Jahr wurden insgesamt 18 Arbeiten eingereicht, von denen die drei besten prämiert wurden. Und auch diesmal errang ein Maschinenbau-Absolvent der Rheinischen Fachhochschule den ersten Platz.

Betreuer und Hochschule gratulieren Dipl.-Ing.(FH) Piotr Olkowski zu diesem großartigen Erfolg!