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13.12.2010

Mediendesigner führen Gymnasiasten "Schlau durchs Netz"

Die im Rahmen des Crossmedia-Projekts entstandene Medienkompetenz-AG "Schlau durchs Netz" fand in Kooperation mit dem Elisabeth-von-Thüringen Gymnasium in Köln-Sülz im November 2010 ihre erste Anwendung.

Das Internet ist zu einem schier undurchdringlichen Dschungel herangewachsen. Gefahren aber auch Chancen sind oft nur einen Klick weit entfernt. Der richtige Umgang mit den Medien und besonders dem Internet erweist sich zunehmend als Schlüsselkompetenz für Bildung und Entwicklung.

Zu diesem Schluss kam die Projektgruppe - Dave Evans, Max Hartung, Geli Klein, Jan Koch, Stefanie Kreiterling, Andreas Kremser, Martin Richelmann, Nina Schäfer, Christina Schamp, Michael Schößler und Simon Weiler - unter Leitung von Prof. Dr. Stefan Ludwigs im letzten Semester.

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Ihre Antwort auf das Problem: Es entstand eine vielfältige Medienkompetenz-AG, die Schülern der 6. Klasse auf spielerische Art und Weise die Risiken aber vor allem auch die Chancen des Netzes näher bringen sollte.

Inhaltlich wie auch didaktisch konnten die Studenten dabei unter anderem auf Materialien der EU-Initiative klicksafe.de zurückgreifen, welche freundlicherweise die Verwendung für das Projekt erlaubte.

Weitere Unterstützung erhielten die Studenten außerdem noch durch Frau Lea Becker, die wichtigen Input aus der Praxis geben konnte. Sie ist als Lehrerin am Elisabeth-von-Thüringen Gymnasium (EvT) in Köln tätig und betreut dort den Bereich Medienerziehung.

Nach einiger Vorbereitung konnte das Projekt nun in die Praxis umgesetzt werden. Vier Studenten der Projektgruppe verbrachten zwei Tage am Elisabeth-von-Thüringen Gymnasium in und führten die Schüler mit Diskussionen, Spielen und Fallbeispielen durch die drei Themensäulen der AG.

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Max Hartung, Jan Koch, Geli Klein und Martin Richelmann (v.l.n.r.)

"Kommunikationssäule"

Sie befasste sich mit der erfolgreichen Interaktion im Internet. Immer wichtiger wird für Jugendliche der Austausch über das Netz, sei es via Social Networks, Instant Messenger oder Online Chats. Dass dabei nicht immer alles problemlos abläuft hat fast jeder schon einmal feststellen müssen, nicht immer erreicht die Nachricht wirklich den Richtigen oder es lesen mehr mit, als man eigentlich wollte.

Die Schüler bekamen in geleiteten Gruppendiskussionen und einfachen Fallbeispielen ein Gefühl dafür, worauf es bei der Kommunikation im Internet ankommt.

Im Bereich des Datenschutzes wurden auf simple Art und Weise die Privatsphäre und das Recht am eigenen Bild erläutert, im Bereich des Sozialen zeigten die Studenten den Schülern den Unterschied zwischen Kontakten und Freunden auf und erarbeiteten eine Netiquette.

Thematisiert wurde außerdem die Selbstdarstellung in sozialen Netzwerken (Identitätsmanagement) und Probleme mit fehlgeleiteter Kommunikation.

"Unterhaltungssäule"

Mit ihr startete eine Einheit, die die Schüler erwartungsgemäß am meisten interessierte und wo auch am meisten Unsicherheit herrschte.

Die Säule hatte dabei das Ziel, den Schülern den verantwortungsvollen Umgang mit Online-Spielen und digitalen Inhalten zu vermitteln sowie die Möglichkeiten, legale Inhalte für sich zu nutzen.

Mit einfachen Metaphern und konkreten Anwendungsfällen hatten die Schüler schnell den Dreh heraus, welche Dinge im Internet erlaubt sind und welche nicht.

Auch wenn in der Prävention von Spielesucht die Eltern erste Instanz sind, bekamen die Jungen und Mädchen einen ersten Eindruck, welche Auswirkungen zu starker Medienkonsum haben kann.

Außerdem gaben die Studenten den Schülern hilfreiche Tipps mit auf den Weg, um sich vor Abofallen zu schützen.

"Informationssäule"

In der dritten und letzten "Säule" ging es dann ganz um die Zeiteffizienz in der Recherche. Immer wichtiger wird die zeitsparende Beschaffung verlässlicher Informationen, aber immer unübersichtlicher wird das Netz.

Die Studenten führten durch eine geleitete Recherche, in der die Schüler das gelernte Wissen direkt in der Praxis umsetzen konnten. Angefangen bei einer groben Suche, um den Überblick zu bekommen, grenzten die Schüler ihre Suche über verschiedene Such-Tools immer weiter ein und steigerten somit auch die Qualität ihrer Ergebnisse.

Neben den Funktionsweisen von Google, Wikipedia etc. lernten die Schüler aber auch, Quellen zu bewerten und somit in den Weites des Netzes an die wirklich verlässlichen Quellen zu gelangen.

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Nach diesen zwei spannenden und interessanten Tagen war auch Lea Becker begeistert. Sie hatte die Entstehung des AG-Projektes im Vorfeld begleitet und unterstützt.

Trotz des engen Stundenplans an weiterführenden Schulen ist geplant, die Medienkompetenz-AG als festen Bestandteil in die Medienerziehung am EvT zu integrieren. Und auch die Studenten waren froh, dass ihr Paket sowohl bei den Schülern wie auch bei den Pädagogen großen Anklang gefunden hat.

Martin Richelmann (5. Semester, Vollzeitstudiengang)