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04.07.2010

Wissenschaftspreis für Christian Klant

Die Plansecur-Stiftung zeichnete am 21. Juni 2010 den RFH-Absolventen Christian Klant für die beste Examensarbeit 2009 aus.

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Der Wissenschaftspreis, der für jedes Jahr mit 10.000 Euro dotiert ist, wurde bei einer Doppelverleihung für 2009 und 2010 vergeben. Neben Dr. Christian Hecker (Hamburg) und Dr. Franz F. Eiffe (Wien) erhielten Christian Klant (Köln; im Bild ganz links) und Friedrich Große-Dunker (Berlin) jeweils zweite Preise für die besten Examensarbeiten.

"Alle Preisträger haben mit ihren Untersuchungen Erkenntnisse zur Orientierung der Wirtschaft an ethischen Grundsätzen erarbeitet und daraus Ideen entwickelt, die zu einer Verbesserung des gesellschaftlichen und sozialen Lebens in Deutschland und Europa beitragen können", sagte die Stiftungsvorsitzende Anette Trayser anlässlich der Verleihung in Kassel. Ein Hauptanliegen der Stiftung sei es, den Austausch zwischen Theorie und Praxis in der Unternehmens- und Wirtschaftsethik zu fördern.

Soziale Verantwortung im Mittelpunkt

Die preisgekrönte Diplomarbeit mit dem Titel "Analyse der Auswirkungen von Corporate Social Responsibility (CSR) auf Unternehmenskultur und Mitarbeitermotivation" hatte Dipl.-Kfm. Thomas Funke als Lehrbeauftragter an der RFH betreut. Die Diplomarbeit war mit der Note 1,0 bewertet und als beste des Jahrgangs von der Hochschulleitung ausgezeichnet worden.

Am konkreten Beispiel eines großen Unternehmens hatte Christian Klant das Vorgehen bei der Entwicklung und Umsetzung einer CSR-Strategie untersucht. Nach drei qualitativ ausgewerteten Experteninterviews und der Grundlagenerarbeitung stellte Klant ein Modell für seine quantitative Untersuchung auf.

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Nach der Operationalisierung der Modellvariablen erstellte der Diplomand einen standardisiertem Fragebogen für eine Mitarbeiterbefragung (n=35). Um die in Hypothesen postulierten Zusammenhänge zwischen den Modellvariablen untersuchen zu können, führte er nach einer Item- und Skalenanalyse zunächst eine bivariate Korrelationsmessung durch. Es folgte eine Analyse partieller Korrelationskoeffizienten, in der er die Einflüsse von Unternehmenskultur und wahrgenommener Sinnhaftigkeit auf die Mitarbeitermotivation herausfiltern konnte.

Der Preisträger fasst das Ergebnis seiner Arbeit so zusammen: "Die positiven Effekte von CSR werden sich nur dann zeigen, wenn das Engagement ehrlich, authentisch und nachhaltig in die Strategie eines Unternehmens integriert wird. Greenwashing geht nach hinten los."

Berufsbegleitender Studienerfolg

Christian Klant studierte berufsbegleitend BWL an der RFH. Schwerpunkt seiner Tätigkeit als Inhaber von "imposis - Human Resources & Nachhaltigkeitsberatung" in Köln - ist die Betrachtung und Förderung der internen Effekte von CSR und nachhaltigem Wirtschaften.

Mit Hilfe des von ihm entwickelten Modells kann er in individuellen Mitarbeiterbefragungen "weiche" Faktoren wie Motivation, Zufriedenheit und die Unternehmenskultur messen und so den Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit greifbar machen. Dabei bilden die Werte der Mitarbeiter den Benchmark. Die Ergebnisse können dazu genutzt werden, eine authentische und zu den Kernkompetenzen des Unternehmens passende CSR-Strategie zu entwickeln.

"Mit seiner Abschlussarbeit hat Christian Klant in einem Bereich geforscht, der gerade in Zeiten wirtschaftlicher Krisen wichtig geworden ist, und ich freue mich mit unserem Absolventen über diesen verdienten Wissenschaftspreis", gratulierte Vizepräsidentin Prof. Dr. Almut Schlesinger.

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