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22.03.2011

Zum letzten Mal dabei

Die traditionelle Dienstkonferenz, an der wieder mehr als 300 Dozenten teilnahmen, schloss die erste Vorlesungswoche des diesjährigen Sommersemesters ab. Um Rückblicke und Ausblicke ging es bei der Zusammenkunft, die RFH-Geschäftsführer Prof. Johannes Schinke eröffnete und bei der er überraschend seinen bevorstehenden Abschied ankündigte.

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Prof. Schinke organisierte seit 32 Jahren die Dienstkonferenzen. Sie dienen der Information über Ereignisse oder auch über Korrekturbedarf mit Blick auf das vorherige Semester, sowie der Vorschau auf anstehende Änderungen und Herausforderungen.

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Diesmal konnte er im Rückblick vor allem Erfolge vermelden:

Gute Perspektiven

Auch der Blick in die nähere Zukunft ließ erkennen, dass die Hochschule auf Erfolgskurs ist. Der Neubau an der Vogelsanger Straße wird im Sommer fertiggestellt, so dass insbesondere für die Ingenieurstudiengänge mehr Laborräume und Möglichkeiten des Zusammenspiels gegeben sein werden.

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Prof. Dr. Günter Cox, Präsident der RFH, unterstrich die Bedeutung des Qualitätsmanagements für die hochschulische Arbeit. Dazu zählen u. a. die notwendigen Akkreditierungen - im Sommersemester beginnen die Reakkreditierungsvorbereitungen für neun weitere grundständige Studiengänge sowie für einen Master-Studiengang. Auch werden die Vorbereitungen für die Institutionelle Akkreditierung durch den Wissenschaftsrat intensiviert.

Ferner verdeutlichte Prof. Cox die Verantwortung der Lehrenden und Prüfenden angesichts der zwei Prüfungstermine pro Semester, die die RFH stets anbietet: "Nur wenn alle Prüfer die vorgegebenen Zeitfenster einhalten und die Bewertungen rechtzeitig zentral erfasst sind, funktioniert unser System so, wie es soll", erläuterte er.

Die Organisation der Prüfungen sei inzwischen sehr gut: Während der Prüfungsphase im Januar habe es lediglich einen einzigen Ausfall unter 980 Prüfungsterminen gegeben.

Forschung unterstützt die Lehre

Mehrere neue Forschungsinstitute sind in Vorbereitung und werden in den kommenden Monaten ihre Arbeit aufnehmen. „Dabei ist für uns als private Hochschule, die ja ausschließlich durch die Gebühren der Studierenden finanziell getragen wird, zu beachten: Die Institute werden und müssen sich selbst tragen“, unterstrich Prof. Schinke.

In den kommenden Semestern werden weitere Master-Studiengänge starten und die Profilbildung der Fachbereiche unterstützen. Auch dies begrüßten die Teilnehmer sehr, denn die wissenschaftlichen und fachlichen Kompetenzen der Lehrenden erfahren durch die Anforderungen der Master-Studiengänge stets weitere Vertiefung.

Voller Anerkennung für die Mitarbeiter

Prof. Schinke blickte abschließend auf die letzten Jahre des enormen Wachstums der Hochschule zurück: "Dass wir heute 5.000 Studierende haben und in jeder Hinsicht stabil unsere Rolle in der Hochschullandschaft einnehmen können, auch dass unsere Studiengänge einen ausgezeichneten Ruf in der Wirtschaft haben, das liegt natürlich an Ihnen allen!"

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Er berichtete aus den Zeiten des Anfangs, als er seinen ersten Dozentenauftrag an der damaligen Ingenieurschule erhielt – in diesem Sommersemester vor genau 50 Jahren. Damals gab es knapp 600 Studierende und noch nicht die Lehrmittel, wie man sie heute kennt.

"Die RFH ist inzwischen in mehrere Fachbereiche gegliedert, die in den kommenden Semestern weiter wachsen können. Sie bietet eigene Masterstudiengänge an und hat internationale Kooperationen in der Weiterbildung, bis hin zur Mitwirkungen an Promotionen. So hätten wir uns das nie träumen lassen, vor 50 Jahren", sagte Prof. Schinke sichtlich bewegt. Die Hochschule habe heute in Bezug auf die Vollständigkeit der Berufsausbildungen, auf deren Qualität sowie die Qualifikationsstufen Bachelor, Master und PhD einen Entwicklungsstand erreicht, der uns alle mit Stolz erfülle.

"Das war’s"

Für ihn persönlich sei dieser erreichte Stand der RFH nun der passende Moment, seinen Dank für den kontinuierlichen gemeinsamen Aufbau der Hochschule und sein Vertrauen in die Mitarbeiter des Hauses auszudrücken, betonte Prof. Schinke. Und: "All das ist nun auch der bestmögliche Anlass für mich, in Kürze das Steuer in andere Hände zu legen. Heute war für mich – nach 64 Semestern – meine letzte abgehaltene Dienstkonferenz."

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So klang dieser Nachmittag mit einem starken Applaus für Prof. Schinke aus, dem viele anschließend im persönlichen Gespräch dankten, und endete wie immer mit den anschließenden Fachbereichskonferenzen.