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17.08.2011

Mit CampusBridge nach China

Studierende aus den Bereichen der Ingenieurwissenschaften sowie der Rechts- und Wirtschaftswissenschaften lernten bei ihrer Studienreise viele Details der chinesischen Wirtschaft kennen.

Die Reisestationen hatte Exkursionsleiter Prof. Dr. Udo Müller so ausgewählt, dass es für viele Besuche und Begegnungen den notwendigen Raum gab: Shanghai, Peking, Hangzhou, Zouzhou - tausende Kilometer ging es durch den Osten Chinas.

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Einstiegsvortrag in Shanghai von Rechtsanwalt Rainer Burkardt, der in China die Mandanten der Kanzlei Friedrich Graf von Westphalen & Partner betreut.

Für die Teilnehmer aus dem Studiengang Wirtschaftsrecht (Bachelor of Laws) war es sehr beeindruckend, anhand von praktischen Bezügen lernen zu können, wie das chinesische Recht strukturiert ist. Es hat eine spürbare Verwandtschaft mit dem deutschen Recht.

Die juristische Sicherung von Markenrechtsansprüchen und auch Fragen zu Unternehmensgründungen und Eigentumserwerb waren Themen, die intensiv diskutiert wurden.

Hochseeschifffahrt und Kraftwerkstechnik

Der Hochseehafen und auch das dortige Produktionswerk für Kraftwerksbau waren besonders für die Wirtschaftsingenieure (Bachelor of Engineering) interessant. China beliefert alle westlichen Länder mit Textilien und Technik-Produkten und hat dafür eine entsprechende Logistik aufgebaut.

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Vor der Führung durch die Kraftwerk-Fabrik - Fotos waren allerdings nur im Eingangsbereich erlaubt.

Reisen durch ein fremdes Land

Chinesische Tempel und wichtige Stätten der Kultur kamen natürlich nicht zu kurz, genauso wie der gelebte Alltag: Wie findet man auf sich allein gestellt seine Ziele mit der U-Bahn einer Megametropole? Tatsächlich schauten die Studierenden zunächst mit großen Augen und etwas unsicher drein, als es das erste Mal unter Anleitung in diese unbekannte Unterwelt ging.

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Nach drei Tagen und unzähligen U-Bahn-Kilometern waren die Gesichtszüge bereits entspannt. Es war Alltag und Selbstverständlichkeit geworden, sich allein, ohne Sprachkenntnisse oder Schriftzeichenkenntnis gezielt von A nach B zu bewegen.

Wer eines Tages gar ein Praktikum in China absolvieren möchte, sollte sich mit den Grundlagen der dortigen Konversation bereits zu Hause beschäftigen. Den Teilnehmern der CampusBridge-Exkursionen werden immer wieder auch Praktika angeboten. Ob in China, USA oder Russland: Sprachliches Grundlagenwissen wird überall gern gesehen und ist förderlich für die Bewerbung.

Kultur zum Anfassen

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Wie wird Seide gezüchtet? Welche Bestandteile verwendet die traditionelle chinesische Medizin? Worauf kommt es beim Tee-Anbau an? Die Studierenden genossen bei dieser Exkursion auch die Nähe zur Lebens- und Arbeitswelt der Menschen in China.

Das Projekt CampusBridge will den Studierenden insbesondere vermitteln, wie wichtig Auslandsaufenthalte für die spätere Berufstätigkeit sein können:

"Wir haben durch eine Befragung von international arbeitenden Unternehmen herausgefunden, dass ein Auslandsaufenthalt bei der Erstbewerbung nach absolviertem Studium von besonderer Bedeutung für eine erfolgreiche Bewerbung ist," berichtet Prof. Dr. Udo Müller, der zusammen mit Gero Fürstenberg, einem engagierten Studenten der RFH, die Bedeutung von Auslandsaufenthalten für den Erfolg von Erstbewerbungen untersucht hat.
Die Befragung ergab, dass Nachwuchs suchende Unternehmen großen Wert auf Persönlichkeitsentwicklung, zwischenmenschliche Erfahrungen und Flexibilität legen - also auf Vorzüge, die man durch Auslandsaufenthalte erwerben und verstärken kann.

Wissensaustausch

Zu jeder CampusBridge-Exkursion gehören Besuche an örtlichen Hochschulen und der Austausch mit den dortigen Dozenten und Studierenden.
Auch diesmal wurden den RFH-Studierenden Seminare und Führungen an chinesischen Colleges und Universitäten angeboten.

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Wer an einer Projektteilnahme bei CampusBridge interessiert ist, muss sich darauf einstellen, dass Studienleistungen unerlässlich sind. Denn es müssen vorab Thesenpapiere erstellt und dann vor Ort geprüft und belegt bzw. widerlegt werden. Fester Bestandteil ist zudem eine englischsprachige Managementübung.

Gegen Ende des Jahres wird eine nächste Exkursion in die USA führen. Anfang des kommenden Jahres geht es dann wieder nach China. Zu diesen Veranstaltungen wird es eigene Informationsveranstaltungen geben, zu denen sich Studierende der RFH anmelden können.

Kontaktadresse: CampusbridgetoCHINA@gmail.com oder campusbridgetoUSA@gmail.com