Startseite »  Aktuelles »  Meldungen »  2011 »  Neue Professorin ernannt
 
 

12.05.2011

Neue Professorin ernannt

Seit Beginn des Sommersemesters 2011 verstärkt Prof. Dr. habil. Maria Neumaier die Arbeit unserer Fachbereiche.

Frau-Dr.-Neumaier2-500.jpg

Gratulation bei der Übergabe der Urkunde: RFH-Geschäftsführer Prof. Johannes Schinke und Prof. Dr. habil. Maria Neumaier

Die Rheinische Fachhochschule und Prof. Dr. Neumaier kennen einander schon recht lange: 1997/98 nahm die damalige Doktorandin der Universität Wuppertal bereits einen Lehrauftrag im Fach Marktforschung an der RFH wahr. Diese Zeit mit den "sehr aufgeweckten Studierenden" habe sie noch in bester Erinnerung, sagt sie.

DSC_0446_500_2.jpg

Die heutigen Studierenden kommen ihrer Wahrnehmung nach mit einer größeren Bandbreite der Interessen und Ausrichtungen des Studiums an die Hochschulen. Der ständige Dialog mit den Studierenden ist für die Professorin ein wichtiges Merkmal der RFH: "Hier bleibt keine Frage offen, der Stoff wird dadurch verständlich und erfährt Vertiefung durch die Interaktion - das ist die große Chance der kleinen Studiengruppen hier in der RFH."

Was passiert im Gehirn?

Prof. Dr. Neumaier schloss ihre Doktorarbeit in der BWL zum Thema Image Design 1999 erfolgreich ab. Danach lehrte und forschte sie an der Universität Wuppertal weiter. Sie wollte mehr darüber wissen, wie das Konsumentenverhalten zu erklären ist: "Was passiert da eigentlich im Gehirn? Warum vertrauen wir?"

Die Ökonomin spezialisierte sich während ihrer Habilitationzeit weitergehend auf die theoretische und empirische Untersuchung ökonomisch relevanten Verhaltens durch die Berücksichtigung neurowissenschaftlicher Forschungsergebnisse und -methoden. In ihrer empirischen Untersuchung konnte der Moment des Vertrauens mit Hilfe von EEG gemessen werden. Ferner arbeitete sie auch regelmäßig mit einem Varioport-Gerät zur Messung von Aktivierung.

Mit "Vertrauen im Konsumentenverhalten – Bedeutung unbewusster Prozesse auf Kaufentscheidungen" ist ihre zweite wissenschaftliche Publikation überschrieben, die 2008 zur Habilitation führte.

DSC_0460-500.jpg

Somit bringt die neue Professorin eine interessante und zukunftsweisende Vertiefung in die ökonomischen Module verschiedener Studiengänge der Rheinischen Fachhochschule ein.

Wissenschaft zum Anfassen

Der Einsatz apparativer Methoden stellt den Einzelnen in den Mittelpunkt, die Studierenden können Marketing nun auch unter dieser verhaltensorientierten Perspektive erleben. Dabei legt Prof. Dr. Neumaier großen Wert auf die Beachtung wissenschaftlicher Qualitätskriterien und Methoden: "Gerade durch strenges wissenschaftliches Vorgehen und die Nutzung qualitativer, quantitativer und auch apparativer Methoden kann Marketing seine Wirksamkeit entfalten", sagt sie.

Die neue Professorin engagiert sich daher sowohl in den Grundvorlesungen des ersten Studienjahres als auch mit einem eigenen Studienschwerpunkt "Markt- und Medienpsychologie", der zum Ende der Bachelorstudiengänge angeboten wird. Dort lehrt sie Marktforschung und Neuromarketing - und begleitet den Praxistransfer bei Projektarbeiten der Studierenden.

Der neuen Kollegin ein herzliches Willkommen!