Startseite »  Aktuelles »  Meldungen »  2011 »  Sinn und Nutzen von Social Media
 
 

21.10.2011

Sinn und Nutzen von Social Media

"Viva la revolucion?!" - Über die ethischen und die ökonomischen Seiten der Social Media diskutierten die Studierenden des Fachbereichs Medien mit elf Referenten aus Forschung und Praxis.

Bereits zum siebten Mal führte der Studiengang Medienwirtschaft seinen Studientag durch. Das diesjährige Thema wird in der Politik und Öffentlichkeit zunehmend kontrovers diskutiert und sprach daher außer den Hochschulmitgliedern auch zahlreiche Gäste und Interessenten an.

Social Media wird von den aktiven Nutzern von Facebook, Twitter und weiteren Plattformen als eine Medienrevolution gepriesen, für andere ist diese zeitaufwändige Form der Kommunikation eher eine Modeerscheinung.

Dabei führen die Kommunikationsmöglichkeiten sowohl zu ethischen und gesellschaftlichen als auch zu ökonomischen Fragestellungen. Um dieser Bandbreite gerecht werden zu können, hatte das Organisationsteam unter der Leitung von Prof. Dr. Beate Gleitsmann (Leiterin des Vollzeit-Studiengangs Medienwirtschaft) das Programm des Tages in zwei Themenbereiche aufgeteilt.

Social Media im Erleben der Nutzer

Welche Bedeutung haben soziale Netzwerke für die heutige Gesellschaft? Warum wird die Verknüpfung von Social Media mit sozialen Ereignissen immer wichtiger? Birgt die Nutzung von Social Media gesundheitliche Risiken?

Der Vormittag gehörte vor allem diesen Grundfragen, die stets auch die aktuellen ethischen und politischen Diskussionen berührten.

Harlinghausen500.jpg

Curt Simon Harlinghausen, Mitglied im Bundesverband der Digitalen Wirtschaft, gab einen systematischen Überblick der Entwicklungen und Nutzung von Social Media in der Bundesrepublik.

Wilfried Große-Berg (Web-TV-Pionier, INFOkontor) befasste sich danach mit der Verknüpfung von Social Media mit Video-Übertragungen von Events, und Ibrahim Evsan (Social-Media-Insider, United Prototype) thematisierte die Chancen und Gefahren dieser neuen Kommunikationsformen.

RiedelTotale500.jpg

Prof. Dr. Rainer Riedel, Leiter des Instituts für Medizin-Ökonomie & Medizinische Versorgungsforschung der RFH, thematisierte das Risiko der Abhängigkeiten von Social Media.

Er brachte dazu Ergebnisse der letzten Berliner Mediensucht-Konferenz ein, die im September 2011 gemeinsam vom Gesamtverband für Suchtkrankenhilfe, der Rheinischen Fachhochschule Köln sowie der Techniker Krankenkasse ausgerichtet worden war.

Social Media aus Sicht der Unternehmen

Welche rechtlichen Fallstricke lauern im Netz? Wie kann die Wirtschaft soziale Netzwerke effizient nutzen? Wie sieht eine erfolgreiche Social-Media-Kampagne aus?

referent.jpg

Am Nachmittag standen die unternehmerischen Perspektiven im Mittelpunkt:

Die rechtlichen Fallstricke in den Sozialen Netzen erläuterte Rechtsanwalt Christian Solmecke, der sich auf die Beratung der Fernseh-, Film- und Entertainmentbranche spezialisiert hat und zudem zahlreiche Web-2.0-Plattformen vertritt.

Die Chancen und Risiken von Social Media aus Unternehmenssicht standen im Mittelpunkt des Vortrags von Prof. Dr. Kai Thierhoff, Unternehmensberater in den Bereichen Medien und Technologie sowie Honorarprofessor an der RFH.

Benjamin Möhlenhoff, Social-Media-Spezialist, lebt von Optimierungsmaßnahmen in den Social Media und stellte die Werbemöglichkeiten bei Facebook sowie deren Formate und Zielsetzungen vor.

Raduenz500.jpg

Anna-Lena Radünz betreut bei der Performance-Marketing-Agentur metapeople den Bereich Social Media & SEO.

Sie widmete sich der Problematik der Erfolgsmessung des Einsatzes von Social Media, die sowohl hinsichtlich des Nutzens für Image und Marke als auch hinsichtlich der ökonomischen Ziele eines Unternehmens vorzunehmen ist.

Vertiefte Einblicke in die Dialogmöglichkeiten des 1. FC Köln mit seinen Fans gaben anschließend Michael Hacke (Agentur brandung) und die beiden Mitarbeiter des 1. FC Köln Maurice Sonneveld und Tobias Schmidt.

Dialog und Diskussionen

Gleich zweimal versammelten sich die jeweiligen Vortragenden zu Podiumsdiskussionen, bei denen das Gespräch mit den Studierenden, Dozenten und Gästen der Veranstaltung im Vordergrund stand.

Schlusscollage.jpg

Live kommentiert wurde der Studientag auch von Anwesenden und Externen auf seiner Facebook-Seite.

Mit einem "Get together" klang die Veranstaltung am späten Nachmittag aus.

Seit zehn Jahren bietet die RFH den Studiengang Medienwirtschaft an. Je nach persönlichen Bedürfnissen kann man das 6-semestrige Vollzeitstudium oder das 7-semestrige berufsbegleitende Studium belegen.

Weitere Informationen zum Studienangebot