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31.08.2012

„Bangster 2012“: Projektgruppe der Medienwirte entwickelt PR-Maßnahmen zur Steigerung des Vertrauens in die Bankenbranche

Das deutsche Bankenwesen gehört zu den größten der Welt. Seit der Pleite der US-amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers Inc. ist das Vertrauensverhältnis zwischen Kunden und Banken auch in Deutschland angespannter als je zuvor. Ein Grund, um neue Ansätze und Maßnahmen zu erarbeiten, mit denen das Vertrauen der Kunden in die Bankenbranche wieder aufgebaut wird.

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Die Projektgruppe zusammen mit Prof. Dr. Beate Gleitsmann und dem Geschäftsführer der OSK, Michael Kemme

Die Projektgruppe „Bangster 2012: Mehr PR für mehr Vertrauen“ des dritten Semesters Medienwirtschaft hat sich über Monate intensiv mit den Eigenschaften, Tätigkeiten und den verschiedenen Geschäftsfeldern der Bankenbranche auseinandergesetzt, um ein umfassendes Konzept und Maßnahmen zu entwickeln, mit Hilfe derer das Vertrauensverhältnis zwischen Bank und Kunde langfristig aufgewertet werden soll. Das Projekt wurde in Zusammenarbeit mit der PR-Agentur Oliver Schrott Kommunikation (OSK), Deutschlands viertgrößter PR-Agentur, realisiert.

Ein erstes Treffen der Projektgruppe mit dem Geschäftsführer der OSK zur Besprechung allgemeiner Grundlagen und Erwartungen an das Projekt fand in der RFH statt, gefolgt von diversen Treffen der Projektgruppe mit Prof. Dr. Beate Gleitsmann, die das Projekt als Studiengangsleiterin und Projektbetreuerin über die gesamte Laufzeit begleitete. Zu den Anforderungen an das Projekt gehörten eine Bestandsaufnahme des Bankenimages, die Analyse der PR- und Kommunikationsaktivitäten ausgesuchter Banken sowie die Entwicklung eines Konzeptansatzes und konkreter PR-Maßnahmen, die geeignet sind, das angegriffene Image der Bankenbranche zu verbessern.

Im ersten Schritt zur Entwicklung Erfolg versprechender Ideen legten die Studenten ihren Fokus auf die detaillierte Analyse der Bankenbranche mit ihren verschiedenen Arten und Geschäftsfeldern. Anschließend wurde der Begriff „Vertrauen“ mit wissenschaftlicher Herangehensweise definiert und operationalisiert, sodass fundierte Aussagen über die Vertrauensgewinnung und Verhaltensweisen von Bankkunden getroffen werden konnten. Auf diese Weise ermittelte die Projektgruppe unter anderem Kriterien, die für Kunden bei der Wahl der richtigen Bank relevant sind.

Auffallendes Ergebnis: Für die meisten Kunden sind kundenorientierte Beratung und guter Service wesentlich wichtiger als günstige Konditionen. Die richtige Beratung und verständliche Erläuterung der Bankprodukte durch den Kundenbetreuer sind für die meisten Kunden unersetzbarer Bestandteil eines zuverlässigen Kreditinstituts. Das Vertrauen der Kunden in die Bank wird im Wesentlichen durch zwei Faktoren beeinflusst: persönlicher Kontakt zum Bankberater (sofern vorhanden) und die Berichterstattungen in den Medien. Sparkassen, gefolgt von VR-Banken, genießen dabei das höchste Vertrauen der Kunden.

Mit ihren verallgemeinernden, meinungsgeprägten Berichterstattungen über die Finanzkrise haben die Medien einen starken Einfluss auf die Meinungsbildung der Kunden.

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Aufgrund des verbesserungswürdigen Bankenimages, welches vor allem in den letzten Jahren stark gelitten hat, werben viele Banken nun mit Hilfe verschiedener Kampagnen verstärkt um das Vertrauen der Kunden. Die Projektgruppe veranschaulichte in der Abschlussarbeit die Werbekampagnen einiger Banken anhand unterschiedlicher Beispiele.

In der Ausarbeitung der Projektgruppe werden verschiedene Maßnahmen genannt, die von den Banken zur Steigerung des Vertrauens in die Bankenbranche angewandt werden sollten, z. B. die transparentere Vertragsgestaltung, um Beschwerden zu vermeiden und ein vertrauensvolles und faires Verhältnis zwischen Kunde und Bank aufzubauen, die Entwicklung und Erweiterung von Weiterbildungsangeboten, um die Kompetenzen der Mitarbeiter zu steigern, ein einheitlicher Auftritt innerhalb einer Bank sowie ein verbessertes Beschwerdemanagement.

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Die Ergebnisse der Forschungen, die von den Studenten mit großem Einsatz und viel Sorgfalt ausgearbeitet wurden, wurden in einer ausführlichen wissenschaftlichen Arbeit zusammengefasst. Die Abschlusspräsentation fand bei der OSK statt und stieß auf großes Interesse. Alle Projektbeteiligten zeigten sich mit dem Ergebnis überaus zufrieden, sodass sogar weitere Folgeprojekte aus der Projektarbeit resultieren.

Insgesamt war dieses Projekt nicht nur eine Arbeit, die der Studienverlaufsplan verlangte, sondern auch eine wertvolle Erfahrung und Weiterentwicklung für die Studenten – und vielleicht sogar der Grundstein für eine Karriere im PR-Bereich?

 

Informationen zum Studium der Medienwirtschaft an der RFH finden Sie hier.