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18.05.2012

Rheinische Fachhochschule erforscht Alkoholkampagne auf Facebook

Eine Projektgruppe des Fachs Mediendesign untersucht in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung die Wirkung der Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit“ auf Facebook.

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Soziale Netzwerke, vor allem Facebook, halten seit einigen Jahren einen schier ungebremsten Siegeszug im Alltagsleben von Jugendlichen. Sie ermöglichen eine einfache Kontaktaufnahme zu anderen Nutzern und bringen die Menschen schnell auf den neuesten Stand, egal ob es sich um private oder um politische Themen handelt. Facebook zeigt, was Freunde und Bekannte bewegt. Mittlerweile werben auch zahlreiche Unternehmen oder Institutionen mit einer Facebook-Seite für Produkte, Dienstleistungen oder Kampagnen.

Auch die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) hat ihre Informationsarbeit zur Kampagne „Alkohol? Kenn dein Limit“ auf Facebook ausgeweitet und sammelt eifrig „Freunde“. Doch wem „gefällt“ die Seite eigentlich, und was suchen die Jugendlichen dort? Sind es eher „harte Fakten“ oder doch lieber „Geschichten von anderen“, die bewegen? Wer bearbeitet die Quizfragen, und was versprechen sich die „Spaßmacher“, die sich eh immer nur lustig machen? Dies alles interessiert die Forscher des Fachbereichs Medien der RFH. Daher wurde in Zusammenarbeit mit der BZgA eine umfangreiche Studie aufgesetzt, bei der 9 Studierende unter der Leitung von Prof. Dr. Ludwigs und Prof. Dr. Rotermund die „Alkohol? Kenn dein Limit“-Kampagne auf Facebook genauer unter die Lupe nehmen. Daraus sollen grundlegende wissenschaftliche Erkenntnisse sowie ein Beitrag zur Aufklärungsarbeit in virtuellen sozialen Netzen gewonnen werden.

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Frauke Plesken und Andreas Smolen beim Nutzerinterview

Die Studie setzt hierbei auf eine Mischung aus qualitativen und quantitativen Verfahren, von Inhaltsanalysen über Nutzerinterviews bis zu einer großen Online-Umfrage. Ausgewertet werden dabei alters-, geschlechts- und bildungsbezogene Variablen. Ziehen Mädchen einen anderen Nutzen aus den Online-Diskussionen als Jungen? Und wer nutzt eigentlich die Info-Tools, wie den Alkohol-Kalorienzähler? Welche Zusammenhänge zwischen Alkoholnutzung, Bildungsweg und Akzeptanz der Seite deuten sich an? Vornehmlich wurden Jugendliche befragt, die Alkohol in riskanten Mengen konsumieren, da das Kerninteresse darin besteht, deren Motive und Einstellungen zu verstehen; sie sind die Kernzielgruppe der Kampagne.

Die Auswertung der Untersuchung wird für den Juni erwartet und in naher Zukunft veröffentlicht.

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Im Auftrag der Facebook-Forschung die Mediendesign-Studenten (von links nach rechts): Andreas Smolen, Fabian Treike, Simon Kreiser, Jessica Willius, Dominique Schönmann, Jennifer Arts, Sebastian Over, Frauke Plesken, Philip Bendig

Informationen zum Studiengang Mediendesign an der RFH