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02.05.2012

Girls’ Day 2012: Technik zum Anfassen begeistert Schülerinnen

45 Schülerinnen der Jahrgangsstufen 6 bis 10 waren am diesjährigen Girls' Day an die RFH gekommen, um ihre Studien- und Berufsorientierung zu erweitern und spannende Einblicke in verschiedene technische Bereiche zu bekommen.

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Die Mitarbeiter der RFH-Einrichtungen Schülerlabor, Rechenzentrum und Medienzentrum hatten für die Mädchen jeweils spezielle Programme auf die Beine gestellt. Um die Faszination für Ingenieurwesen, Informations- und Medientechnik zu wecken und Berührungsängste abzubauen, war es wichtig, den Teilnehmerinnen die Möglichkeit zu geben, die technischen Instrumente selbst in die Hand zu nehmen und auszuprobieren sowie eigene Ideen zu entwickeln und umzusetzen.

Was macht ein Ingenieur?

Mit dieser Frage startete das Programm des Schülerlabors. Martin Doost, Diplom-Ingenieur und Verantwortlicher der Einrichtung, informierte die Mädchen über die Tätigkeitsfelder verschiedener Ingenieurberufe und das Studium der Ingenieurwissenschaften an der RFH. Die Teilnehmerinnen zeigten sich sehr wissbegierig und Martin Doost nahm sich Zeit, die vielen Fragen zu beantworten, bevor es zum Hauptprogramm ins Labor ging.

Die staunenden Schülerinnen bekamen dort eine Fertigungs- und verfahrenstechnische Anlage zu sehen. Nach einer anschaulichen Erläuterung zum Zweck und zur Funktionsweise der Anlage machten sich die Mädchen daran, selbst verschiedene Experimente durchzuführen: Unterstützt von den Labormitarbeitern wurden Versuche mit Sensoren gemacht und eine Ampelsteuerung programmiert. Ganz besonders gefiel den Teilnehmerinnen, dass sie die verfahrenstechnische Anlage selbstständig bedienen und damit Mischungen von Flüssigkeiten durchführen sowie den Prozess zur Herstellung von Biodiesel nachbilden konnten. Bevor es in die Mittagspause ging, wurde an der Fertigungsanlage eindrücklich demonstriert, wie ein Hochreallager funktioniert und wie es programmiert wird.

Am Nachmittag wechselten die Besucherinnen das Gebäude und machten einen Rundgang durch die Labore des Fachbereichs Maschinenbau. Hier gab es unter anderem eine CNC-Maschine, eine Zerreißmaschine sowie einen 3D-Drucker im Einsatz zu sehen. Abschließend besuchten die Schülerinnen eine Vorlesung zum Thema Laser, die Prof. Dr.-Ing. Ulrich A. Russek, Professor für Physik und Lasertechnik, speziell für sie vorbereitet hatte. Jede Teilnehmerin bekam als Souvenir einen am 3D-Drucker hergestellten Schlüsselanhänger mit ihren Initialen geschenkt.

Erster Einstieg in die Webseitenerstellung

Am Rechenzentrum stand nach einer Begrüßung durch den Leiter Christoph Heinrich zunächst ein kleiner Rundgang auf dem Programm, bei dem die IT-interessierten Schülerinnen einen Überblick über die verschiedenen Arbeitsbereiche und die technische Ausstattung bekamen und sich über das Studium an der RFH informieren konnten.

Im PC-Schulungsraum angekommen setzten sich die Mädchen an die Rechner, um erste Erfahrungen im Erstellen einer eigenen Website zu sammeln. Unter Anleitung von Elias Teshome, einem technischen Mitarbeiter, wurde zunächst eine gemeinsame Muster-Website erstellt, damit die Mädchen sich mit den wichtigsten HTML-Befehlen vertraut machen konnten. Als es anschließend an die selbstständige Erstellung einer eigenen Website ging, waren die Schülerinnen mit so großem Eifer bei der Sache, dass sie die Mittagspause gar nicht so recht nutzen wollten und am Nachmittag kaum zum Aufhören zu bewegen waren. Entstanden sind tolle, ganz verschiedenartige Webseiten (etwa über sich selbst, über den Sänger Bruno Mars oder über verschiedene Reiseländer), die sich die Schöpferinnen auf einen USB-Stick laden und mit nach Hause nehmen konnten.

Im letzten Teil des Programms lernten die Teilnehmerinnen, aus welchen Komponenten ein PC zusammengesetzt ist.

Arbeiten mit professioneller A/V-Technik

Auch am Medienzentrum konnten die Schülerinnen selbst aktiv werden. Nach einer kurzen Begrüßungs- und Vorstellungsrunde machten sich die Mädchen mit dem A/V-Studio vertraut. Eingewiesen und unterstützt durch die MZ-Mitarbeiter wurden im Tonstudio Sprachaufnahmen gemacht und erste Schritte mit dem Programm GarageBand unternommen. Mit großem Interesse ließen sich die Schülerinnen die 3D-Technik zeigen und fanden besonderen Gefallen am Experimentieren mit der professionellen Fotoausstattung.

Nach der Mittagspause wechselten die Teilnehmerinnen in einen Projektraum, wo sie die am Vormittag aufgenommenen Bilder digital mit Adobe Bridge und Photoshop nachbearbeiten konnten. Auch hier waren die Mädchen mit so viel Begeisterung bei der Sache, dass sie nach offiziellem Programmende noch eine Stunde länger am Rechner blieben. Die fertigen Bilder wurden schließlich auf USB-Sticks gespeichert und zur Erinnerung mit nach Hause genommen.

Das Feedback war an allen drei Einrichtungen überaus positiv. Besonders gefallen hat den Mädchen, in kurzer Zeit sehr viel Neues gelernt und selbst ausprobiert zu haben.

Die Mitarbeiter hoffen, das Selbstvertrauen der Mädchen im Umgang mit Technik gestärkt zu haben, und freuen sich auf den nächsten Girls' Day.