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12.11.2012

Kreative Highlights – Designhelden beim Forum Mediendesign

Der Studiengang Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule Köln hatte geladen und acht Kreativgrößen und rund 800 Besucher waren gekommen: Am Samstag, 3. November 2012, fand das 6. Forum Mediendesign der RFH Köln im Museum Ludwig statt. Die bis über den letzten Platz hinaus besetzte Veranstaltung stand unter dem Motto „Designhelden“ und zog erneut ein breites Publikum aus Lehre und Praxis an – Studierende, Alumni, Lehrende, Kommunikationsdesigner und Mediengestalter.

Das diesjährige Forum Mediendesign begann mit tiefen Einblicken in die Agenturarbeit von Mutabor Design in Hamburg, präsentiert von Vorstand Johannes Plass. Den Abschluss bildete Branchen- und Werbelegende Prof. Thomas Rempen, der mit mahnenden Worten einen differenzierten Umgang mit dem Helden-Begriff einforderte und den Blick nicht nur auf kreative Highlights seines beeindruckenden Lebenswerkes lenkte, sondern auch auf die von ihm geschätzten „Hidden Heroes“, die stillen, heimlichen Designhelden, die niemand bewusst wahrnimmt.

Visuelles Feuerwerk

Dazwischen lagen intensive und spannende Vorträge, in denen sechs weitere renommierte Vertreter der Design-Zunft ihre Positionen und Werke zum Thema vorstellten sowie spannende Blicke in die Zukunft lenkten: So bot Mario Lombardo sehr intime und intensive Einblicke in sein kreatives Schaffen, Dirk Uhlenbrock belegte die Netzhäute der Anwesenden mit einem visuellen Feuerwerk und Wolfgang Beinert präsentierte seinen Standpunkt zum Thema Designhelden am Beispiel einer ehrenamtliche Non-Profit-Initiative von Berliner Designern. Johannes Erler (Chefgestalter der Zeitschrift „Stern“) führte insbesondere den Studierenden sehr anschaulich vor Augen und Ohren, was es alles braucht, um ein Designheld zu werden. Der Schriftenentwerfer Henning Skibbe präsentierte am Beispiel des Redesigns der Süddeutschen Zeitung vielschichtige detailtypografische Heldentaten, die sich dem durchschnittlichen Leser in der Regel nicht direkt erschließen – ein tiefer Einblick in vollendetes typografisches Handwerk. Robin Preston, Londoner Fotograf und Photoshop-Guru, stellte mit seinem Beitrag unterhaltsam und eindringlich den Übergang von konventioneller Arbeit (sprich Werbung) zu freier kreativer Entfaltung dar und mahnte dabei die Besinnung auf gutes, solides Handwerk an – abgerundet durch eine Animation des Shootings der Zukunft.

Große und kleine Helden auf und hinter der Bühne

Neben 7 Stunden Vorträgen gab das Forum Mediendesign die Gelegenheit zu einzigartigen Begegnungen, spannenden Diskussionen und vielfältigsten Inspirationen. Den ganzen Tag über gab es im Foyer – wie jedes Jahr Anfang November – eine Ausstellung von gestalterischen Arbeiten und kreativen Projektergebnissen aus dem Studiengang Mediendesign zu sehen. Das pralle Programm gefiel, die Resonanz der Besucher fiel unterm Strich ausnahmslos positiv aus.

„Wie in den Jahren zuvor habe ich das Gespräch mit unseren Gästen gesucht, um herauszufinden, wie sie das Programm erleben“, resümiert Prof. Martin Teschner. „Die meisten fanden die Mischung aus fachlichem Anspruch und gestalterischen Inspirationen außerordentlich gelungen. Für viele machten die unterschiedlichen Positionen auf der Bühne den eigentlichen Reiz der Veranstaltung aus. Dabei dürfen wir nicht vergessen: Möglich wurde das inzwischen sehr hohe Niveau dieses Events allein durch das beeindruckende Engagement der Studierenden aus dem 3. und 4. Semester – und all derer, die außerdem mitgeholfen haben. „Auch wenn der Weg dahin manchmal steinig war, die zufriedenen Mienen auf dem abschließenden Gruppenfoto lassen einen gewissen Stolz auf den gelungenen Helden-Coup erahnen.

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„Die Studenten kennen die professionelle Designwelt häufig nur über uns Dozenten. Für sie ist es von unschätzbarem Wert, die Vortragenden – so unterschiedlich, wie sie sind – authentisch zu erleben. Die Botschaft ist: Egal wie du gestrickt bist, du kannst deinen Weg in die Medien machen, wenn du es willst und Deins findest“, so Studiengangsleiter Prof. Dr. Stefan Ludwigs. „Für uns an der RFH wird es deshalb immer besonders wichtig sein, unsere Kontakte nach „draußen“ im Rahmen von Ringvorlesungen, Forum Mediendesign oder Presentation Day zu pflegen.“

 

Wissenschaft und Praxis

Studieren im Dialog von Theorie und Praxis ist kennzeichnend für den Bachelor-Studiengang „Media Design“ der Rheinischen Fachhochschule in Köln.

Mediendesign wird sowohl als Vollzeit-Studiengang (Regelstudienzeit 6 Semester) als auch in berufsbegleitender Form (Regelstudienzeit 7 Semester) angeboten.

Weitere Informationen zum Studiengang