Startseite »  Aktuelles »  Meldungen »  2012 »  Erfolgreicher 15. Präsentationstag der Mediendesigner
 
 

06.08.2012

Erfolgreicher 15. Präsentationstag der Mediendesigner

Beim Presentation Day der Mediendesigner am 12. Juli konnten die Projektgruppen das Publikum mit einer eindrucksvollen Fülle an frischen, qualitativ hochwertigen Arbeiten und überraschender Komik begeistern.

PDay_SS12_3.jpg

Die Veranstaltung startete traditionsgemäß mit der Präsentation der zehn besten City-Card-Entwürfe, die das erste Semester unter der Leitung von Frank Reichow im Fach Medienproduktion/Grafik kreiert hatte.

Citycards_SS12_Ausschn_lupe.jpg

Die Gewinnermotive werden auf jeweils 10.000 Postkarten gedruckt und in Köln verteilt – eine gute Gelegenheit für die jungen Designtalente, die Öffentlichkeit schon jetzt auf ihr Können aufmerksam zu machen.

Die Vorstellung des Hauptprojekts unter der Leitung von Frau Prof. Kühr leiteten die Studierenden des ersten Semesters in Form eines kurzen amüsanten Schauspiels ein: Aufgeführt wurde eine Weinschriftenprobe, bei der die Verkoster über die sensorischen Besonderheiten, das Alter und die Popularität eines bestimmten 'Weins' parlierten. Dabei erfuhr der Zuschauer, dass etwa die Helvetica – ein bekannter klassischer und zeitloser Hauswein, der viele Geschmacksschnitte besitze und zugleich einen nüchternen Eindruck mache – unter Kennern Anerkennung genießt, die Arial tout au contraire als minderwertiger, billiger Abklatsch der Helvetica nur unwilliges Naserümpfen hervorzurufen vermag.

Schriftenlese_kl_lupe.jpg

Die "Schriftenlese – eine Cuvée aus 40 Fonts" ist das Ergebnis des Printprojekts: eine großformatige Broschüre, die über 40 Prädikatschriften informiert und angehenden Designern als Handwerkszeug dienen soll. Sie wurde von der Alumni-Jury als bestes Printprojekt ausgezeichnet.

 

Die berufsbegleitenden Zweitsemester konnten sich bei der Gestaltung eines Plakates zum Thema Freundschaft für das diesjährige, 23. Kölner Kinderfilmfest CINEPÄNZ verwirklichen. Für die Zuschauer ließen die Studierenden den Arbeitsprozess von der Recherche und Ideenfindung bis hin zur gestalterischen Umsetzung nach den Vorgaben der Auftraggeber noch einmal Revue passieren. Erstellt und eingereicht wurden insgesamt fünf unterschiedliche Entwürfe. Der Kunde entschied sich schließlich für den Entwurf "Gesichter", der sich in seiner einfachen flächigen und kontrastreichen Gestaltung von den Plakaten der letzten Jahre abhebt und im Herbst überall in Köln zu sehen sein wird.

Film

Die Videoprojekte des zweiten Vollzeit- bzw. dritten berufsbegleitenden Semesters waren auch diesmal thematisch breit gefächert. Neben humoristischen und ernsten Kurzfilmen gab es zwei Musikvideos und einen Dokumentarfilm zu sehen. Das Rockmusikvideo zum Titel "Fotos" der Gruppe 5vor12 wurde für die exzellente, fehlerfreie technische Umsetzung mit zwei Preisen – bester Film, Kreationspreis – ausgezeichnet.

Web

An innovativen und ausgefallenen Ideen mangelte es auch bei den Internetprojekten der Drittsemester nicht. Eine Gruppe hatte eine "Eifelmann"-Website entwickelt, über die ökologisch orientierte Verbraucher Saisonprodukte lokaler Bauern bestellen können.

Damit auch technikferne Menschen mühelos ein passendes Auto finden, hatte eine andere Gruppe für mobile.de einen neuen Service konzipiert, der eine Suche über Lifestyle-Kriterien ermöglicht.

Vorgestellt wurden außerdem die virtuelle Umkleidekabine "adidas.dress", eine Milka-Seite, auf der Schokoladenliebhaber nach dem Absolvieren bestimmter Aufgaben mit Naschwerk belohnt werden, sowie die "Happiness-App" für die Firma Langnese. Letztere wurde von der Jury zum besten Webprojekt gekürt. Mit der App können Nutzer sich in Mini-Games messen, eigene Eiskreationen zusammenstellen und den mobilen Eiscreme-Shop "Happiness-Station" in die eigene Stadt holen.

Crossmedia

Die von Prof. Dr. Ludwigs betreuten Crossmedia-Projekte des vierten Semesters sind jedes Mal der Höhepunkt der Veranstaltung. Angesichts der knappen Produktionszeit von 4 Monaten ist der Arbeitsdruck für die Studenten enorm und die Fertigstellung allein schon eine beachtliche Leistung. Hinzu kommt ein hohes Maß an Qualität und Kreativität, das die Projektgruppen auch in diesem Semester unter Beweis stellten.

Für den Brillendesigner Martin&Martin hatte eine Gruppe eine emotionale Kampagne entwickelt, in der mit der Kernmessage "Erkenne dich selbst" die Marke als Mittel zum Ausdruck der individuellen Persönlichkeit in den Fokus gerückt wird. Der Kunde Martin Lehmann war vor Ort und hatte das Endergebnis nun erstmals gesehen. Zu Beginn der Projektphase habe es viele Diskussionen und viel abzugleichen gegeben, nun sei er vom Resultat sehr begeistert.

"Fühl' dich, wo du willst" – in diesem Claim verknüpfen die Macher der Simfy-Kampagne die beiden zentralen Werte des Musik-Streaming-Dienstes: Emotionalität und Mobilität. Mit frischen Ideen und gewitztem Humor ist es der Gruppe gelungen, ein rundes Konzept zur Erweiterung der Zielgruppe (= Gerald, 35 Jahre alt, berufstätig, gestresst) zu entwickeln und es auf überaus unterhaltsame Weise zu präsentieren, was mit tosendem Applaus vom Publikum und überschwänglichem Lob von Seiten des Dozenten und des Kunden belohnt wurde, der seiner Begeisterung mit "Chapeau!" Ausdruck verlieh und die professionelle Zusammenarbeit mit den Studenten betonte.

Auch das Projekt für BASE fand regen Anklang beim Publikum und überschwänglich lobende Worte vom Kunden. Mit dem Ziel, junge Studenten in die BASE-Stores zu locken, hatte die Gruppe ein Augmented-Reality-Spiel für Smartphones kreiert, das die Spieler animiert, virtuelle Blumen an verschiedenen Orten in ihrer Stadt einzusammeln und sie im Store gegen Prämien einzutauschen. Die dazugehörige Microsite informiert Neulinge über das Spiel und dient dem aktiven Spieler als Checkpoint. Franziska Kraefft, Marketingmanagerin bei E-Plus, zeigte sich überwältigt vom Ergebnis. Für E-Plus sei es das erste Mal und die richtige Entscheidung gewesen, die Kampagne von Studierenden mit frischen Ideen entwerfen zu lassen. Bei der Zusammenarbeit mit der Gruppe sei es gewesen, als habe man Profis aus einer Agentur vor sich sitzen. E-Plus überlegt nun, das Projekt umzusetzen.

Das Unternehmen hatte zu Beginn der Veranstaltung eine Verlosung von drei Smartphones gestartet. Der Erlös von 300 verkauften Losen, von BASE noch einmal aufgestockt, floss in die Freibierkasse für die anschließende Feier im "Goldfinger".

 

Informationen zum Studiengang Mediendesign