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25.06.2012

Studenten bauen TORSEN-Differenzial

Das Ergebnis einer Projektarbeit im Fach Antriebs- und Maschinendynamik, gelesen von Prof. Dr. Hahne, verbessert seit kurzem das Verständnis von TORSEN-Differenzialen an der Rheinischen Fachhochschule. „Entwicklung und Bau eines TORSEN-Differenzials“ war der Titel der Arbeit von Michael Auster und Cornelius Braune und das fertige Modell, von der RFH finanziert und am Institut für Werkzeug- und Fertigungstechnik iWFT gebaut, wurde nun an die Hochschule übergeben.

TorsenDiff_Ubergabe.jpg

Differenziale werden in Antrieben von Fahrzeugen verbaut, damit in Kurven das äußere Rad einen längeren Weg zurücklegen kann als das innere Rad. Das TORSEN-Differenzial, bereits 1918 zum Patent angemeldet, erlangte erst im Rallyesport der 80er Jahre Bekanntheit. Es nutzt das Prinzip der Selbsthemmung, damit ein Durchdrehen der Antriebsräder verhindert wird. Die Leistung des Motors wird nicht sinnlos verbraucht, sondern wird momentfühlend (TORque SENse) an die Räder weitergegeben. Den Laufwegunterschied zwischen kurveninnerem und kurvenäußerem Rad kann das Differenzial trotzdem wie jedes herkömmliche Differenzial ausgleichen.

Da TORSEN-Differenziale sehr komplizierte Mechaniken sind, sollte ein anschauliches Modell für Unterrichtszwecke entwickelt werden, an dem die Bewegungen innerhalb des Differenzials besonders gut beobachtet und nachvollzogen werden können.

 

Die von Michael Auster am Computer gezeichneten Teile wurden von Werkzeugmechaniker Cornelius Braune (mit Unterstützung von Herrn Wewer, Laboringenieur der RFH) im Labor der RFH hergestellt. Nach dem Zusammenbau der einzelnen Teile und ausführlichem Funktionstest wurde das Differenzial nun an das iFWT an Herrn Prof. Dr. Saxler (Bild oben) übergeben.

In Zukunft steht der RFH nun ein voll funktionsfähiges TORSEN-Differenzial zur Verfügung, das für Vorführungszwecke im Unterricht genutzt werden kann.

 

Informationen zu den Ingenieurstudiengängen an der RFH finden Sie hier:
Elektrotechnik
Maschinenbau
Wirtschaftsingenieurwesen
Master of Engineering