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07.02.2013

P-Day der Mediendesigner – Rückschau in Bildern

Eindrucksvoller Ausklang des Wintersemesters: Im lauschigen Festsaal der Alteburg präsentierten die Mediendesigner am 17. Januar die Früchte ihrer kreativen Arbeit. Der folgende Bildbericht mag Außenstehenden einen nachträglichen Eindruck vermitteln und Beteiligten als Erinnerungsstück dienen.

Der Presentation Day ist für die Mediendesignstudierenden immer wieder ein wichtiger und aufregender Tag. Je nach Semesterstufe gilt es, ein Projekt in den Bereichen Print, Film, Web und Crossmedia auf die Beine zu stellen und es am Ende des Semesters einem breiten Publikum, bestehend aus Kommilitonen, Dozenten, Familienangehörigen, Freunden und manchmal gar echten Kunden, vorzustellen. Eine Jury aus Alumni kürt die gelungensten Projekte aus jedem Bereich.

Da der üblicherweise genutzte, ehrwürdige Festsaal der Wolkenburg diesmal nicht zur Verfügung stand, fand der Präsentationstag im kompakt-urigen Gesellschaftsraum der Alteburg statt.

 

Kitsch, Kunst, Kommerz und Karitas

Begrüßung
Studiengangsleiter Prof. Dr. Stefan Ludwigs begrüßte die versammelten Gäste und bestärkte die Studierenden nachdrücklich darin, mehr Vertrauen in die eigene Schaffenskraft zu entwickeln, um so schädlichem, die Kreativität blockierendem Druck vorzubeugen.

City-Cards
Die Präsentation startete der Tradition folgend auch diesmal mit der Bekanntmachung der zehn besten City-Card-Entwürfe. Im Fach Medienproduktion/Grafik hatten die Studierenden im ersten Semester die Aufgabe, originelle Kunstkarten zu gestalten.

Die Gewinnermotive werden von der Werbeagentur Perfectly Placed Media auf 10000 Postkarten gedruckt und zur kostenlosen Mitnahme in Kölner Bars, Clubs und Restaurants bereitgestellt.

Briefmarkenserie zum Thema „Wasser = Leben“
Mit dem Ziel, auf die sich weltweit zuspitzenden Wasserprobleme aufmerksam zu machen und global zusammenarbeitend Lösungen zu finden, haben die Vereinten Nationen 2013 zum „Internationalen Jahr der Wasserkooperation“ ausgerufen und die UNESCO mit der Organisation der Jahresaktion beauftragt.

Eine Gruppe von Erstsemestern hat mehrere Briefmarkenserien entworfen, die die Brisanz von Wasserverschmutzung, Wasserverschwendung und Wasserknappheit vor Augen führen.

Briefmarkenserie zum Thema „Wasser = Leben“
Um den Betrachter zum Nachdenken und Handeln anzuregen, haben die Studierenden unterschiedliche Darstellungsweisen gewählt: Zwei Serien sind farblich reduziert und plakativ-flächig gehalten, um den Inhalt – intakter vs. zerstörter Wasserkreislauf, indirekter Wasserverbrauch – klar und eindringlich zu transportieren; in zwei weiteren wird ein zeichnerisch-malerisches bzw. plastisches Gestaltungsmittel gewählt, das die dramatischen Auswirkungen von Wasserverschmutzung auf die Meerestierwelt zum Ausdruck bringt. Ein weiterer Entwurf schließlich durchbricht, indem das Wasser des alltäglichen Haushaltsgebrauchs durch Sand ersetzt wird, die Sehgewohnheiten des Betrachters und macht die persönlichen Folgen von Wasserknappheit spürbar.

Kitsch
„Gestaltung eines Dinges zum Thema Kitsch, das mittels Papier oder Pappe umsetzbar sein muss“, so lautete die Aufgabe, die eine andere Printprojektgruppe unter der Leitung von Prof. Marie Kühr zu lösen hatte. Der besondere Reiz dabei: Das beste Konzept wird mit einem Preisgeld von 1000 Euro realisiert. Insgesamt wurden am P-Day sechs Konzepte präsentiert, über die eine eigens einberufene Jury zu urteilen hatte.

Einzelheiten zum Kitsch-Projekt und die Preisgabe des Gewinners folgen in Kürze in einem gesonderten Artikel. Einen kleinen Vorgeschmack soll es aber hier schon geben:

Das Klipp-Klapp-Kitsch-Buch
Das Klipp-Klapp-Kitsch-Buch, charmant-komisch präsentiert, ist von der Alumni-Jury zum insgesamt besten Printprojekt gewählt worden.

Begründung: „Ein humorvolles und spielerisches Konzept in Buchform. Die über 420 witzigen Kitsch-Paarungen laden zum Blättern mit Schmunzelfaktor ein. Verständlich und sympathisch umgesetzt. Das Potpourri an individuellen Wort- und Bild-Kombinationen ist auch wunderbar als Kreativübung geeignet. Insgesamt eine gelungene Referenz für die Vielfalt in der Kitsch-Welt.“

Hochstimmung
Für die Präsentation ihrer Arbeiten lassen sich die Studierenden stets raffinierte Maßnahmen einfallen, um die Stimmung im Saal zu heben und das Publikum zum Lachen zu bringen.

Jobmensa
Unter den drei Videoarbeiten des zweiten Semesters war auch ein echtes Kundenprojekt:
Für das Studentenjobportal Jobmensa hat ein Projektteam einen amüsanten Viralclip gedreht, in dem sich Studenten ihren Unterhalt mit peinlichen Nebenjobs verdienen. Der Kunde Sebastian Schäfer zeigte sich überaus zufrieden und dankte der Projektgruppe bei der Gelegenheit noch einmal herzlich für die fruchtbare Zusammenarbeit.

Part of This
Das Filmprojekt „Part of This“ dokumentiert einen Tag aus dem Leben eines besonderen RFH-Studenten:
Daniel Herget alias MC Brother Charity ist leidenschaftlicher Dubstep-Musiker, der regelmäßig in Clubs spielt und bereits auf mehreren Shows zusammen mit namhaften DJs vertreten war. Der Film gibt eine sehens- und hörenswerte Kostprobe seines musikalischen Könnens.

Odofakt
Die Kurzdokumentation „Odofakt“ lässt eindrucksvoll in die schöpferische Arbeit von Odo Rumpf blicken. Der in Köln tätige Künstler fertigt Skulpturen aus Stahl und alten Industriefundstücken. Das Kunstobjekt entsteht, wenn aus einem materiellen ein Gedankenfundstück geworden ist.

In Idee und Umsetzung herausragend, wurde das Projekt von der Alumni-Jury mit zwei Preisen (Bester Film, Bestes Kreativprojekt) ausgezeichnet.

Begründung: „Visuell sehr ansprechend und hochwertig umgesetzt. Für knapp fünf Minuten werden wir hier mit ‚Gedankenfundstücken’ in die Welt von Schrott und Kunst geführt. Das Look & Feel ist stilgerecht, die Interviewszenen authentisch. Der Schnitt ist kurzweilig und fesselnd. Die Atmosphäre wird spürbar eingefangen und unterstützt die charakteristische Aussagekraft des Künstlers. Eine beeindruckende Kurzdoku vom Storyboard bis zum Schnitt.“

Webprojekte
Das dritte Semester wartete mit insgesamt dreizehn Webprojekten auf, von denen die meisten einen der vom Zukunftsinstitut ermittelten Webtrends 2012 – Micro-Engagement, E-Learning und Selftracking – aufgreifen.

Im Bereich Micro-Engagement wurden vorgestellt: die Website „electroHELP“, über die man seine alten Elektrokleingeräte loswerden kann, deren Materialerlös einem ausgewählten Hilfsprojekt zugutekommt, die Seiten „Meet to Help“ und „Dein Köln“, die zur finanziellen Unterstützung von gemeinnützigen Bauprojekten einladen, das „AidBook“, eine Art Online-Spendengästebuch, in dem man gegen einen bestimmten Spendenbetrag eine Seite erwerben und diese dann nach Lust und Laune gestalten kann, sowie ...

Webprojekte
... „quarl“, ein Real-Life-Social-Game mit Lamas, bei dem echte Nachbarschaftshilfe mit virtuellem Schmuck für den Avatar belohnt wird.

Eine weitere Projektgruppe hat die Seite „coloradio“ konzipiert, ein Internetradio von Schülern für Schüler, das sich über Spenden finanziert.

Entworfen wurden außerdem zwei E-Learning-Plattformen: „Schooliki“ bietet Kindern die Möglichkeit, spielerisch eine Fremdsprache zu lernen, indem sie über die Webcam mit Muttersprachlern in Kontakt treten; auf „Lernmedia“ können Auszubildende und Studenten interaktive Übungen und Tests in ausgewählten Fachbereichen absolvieren.

Webprojekte
Selftracker (Menschen, die leidenschaftlich statistische Daten über sich selbst sammeln und sie veröffentlichen) konnten sich über die Konzeption der Websites „trackvel“ und „McTrack“ freuen: Weltenbummler und Fitness-Freunde können hier persönliche Reise- bzw. Körperdaten sammeln, sie in Diagrammen und Grafiken anzeigen lassen und mit der Community teilen.

Noch mehr Hightech für Sportbegeisterte gab es bei der Präsentation der Webanwendung „Sportify“ zu sehen, die dem Nutzer neben Trackingoptionen u. a. auch den Einsatz von Augmented Reality bietet.

Mit der App „ida - intelligent daily assistent“ hat sich eine andere Projektgruppe eine Möglichkeit einfallen lassen, wie Augmented Reality auf dem Smartphone oder über die AR-Brille das alltägliche Leben im Alter leichter macht.

Webprojekt mymall
Das Webkonzept „mymall", eine personalisierte Meta-Shopping-Plattform, die Online- mit Filialeinkauf verknüpft, wurde von der Alumni-Jury zum besten Webprojekt gekürt, ihr Urteil:

„Wie sieht das Shopping von morgen aus? mymall liefert dazu eine clevere Konzeptidee. Hier wurde die Komplexität des On- und Offline-Konsums in eine globale Lösung verständlich zusammengefasst. Die Präsentation hat durch eine hochwertige Ausarbeitung und die innovative Idee überzeugt."

UHU
Die Crossmedia-Projekte im vierten Semester gelten als Königsdisziplin. Den Studierenden stehen lediglich vier Monate (wohlgemerkt: in der Vorlesungszeit) zur Verfügung, in denen sie eine medienübergreifende Kampagne auf die Beine stellen müssen, die in Originalität der Idee und technischer Umsetzung überzeugt.

Mit dem Slogan „Schaden. Freunde!“ hat eine Projektgruppe eine Imagekampagne für den Klebstoffhersteller UHU gestaltet, in der die Freude an der Schadensbehebung mithilfe des Allesklebers im Fokus steht. Besonders gewitzt: der UHU-Mat, an dem sich der Kunde ein Scherbenpuzzle zieht, das er (freilich mithilfe von UHU-Alleskleber) zusammengefügt an der Ladenkasse gegen einen 5-Euro-Gutschein eintauschen kann.

Smarties
Für die Marke Smarties, die seit 2005 so gut wie keine Medienpräsenz besitzt, hat ein Projektteam eine Kampagne entwickelt, die das Produkt wieder in Erinnerung ruft und es für junge Erwachsene attraktiv macht. In Werbeclips und auf Plakaten werden die bunten Dragees mit kultigen Filmszenen und -elementen kombiniert; die Plakate sind außerdem mit dem Smartphone digital erweiter- und individualisierbar.

Planet Sports
Für den Realkunden Planet Sports hat das berufsbegleitende fünfte Semester eine raffiniert durchdachte, humorvolle Kampagne mit dem Claim „Most Wanted“ entworfen, in der die Zielgruppe durch das aufmerksamkeitsstarke Motiv enthüllter Hinterteile auf eine Microsite gelockt wird. Hier erfährt man, dass es sich bei den Nackedeis um verschwundene Teamrider handelt, die es mithilfe von auf Plakaten verstecken Clues aufzuspüren gilt. Für diejenigen, die alle Clues gefunden haben, gibt es Rabatte oder gar eine USA-Reise zu gewinnen.

Neben der originellen Idee und der professionellen Umsetzung beeindruckte auch die Live-Präsentation mit eloquentem Sprecher ohne Hose. Beifallsbekundungen gab es vom Kunden (vertreten durch Michael Bertsch, Manager des Stores auf der Ehrenstraße) und der Alumni-Jury, die die Kampagne als bestes Crossmedia-Projekt auszeichnete:

„Eine stylische Kampagne, treffend auf die Zielgruppe der ‚Crowd' gemünzt. Hier wurde das ‚intelligente Storytelling’ in Film, Print, Online und Events medienübergreifend eingesetzt. Die professionelle Projektarbeit ist bis zur Live-Präsentation erlebnisreich umgesetzt. ‚Most Wanted’ ist ein gutes Beispiel für ein wirkungsvolles Crossmedia-Projekt mit Marketingpotenzial.“

Um der Menge an Schlüpfrigkeit ein seriöses Gegengewicht zu verleihen, hatte das Projektteam seine Präsentation in eine eigens gedrehte Tagesschau-Sendung eingebettet, in der der Sprecher abschließend den letzten Programmpunkt für das Wintersemester ankündigte: die wohlverdiente Feier im Päff.

Für die vielen hervorragenden kreativen Leistungen gab es zum Schluss noch Dankesworte und viel Lob von den beiden Studiengangsleitern Prof. Dr. Stefan Ludwigs und Prof. Marie-Susann Kühr.

 

Falls Sie mehr über den Studiengang Mediendesign an der RFH erfahren wollen, hier geht es zur Studiengangsseite.