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13.05.2013

Starfotograf und Photoshop-Koryphäe Preston an der RFH

Der Andrang war riesig, doch nur 24 Teilnehmer des Studiengangs Mediendesign konnten an dem zweitägigen Workshop des Photoshop-Giganten Robin Preston teilnehmen. "Wir wollen die Vernetzung mit Experten aus der Praxis noch weiter intensivieren", kommentiert Studiengangsleiter Prof. Dr. Stefan Ludwigs das Engagement des Gastes. "Neben den anspruchsvollen fachwissenschaftlichen Inhalten des Studiums ist uns der konsequente Praxisbezug ein sehr wichtiges Anliegen. Daher sehen wir diese Veranstaltung als Startpunkt einer Reihe, die wir kontinuierlich fortsetzen werden."

Ein Rückblick von Sebastian Over, Mediendesignstudent im 6. Semester

Wow, ein zweitägiger Photoshop-Kurs mit Robin Preston! Einer der bekanntesten Autofotografen weltweit opfert seine Zeit, um uns Mediendesignstudenten in die Geheimnisse seiner Arbeit einzuweihen.

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Und tatsächlich, was man bei ihm zu sehen bekam, findet man in keinem Tutorial. Robin, der uns übrigens von Anfang an mit einem netten englischen Akzent duzte („Ich bin Engländer, ich kenne nur you“), zeigte uns Tricks, mit denen verschiedene Bearbeitungen in Photoshop noch einmal schneller und eleganter funktionieren, als wir es bisher kannten. Auch die erfahrensten Kursteilnehmer staunten nicht schlecht, als Robin eine Reflexion in gerade mal 8 Sekunden perfekt wegzauberte. Aber das war für ihn nur einer von vielen Kunstgriffen, die er verwendet, wenn es schnell gehen muss, denn das muss es heutzutage leider oft, wie uns Robin aus seiner Erfahrung mitteilte. „Kunden wollen immer alles perfekt haben, und das möglichst schnell. Früher war das noch nicht so.“ Die Zeiten haben sich geändert.

Preston hat schon in den 70ern als Fotograf und Bilderbearbeiter gearbeitet, noch bevor überhaupt jemand an Photoshop gedacht hat. Und genau das macht ihn heute auch so gut. An vielen Stellen kann er auf das Grundwissen der klassischen Bildbearbeitung von früher zurückgreifen und im Programm anwenden, stets nach seinem Leitsatz „denk analog, arbeite digital“. Er kennt Kniffe, auf die ein „digital native“ überhaupt nicht kommen würde, weil ihm einfach das Grundverständnis der klassischen Bildbearbeitung fehlt. Aber auch Robin lernt noch dazu: „Ich bin gut, aber ich bin nicht Jesus. Wenn ich bei anderen etwas sehe, was ich noch nicht kenne, frage ich einfach nach.“ Diese unkomplizierte und ehrliche Art macht ihn so sympathisch und authentisch.

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Allerdings hat auch für ihn Photoshop seine Grenzen. „Ein englisches Sprichwort sagt: ‚Aus einem Schweineohr kannst du keine Seidentasche machen’“, sprich, die Arbeit fängt beim richtigen Fotografieren an, damit kann man sich später einiges ersparen. Für alles andere hilft ihm eben Photoshop, und die Studenten waren dankbar, ihm dabei einmal über die Schulter schauen zu dürfen – vor allem, weil er solche Workshops nicht aus monetären Gründen macht, sondern weil er „einfach etwas zurückgeben“ will. Danke, Robin!

Infos zu Robin Preston
robin-preston.com
nw-5.com

 

Informationen zum Studiengang Mediendesign finden Sie hier.