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28.11.2014

3D-Technik: Potenziale und Herausforderungen

Am 17. November 2014 hatte der Studiengang Medienwirtschaft der Rheinischen Fachhochschule Köln zum 10. Medienkongress eingeladen. Den zahlreichen Besuchern wurden innovative 3D-Technologien und ihre Einsatzbereiche im Wirtschafts- und Mediensektor präsentiert.

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3D-Druck

Prof. Dr. Martin Reuber, Leiter des Instituts für Werkzeug- und Fertigungstechnik (iWFT) an der RFH, bot zum Auftakt der Veranstaltung einen Überblick über generative Fertigungsverfahren. Er veranschaulichte die Verfahrensprinzipien von Stereolithographie, Selektivem Lasersintern, Fused Deposition Modeling und 3D Printing, erläuterte die Haupteinsatzgebiete der Verfahren und zeigte die jeweiligen Vor- und Nachteile auf.

Wie eine Fertigung vom CAD-Modell am Rechner bis hin zum fertigen Bauteil nach dem Fused-Deposition-Modeling-Verfahren abläuft, konnten die Besucher hautnah am RFH-eigenen 3D-Drucker erleben, der speziell für den Kongress vom Campus in Ehrenfeld zur Wolkenburg transportiert worden war.

 

„We are at the advent of a new industrial revolution.“
(The Economist, 13. Feb. 2011)

Mit diesem Zitat leitete Dr. Robin Kleer, Habilitand am Lehrstuhl für Technologie und Innovationsmanagement an der RWTH Aachen, seinen Vortrag über die wirtschaftlichen Auswirkungen des 3D-Drucks ein. Dabei stellte er zwei zentrale Faktoren heraus, die für den künftigen Erfolg des 3D-Drucks sprechen:

Dr. Kleer präsentierte zudem eine aktuelle Studie der RWTH Aachen, der zufolge die Zahlungsbereitschaft von Konsumenten bei einem anpassbaren, individualisierbaren Produkt um 83% höher liege als bei einem Standardprodukt.

 

3D-TV

Die Zukunft des 3D-Fernsehens ohne Brille wurde durch Dr. René de la Barré, dem Leiter der Forschungsgruppe „Advanced Displays and Applications“ am Heinrich-Hertz-Institut in Berlin, vorgestellt. Er begann seinen Vortrag mit den Grundlagen der Raumwahrnehmung und machte den Zuschauern bewusst, dass es vielfältige Aspekte zu beachten gilt, wenn man auf die 3D-Brille beim Fernsehen zukünftig verzichten will, dazu gehören etwa der Abstand zum Fernseher, der Betrachtungswinkel oder die unterschiedlichen Augenabstände bei Erwachsenen und Kindern. Anschließend erläuterte er die Funktionsweise unterschiedlicher autostereoskopischer Displaytechnologien (Two-view Dipslay, Multiview Display und Lightfield Display) und lenkte abschließend den Blick auf das Vorhaben der japanischen Regierung, ein 3D-fähiges Super-Hi-Vision-TV im 8K-Format zu entwickeln, das bis zum Jahr 2020 den Sprung in die Marktreife schaffen soll. Dr. de la Barré äußerte sich hierzu optimistisch: „Brillenloses 3D-TV in Super-Hi-Vision kann in kürzester Zeit Wirklichkeit werden.“

 

Hologramme

Über „Lichtlenkende Hologramme für autostereoskopische Displays“ referierte Dr. Rainer Hagen, Project Manager & New Application EMEA bei der Bayer MaterialScience AG. Nach einer Einleitung über Einsatzgebiete und die Funktionsweise von Hologrammen erläuterte er, wie Photopolymere als ideale holografische Aufzeichnungsmaterialen fungieren. Bayer MaterialScience entwickelt seit einigen Jahren neuartige Photopolymer-Folien, die Echtfarben-Holografie ermöglichen und beispielsweise bei Anbringung in der Hinterleuchtungseinheit von LCD-Fernsehern brillenfreies 3D-Sehen ermöglichen.

Ercin Filizli, Markenberater und Creative Director bei Vision Unlimited Creative Worx, demonstrierte in seinem Vortrag „Interaktive Markeninszenierung und virtuelle Einkaufserlebnisse“ anhand vielfältiger Beispiele, wie es Unternehmen gelingt, ganzheitliche Markenerlebnisse zu erzeugen und so eine verstärkte Werbewirkung zu erzielen. „Im Rahmen der werblichen Kommunikation spielen optische Illusionen eine wichtige Rolle bei der Simulation eines interaktiven Einkaufserlebnisses“, betonte Filizli, „es geht immer um Interaktion und Aufmerksamkeit.“ Unter den filmisch präsentierten Beispielen gab es u. a. einen virtuellen Ankleideraum, einen holografischen Ticketverkäufer und eine ins Wasser einer Fontaine projizierte Modeschau zu sehen.

 

3D-Paneele

Ilona Przybysz, Inhaberin der Loft Design Systeme GmbH, präsentierte schließlich einen neuen Trend in der Innenraumgestaltung: Dreidimensionale Wandpaneele erfreuen sich zunehmender Beliebtheit im öffentlichen, geschäftlichen und privaten Bereich. Anhand von Fotografien und mitgebrachten Produktproben führte die Raumausstatterin den Zuschauern eindrücklich vor Augen, wie – je nach Farbe, Linienführung und Tiefe der Paneelenstruktur sowie in Zusammenspiel mit gezielt eingesetzter Lichttechnik – ganz unterschiedliche Raumeindrücke erzeugt werden.

Abschließend fanden sich alle Beteiligten zu einem Get-together zusammen, um sich über die Präsentationen und Eindrücke in persönlichen Gesprächen auszutauschen.

Die Präsentationen der Referenten stehen auf der Seite www.medienkongress-koeln.de zum Download bereit.

 

Informationen zum Studiengang Medienwirtschaft

 

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