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08.05.2015

Exkursion zur Art Cologne

Mediendesign-Studentin Julia Neubecker berichtet von einem inspirierenden Ausflug in die Welt der zeitgenössischen bildenden Kunst.

Es wird ja gern gesagt, dass die bildende Kunst und das angewandte Graphikdesign in Kontrast zueinander stehen. Einen Schritt in die „andere“ Welt konnte ich am 17. April 2015 machen, als ich gemeinsam mit 59 weiteren Kommilitonen aus allen Semestern des Studiengangs Mediendesign den Kunstmarkt Art Cologne auf dem Kölner Messegelände besuchte.

Die Art Cologne ist die älteste Kunstmesse der Welt. Ihre Geschichte beginnt bereits 1967 mit dem Kunstmarkt Köln und seither dient sie dem Genuss und dem Verkauf von Kunst aus dem 20. und 21. Jahrhundert. In diesem Jahr präsentierten auf der Messe 200 Galerien aus der ganzen Welt ihre Künstler der modernen und zeitgenössischen Kunst. Neu war die Aufteilung der Messe: Je eine Ebene widmete sich vollständig einem bestimmten Thema: Zeitgenössische Kunst, Klassische Moderne sowie Junge Künstler und Galerien.

Das Spektrum der Art Cologne ist in jeder Hinsicht riesig. Der Besucher erlebt Gemaltes und Gezeichnetes, Skulpturen, interaktive Installationen, Collagen, dreidimensionale Werke, Fotografien und Teppichkunst. Dabei werden die verschiedensten Techniken und Materialien präsentiert. Sogar ein Genlabor war diesmal Teil der Messepräsentation: Einige von uns durften live bei einer Performance des Künstlers Klaus Fritze mitwirken, die existentielle Lebensfragen wissenschaftlich und künstlerisch zugleich betrachtet.

Natürlich waren auf der Art Cologne auch Werke von berühmten Künstlern des Expressionismus wie Emil Nolde und der abstrakten Kunst wie Gerhard Richter vertreten. Auch Drucke von Andy Warhol und Roy Lichtenstein konnten wir bewundern. Künstlerin Kate MccGwire zeigte beeindruckend schöne Werke aus Federn, die sie von Brieftaubenbesitzern und Landwirten aus der ganzen Welt zugesandt bekommt.

Besondere Kreativität in der Verwendung von Materialien präsentierte Claire Morgan in ihren Objekten, die aus bunten Plastikfetzen und von ihr persönlich präparierten Tieren bestehen. Eine in sich verworrene Stahl-Skulptur des Engländers Richard Deacon lud ebenso zum Nachdenken ein wie die Werke der japanischen Künstlerin Yayoi Kusama.

Während der einstündigen Führung konnten wir natürlich nicht annähernd alle Galerien besuchen. Dennoch war der Besuch der Art Cologne für uns angehende Mediendesigner eine Inspiration, besonders im Hinblick auf die vielen Gestaltungs- und Ausdrucksmöglichkeiten, die die verschiedenen Materialien und Techniken bieten. Der gemeinsame Tenor am Ende der Veranstaltung: Es war ein spannender Besuch – nicht nur, weil einige von uns sogar Starregisseur und Fotograf Wim Wenders die Hand schütteln durften.

 

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