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12.06.2015

Generative Fertigungsverfahren für Präzisionswerkzeuge – RFH startet innovatives FuE-Verbundvorhaben

Das Institut für Werkzeug- und Fertigungstechnik (iWFT) der RFH Köln startet ab sofort ein vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Themengebiets „Photonische Prozessketten“ gefördertes Forschungsprojekt.

Das BMBF erklärte in seiner Förderbekanntmachung aus dem Jahr 2013, dass durch den internationalen Wettbewerb der Druck auf den Produktionsstandort Deutschland zunehme. Gefragt sind daher moderne, wettbewerbsfähige Produktionsprozesse, die individuelle Kundenwünsche mit hoher Flexibilität und Qualität in kurzen Lieferzeiten erfüllen können. Generative Fertigungsverfahren, wie beispielsweise das Selektive Lasersintern bzw. Laserschmelzen, stellen hierzu einen innovativen Ansatz dar.

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Generative bzw. additive Fertigung ist eine umfassende Bezeichnung für alle Produktionsschritte, die eine schichtweise Fertigung (Layer by Layer) von Modellen, Mustern, Prototypen, Werkzeugen und Endprodukten als Basis haben. Ein mittlerweile weitverbreiteter Ableger, der diese Denkweise nutzt und teilweise auch schon im Consumer-Bereich angekommen ist, ist der 3D-Drucker.

Aufgrund der völlig neuen Herangehensweise, dreidimensionale Bauteile aus dem Pulverbett bzw. schichtweise zu generieren, ergeben sich völlig neue Gestaltungspotenziale für innovative Produktideen. Allerdings sind für serienreife Prozesse, gerade für Funktionsbauteile aus metallischen Materialien, auch noch zahlreiche Problemstellungen zu lösen. Genau hier setzt das neue Projekt an, welches zum Ziel hat, Hartverbundwerkstoffe zu geometrisch komplexen Präzisionswerkzeugen zu verarbeiten.

Die Antragstellung gliederte sich in ein zweistufiges Verfahren, bei dem das Projektkonsortium rund um das iWFT mit aussagekräftigen Antragsunterlagen überzeugen konnte. Das iWFT wird gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) und sechs weiteren namhaften Industriepartnern in einem Verbund an den Problemstellungen arbeiten. Aufgrund der komplexen technologischen Herausforderungen sind mehrere hochkomplexe Versuchsanlagen notwendig, von denen eine im Rahmen des Projekts am Standort des iWFT in Köln installiert wird.

Für das Projekt wurde die Laufzeit von Mai 2015 bis April 2018 festgelegt.

 

Ansprechpartner:

Prof. Dr.-Ing. Martin Reuber, Institutsleiter des iWFT
E-Mail: reuber@rfh-koeln.de

Dipl.-Ing. Tobias Schwanekamp, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am iWFT
E-Mail: tobias.schwanekamp@rfh-koeln.de, Telefon: 0221 54687-743

M.Eng. Benedikt Thimm, Oberingenieur am iWFT
E-Mail: benedikt.thimm@rfh-koeln.de, Telefon: 0221 54687-737

 

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