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12.03.2015

Dem Film im Web eine neue Bühne geben

Kim Wittfeld, Dennis Duncker und Tom Kirchhartz sind drei findige Köpfe, die nach ihrem Studienabschluss an der RFH eine digitale Kreativagentur gegründet haben und seither Kunden wie Designfreunde mit innovativen, ästhetisch-anspruchsvollen Lösungen begeistern. Wir haben Kim Wittfeld, Geschäftsführer Strategie und Beratung bei Dunckelfeld, zum Interview gebeten.

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Erfolgreiche Kreativ-Schmiede: Kim Wittfeld (Mitte) zusammen mit seinen Kollegen Dennis Duncker (links) und Tom Kirchhartz

Herr Wittfeld, was bietet die Agentur Dunckelfeld ihren Kunden?

Wir sind eine digitale Kreativagentur. Der Großteil der Projekte, die wir machen, sind Webprojekte. Dabei wollen wir nicht einfach nur normale Corporate Websites erstellen, sondern innovative und interessante Websites kreieren. Und weil wir ein Stück weit aus dem Bereich Film kommen und Film als ein wichtiges Medium sehen, um emotionale, spannende Kommunikation zu betreiben, legen wir den Schwerpunkt auf die Kombination von Film und Web.

Nicht jedes Projekt gibt es natürlich her, dass wir diese beiden Punkte zusammenbringen können. Oft betreuen wir reine Film- und reine Webprojekte, die teilweise zwar in die klassische Richtung gehen – aber auch da versuchen wir immer, etwas Neuartiges reinzubringen, mit modernen Webtechnologien zu arbeiten und letztendlich keine plumpe Werbung zu machen, sondern Erlebnisse zu schaffen, die die Leute bereichern und bei Laune halten.

 

Können Sie uns ein Projekt als Beispiel nennen, in dem das Zusammenspiel von Web und Film deutlich wird?

Am Projekt für die Band OK Kid sieht man das sehr gut. Schauen Sie mal auf www.grundlos-ep.de rein. Hier haben wir zusammen mit der Münchener Filmschmiede Hey You Films dem Film im Web eine neue Bühne gegeben. Wir haben viel Leidenschaft in das Projekt gesteckt, und ich meine, das sieht man auch. Es ist eines unserer erfolgreichsten Projekte, für das wir mit mehreren Awards ausgezeichnet wurden.

 

Man darf Ihnen nicht nur für die vielen Awards gratulieren. Dunckelfeld hat kürzlich auch den Pitch beim Automobil-Club Verkehr (ACV) gewonnen. Welche Aufgaben, welche Herausforderungen stehen nun an?

Insgesamt geht es darum, die Marke ACV bekannt zu machen. Wir haben hier ein sehr freies Feld, das bislang kaum bearbeitet wurde, und damit ein schönes Projekt, bei dem wir die Kommunikation sehr stark formen können. Wir selbst entwickeln für die Kampagne gerade filmische Formate, die größtenteils im Web gespielt werden sollen und für die wir ein bekanntes deutsches Gesicht als Testimonial gewinnen konnten. Dabei arbeiten wir eng mit der Media-Agentur Crossmedia in Düsseldorf zusammen, die uns konzeptionell berät, welcher Medieneinsatz sinnvoll ist.

Die große Herausforderung für uns wird die Koordination aller Beteiligten sein. Es gibt sehr viele Bedarfsgruppen, mit denen wir zusammenarbeiten – und die alle unter einen Hut zu bringen, zu lenken und die Budgets zu halten, um dem Ziel gerecht zu werden, das ist auf dem Level neu für uns.

 

Können Sie uns kurz erzählen, wie Ihre Agentur entstanden ist?

Sie ist eigentlich aus dem Studium heraus entstanden. Dennis Duncker und ich haben eine kleine Filmschmiede gegründet, mit der wir Videos für den Bereich Online machen wollten. Bei unserer ersten Kampagne, die wir für Fairtrade gemacht haben, haben wir Tom Kirchhartz mit ins Boot geholt, mit dem wir im selben Semester studiert und in Studienprojekten zusammengearbeitet haben. Er hat die Web-Expertise mitgebracht, und gemeinsam haben wir für Fairtrade eine Social-Media-Kampagne entwickelt, bei der die Sounds, die den späteren Film bilden, mit einer kleinen App auf Facebook geremixt werden konnten. Die Verknüpfung von Film und Web steckt also quasi in unserer DNA.

Mittlerweile sind wir zu acht. Das Schöne ist, dass wir uns permanent weiterentwickeln, uns im gewissen Sinne immer wieder selbst neu erfinden, je nachdem, wer mit welchen Fähigkeiten gerade bei uns an Bord ist.

 

Diese ständige Veränderung, ist es das, was Sie so an Ihrem Beruf begeistert?

Ja, diese Dynamik und die vielen neu entstehenden Möglichkeiten im Web machen einfach Spaß. Und auch, dass wir mit enorm talentierten jungen Leuten zusammenzuarbeiten, die sich oftmals alles selbst beigebracht haben, die wahre Genies in ihrem Bereich sind. Und dass wir einen Altersvorteil haben im Vergleich zu den antiquierten, klassischen Agenturen, die im Medium Web nicht so zu Hause sind wie wir Digital Natives.

 

Gibt es eigentlich eine Marke, für die Sie besonders gern arbeiten würden?

Das ist immer schwer zu sagen, denn man weiß ja nicht, wie es hinter den Kulissen von Marken aussieht, die nach außen hin ganz toll wirken. Im nichtöffentlichen Tagesgeschäft geht es da womöglich sehr hart zu.

Aber ich will mich nicht um eine Antwort herumdrücken. Ich glaube, ich würde gern für die NASA oder die ESA arbeiten, weil hier zukunftsweisende Errungenschaften aus Technologie und Forschung auf die Möglichkeit treffen, sie spannend ins Web und unter die Leute zu bringen. Ich habe vor meinem Designstudium an der RFH einige Semester Biologie in Freiburg studiert, und Themen aus Naturwissenschaft und Technik faszinieren mich nach wie vor.

 

A propos Studium: Wie sind Sie eigentlich in Köln an der RFH gelandet?

Ich habe die RFH beim Besuch des ersten Forums Mediendesign kennengelernt. Da habe ich erlebt, wie toll es ist, dass so eine große Veranstaltung von Studierenden auf die Beine gestellt wird. Dort habe ich auch ein paar Studenten kennengelernt, die mir erzählt haben, welche Inhalte im Studium behandelt werden, dass man in kleinen Semestergruppen studiert und in Teams an vielen Projekten arbeitet. Das alles hat mich überzeugt.

 

Und wenn Sie jetzt zurückblicken, was meinen Sie, wie gut hat Sie das Studium auf den Beruf vorbereitet?

Es hat mich auf jeden Fall gut darauf vorbereitet, selbständig zu sein. Wir haben ab dem ersten Semester praxisorientiert gearbeitet und schon früh erleben können, wie die Zusammenarbeit mit Kunden tatsächlich aussieht. Ich weiß nicht, inwieweit das in dem Maße an anderen Hochschulen geboten wird. Ich habe mitbekommen, dass Studierende woanders die Möglichkeit haben, sich noch stärker persönlich zu entfalten und sehr frei zu arbeiten. Das klingt erst mal reizvoll, dürfte allerdings schwierig werden, wenn es dann nach dem Studium darum geht, die Bedürfnisse des Marktes zu erfüllen und Geld zu verdienen.

 

Woran erinnern Sie sich besonders gern, wenn Sie an die Studienzeit zurückdenken?

Der Höhepunkt war definitiv das crossmediale vierte Semester. Das war auch besonders anstrengend, keine Frage, weil ja auch noch mehrere andere Studienprojekte nebenherliefen, aber es hat auch sehr viel Spaß gemacht. Wir haben eine Kampagne für Bluna gemacht und das Ergebnis hat uns damals alle sehr bereichert. Mit einem Teil des Teams arbeiten wir übrigens heute noch zusammen.

 

Haben Sie einen Karrieretipp für Absolventen?

Unbedingt bei Dunckelfeld bewerben. (lacht) Im Ernst, wir sind immer auf der Suche nach Digitaldesignern, und zwar auf allen Ebenen, auch Selbständigen. Außerdem schreiben wir gerade einen Juniorposten aus im Bereich Strategische Planung.

Welchen Tipp habe ich sonst ... Ich schätze, das Wichtigste ist, an sich zu glauben, zu wissen, was man kann, weiter daran zu arbeiten und seine Nische zu finden.

 

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