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03.03.2015

Mediendesignstudenten der RFH entwickeln KölnTurm-Film

Hunderte Menschen gehen täglich in Kölns höchstem Bürogebäude ein und aus – und sie alle werden in den nächsten Wochen auf dem Medientresen im Foyer des KölnTurms im Mediapark eine 3D-Animation sehen, die von Mediendesignstudenten der RFH realisiert wurde.

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Der Medientresen im KölnTurm dient als Empfangs-Desk und besteht aus zwölf Großbildschirmen, die einzeln oder zusammengeschaltet mit Filmen, Bildern, Grafiken oder auch Text-Botschaften bespielt werden können. Als Eyecatcher zieht er die Aufmerksamkeit der vielen Hundert Menschen auf sich, die täglich im Gebäude ein- und ausgehen, weil sie dort arbeiten, Geschäftspartner besuchen oder Gast in einem der Restaurants sind.

Das Unternehmen Art-Invest, das bis November letzten Jahres den KölnTurm gemanagt hat, sah die Möglichkeiten des Medientresens noch nicht ausgeschöpft und fragte bei Professor Dr. Stefan Ludwigs, Studiengangsleiter Mediendesign an der RFH, an. Kurz darauf fanden sich unter der Leitung des Dozenten Tobias Groß fünf Studenten aus unterschiedlichen Semestern zusammen, um eine Bespielung des Medientresens zu entwickeln. Der neue Eigentümer des KölnTurms, Dream Global REIT, setzte die Zusammenarbeit ab November bis zum erfolgreichen Ende fort.

 

Von der ersten Idee zum fertigen Film

Der erste Aha-Effekt war der Ausblick. An einem Abend im September standen die fünf Studenten Christian Kaufmann, Frederik Zarek, Max Behlen, Jan-Erik Hühn und Thomas Friederich an einer breiten Fensterfront hoch oben im KölnTurm und überblickten das nächtliche Stadtpanorama – den angestrahlten Dom, die romanischen Kirchen, Häusermeer und Rheinauhafen, Colonius und Lanxess-Arena, inmitten von allem den Rhein mit den blinkenden Lichtern der Schiffe. „Da war eigentlich schon klar, dass sich die Kombination von KölnTurm und Stadtpanorama im Projekt wiederfinden sollte“, erinnert sich Christian Kaufmann.

Unterschiedlichste Konzepte wurden anschließend angedacht, diskutiert, zum Teil wieder verworfen. Abstrakte Zeichnungen auf den Bildschirmen im Entree des KölnTurms? – Der dortigen Business-Atmosphäre wohl eher nicht gerecht werdend. Bunte, laute Filmsequenzen aus Kölner Veedeln? – Würden zu sehr von der notwendigen Kommunikation der Besucher mit den Empfangs-Mitarbeitern ablenken.

Vier Konzeptideen wurden schließlich Ende Oktober den KölnTurm-Managern präsentiert. Recht einstimmig fiel die Entscheidung, den Film „Köln.Turm.Stadt“ umzusetzen. Die Idee: Der KölnTurm und die Stadt sollen aus völlig neuen Perspektiven gezeigt werden. Am Computer erzeugte wechselseitige Spiegelungen des KölnTurms in anderen bekannten Kölner Gebäuden lassen den KölnTurm per Zeitraffer einen Tag die Stadt durchwandern. Die Wirklichkeit wird so gleich mehrfach auf den Kopf gestellt. Zum einen wird eine Immobilie mobil und zum anderen kommt der KölnTurm zur Stadt. In der Realität ist es andersherum: In der Fassade des höchsten Bürogebäudes lässt sich Köln in Bildern ablesen, die Stadt kommt hier also gewissermaßen zum KölnTurm.

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Rund 500 Stunden investierten die Mediendesigner in ihr aufwendiges 3D-Projekt. Allein die Rechnerzeit machte durch die langen Rendering-Zeiten rund 300 Stunden aus. Die Studenten realisierten dabei alles mit ihren eigenen PCs – viele 3D-Zeichnungen von Kölner Gebäuden, Berechnungen für Spiegelungen und Schattenspiele – und ließen die Computer so manche Nacht lang heiß laufen. Rund drei Minuten ist der fertige Film jetzt lang und zeigt, wie sich die Architektur des KölnTurms in Dialog mit anderen architektonischen Bekanntheiten der Stadt begibt.

 

Zufriedenheit auf allen Seiten

 

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In der vergangenen Woche haben die Studenten ihr Projekt abgeschlossen, mit großer Zufriedenheit auf allen Seiten. „Ich danke alle Beteiligten für die angenehme und vertrauensvolle Zusammenarbeit, ihre Motivation, Begeisterung und nicht zuletzt das großartige Ergebnis!“, so Johannes Nussbaum, Investment Manager bei Art-Invest. „Ich habe sogar schon vereinzelt Feedback von Mietern erhalten, das durchweg positiv war. Auch der Architekt von msm, der 2013 den Lobby-Umbau geleitet hat, ist begeistert.“

„Mediendesign ist ein anspruchsvolles Berufsfeld, welches neben der Breite der Medien – von Print über Web bis hin zum Film – auch einer sich ständig ausdifferenzierenden Formatvielfalt begegnet. Wir achten im Studiengang darauf, den Studierenden diese Vielfalt in anschaulichen Projektszenarien nahezubringen. Das Ergebnis zeigt, dass wir auf Basis dieses Ansatzes auch Herausforderungen wie die des KölnTurms gut annehmen können. Unsere Studenten haben hervorragende Arbeit geleistet“, lobt Professor Ludwigs.

Und Dozent Tobias Groß, der selbst als Gründer und Inhaber der Agentur großgestalten kommunikationsdesign ein mit mehrfachen Reddot-Awards ausgestatteter Mann der Praxis ist, ergänzt: „Wir schicken unsere Studenten bewusst aus dem Elfenbeinturm der reinen Lehre hinaus. Die Auseinandersetzung mit realen Kunden, in diesem Fall auch mit realer Architektur, Innenarchitektur und Design, die dafür notwendigen Recherchen, Analysen und die Anpassung des Gelernten tragen erheblich dazu bei, dass sie Mediendesigner werden, die sinnhafte und begründete Gestaltung entwerfen, vermitteln und präsentieren können.“

 

Der Film „Köln.Turm.Stadt“ wird in den nächsten Wochen immer wieder auf dem Medientresen des KölnTurms zu sehen sein.

 

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