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07.05.2015

Medien – Macht, Ohnmacht, Strukturwandel

Stern-Journalist und Buchautor Rainer Nübel ist am 28. Mai 2015 zu Gast an der RFH Köln. In seinem Vortrag „Medien – Macht, Ohnmacht, Strukturwandel“ gewährt er Einblicke hinter die Kulissen der „vierten Gewalt“.

Was die hintergründige Kenntnis über Medien angeht, lebt die Mehrheit der Bevölkerung noch fast in der Steinzeit. Nur ein kleiner Teil – medienerfahrene Macher aus Politik, Wirtschaft und öffentlichem Leben – weiß genau um die Spielregeln, das Innenleben, die Geheimnisse, Tricks und Kniffs der Presse, beherrscht die Klaviatur der medialen Inszenierung. Dagegen kennen viele Menschen, insbesondere junge, nicht den elementaren Unterschied von Nachricht und Meinung. Auch deshalb, weil immer mehr Medien selbst die Grenzen verschwimmen lassen. Und weil Medien von anderen Gewalten zwar gerne Transparenz einfordern, in eigener Sache aber oft merkwürdig verschlossen sind.

Die Bürgerinnen und Bürger wollen und müssen wissen, wie es hinter den Kulissen der „vierten Gewalt“ in dieser Demokratie aussieht und zugeht. Oder was es mit der Krise der Medien auf sich hat, die nicht nur eine ökonomische ist. Und vor allem: was die allgegenwärtige Digitalisierung für die mediale Entwicklung bedeutet, worin die demokratischen Chancen, aber auch Fallstricke des grundlegenden Strukturwandels liegen, der eine Neuvermessung der medialen Landschaft nötig macht.

Ziel des Vortrages ist es, die hintergründigen Strukturen und Spielregeln von Medien zu vermitteln und darüber zu diskutieren. Nur so kann in dieser Mediengesellschaft die dringliche, fundierte Diskussion darüber entstehen, wie glaubwürdig oder „korrupt“ die Presse ist, wo ihre Grenzen sind oder sein müssen, welche Macht sie hat, wie sie Meinung macht, wie weit sie ihrem demokratischen Auftrag nachkommt oder nicht – und in welche Zukunft sie geht.

 

Über den Referenten

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Rainer Nübel, Jahrgang 1959, studierte Germanistik und Geschichte, arbeitete als Redakteur zunächst bei der Nürtinger Zeitung, danach bei den Stuttgarter Nachrichten, zuletzt als Chef des Recherche- und Reportageteams. Seit 2000 ist er Mitglied der Weinstädter Reportageagentur Zeitenspiegel und Mitarbeiter des Magazins stern. 2008 wurde er als „Journalist des Jahres“ in der Kategorie „Regionale Autoren“ ausgezeichnet. Er ist Autor und Co-Autor mehrerer Sachbücher, zuletzt „Aufbrechen. Wie Sehnsucht die Gesellschaft verändert“ (2012) und „Geheimsache NSU“ (2014). Seit 2001 ist er als Dozent an mehreren Hochschulen tätig. Sein ehrenamtliches Bildungsprojekt „Lernen als Recherche“ setzt er seit 2009 in baden-württembergischen Schulen aller Arten um. Er lebt mit seiner Familie im schwäbischen Beuren.

 

Die RFH freut sich, Rainer Nübel als Gastreferenten bei sich begrüßen zu dürfen, und lädt alle Interessierten zum Vortrag ein.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Termin: Donnerstag, 28. Mai 2015, 16:00 Uhr
Ort: Rheinische Fachhochschule Köln, Schaevenstraße 1a-b, Raum 015/016

 

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