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12.05.2015

Technologischer Fortschritt und demografischer Wandel

Im Rahmen des Themenjahres „Älter – Bunter – Kölner“ der Kölner Wissenschaftsrunde fand an der RFH ein Vortragsabend statt, zu dem alle interessierten Kölner Bürger eingeladen waren. Fünf RFH-Professoren beleuchteten in spannenden Kurzvorträgen die Herausforderungen des technologischen und demografischen Wandels aus betriebswirtschaftlicher, psychologischer, medizinischer und technologischer Perspektive.

Non-territoriale Büros mit Tagesschließfächern, Denkerzellen und Meeting Points: Prof. Dr. Beate Gleitsmann präsentierte Beispiele für innovative Bürokonzepte, zeigte Spannungfelder auf, die sich durch den steigenden Altersdurchschnitt in Unternehmen ergeben, und stellte Strategien zur Lösung von Nachwuchsproblemen und Generationskonflikten vor.

Prof. Dr. Christian Bosau erläuterte in seinem Vortrag, wie durch die regelmäßige Nutzung von Facebook die Angst entsteht, etwas zu verpassen (auch Fear of missing out, kurz FOMO genannt), und wie diese Angst letztlich zur Facebook-Sucht führen kann.

Mit Mediensucht im Kindes- und Jugendalter aus medizinischer Sicht beschäftigt sich Prof. Dr. Rainer Riedel, der an dem Abend interessante Ergebnisse aus der aktuellen Forschung zu diesem Thema präsentierte.
Das Projekt „BLIKK-Medien“ ist ein Forschungsprojekt, in dem die kindliche sowie jugendliche Entwicklung unter Berücksichtigung des Mediennutzungsverhaltens erforscht wird. Dieses Projekt wurde vom Institut für Medizinökonomie & Medizinische Versorgungsforschung in Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte entwickelt.

Prof. Dr. Jarek Krajewski führte in seinem Vortrag eindrücklich vor Augen, wie Emotionserkennungstechnik für mehr Sicherheit im Straßen- und Flugverkehr sorgen könnte. Er stellte verschiedene berührlose Messverfahren vor, mit denen über die Erfassung von Biosignalen auf Müdigkeit, Alkoholisiertheit oder Überforderung geschlossen werden kann.

Wie der 3D-Druck die Welt revolutioniert, wurde im letzten Vortrag von Prof. Dr. Kai Thierhoff deutlich. Bereits heute erlaube dieses neue, additive Fertigungsverfahren eine einfache, schnelle und kostengünstige Herstellung von Bauteilen, wie etwa passgenauen Prothesen, Implantaten, Herzklappen und Schuheinlagen. Es sei nur eine Frage der Zeit, so Thierhoff, bis das Drucken von Organen aus körpereigenem Zellmaterial möglich sein werde.

Neben den Vorträgen bot sich den Gästen die Gelegenheit, in einen Alterssimulationsanzug zu schlüpfen und die körperlichen Einschränkungen eines älteren Menschen nachzuempfinden.

 

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