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16.03.2015

Werbung der dritten Dimension

Forschungsreihe zur Werbewirkung von 3D-Technologie

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Dreidimensionale Projektionen kennen wir bislang vor allem aus dem Kino oder Fernsehen. Ob wir mittels 3D-Brille das Gefühl bekommen, mittendrin zu sein im filmischen Abenteuer, oder uns projizierte Bilder von Menschen oder Dingen in Science-Fiction-Welten eine Technik der Zukunft suggerieren – mit alltäglichem Leben hat das Ganze für uns jedenfalls wenig zu tun. Doch was derzeit vielleicht noch als technische Innovation oder Zukunftsszenario erscheinen mag, wird mehr und mehr Realität.

Die sogenannte Autostereoskopie macht es möglich – eine Technologie, die durch zeitgleiche Projektion mehrerer Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven einen dreidimensionalen Tiefeneindruck entstehen lässt. Damit werden auch Hologramme erzeugt, die zunehmend für Werbezwecke und zur Markeninszenierung eingesetzt werden. Sie üben eine besondere Wirkung auf ihre Rezipienten aus und können deren Aufmerksamkeit gezielt steigern, so die Annahme von Prof. Dr. Beate Gleitsmann, Dozentin und Leiterin des Studiengangs Medienwirtschaft an der Rheinischen Fachhochschule Köln: „Hologramme faszinieren jeden Menschen.“ Inwiefern diese Faszination den Kauf eines Produkts beeinflusst, Sympathie oder Missfallen auslöst und welche Altersgruppen wie motiviert werden, will sie im Rahmen einer Forschungsreihe herausfinden.

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Leiterin der Forschungsreihe: Prof. Dr. Beate Gleitsmann

Die erste Phase hat bereits im April 2014 begonnen. Darin beschäftigen sich Studierende des ersten Semesters konzeptionell mit 3D-Technologie und ihren Einsatzmöglichkeiten in der Medienbranche. Ab März 2015 sollen sie dann in einem zweiten Schritt durch experimentelle Projektarbeiten herausfinden, wie genau Hologramme Menschen aktivieren und ob es signifikante Unterschiede zwischen Älteren und Jüngeren gibt. Hierzu will Gleitsmann Testpersonen mit holografischen Darstellungen konfrontieren und ihre Reaktion messen. Zum Einsatz kommen Methoden der ethnografischen Forschung sowie Experimente mit versteckter Kamera und dem RFH-eigenen Eye-Tracker. Der Tracker zeichnet die Blickbewegung der Augen auf und ermöglicht so Rückschlüsse auf die Gemütsverfassung der Probanden. Aufbauend auf diesen Ergebnissen sollen in der dritten Phase in Zusammenarbeit mit Werbeagenturen und Markenherstellern Feldversuche und größere empirische Studien durchgeführt werden.

Die Konzeption der Forschungsreihe entspricht laut Gleitsmann auch dem pädagogischen Anspruch der Hochschule, wissenschaftliche Ausbildung, Praxisnähe und interdisziplinäre Arbeitsweise zu verbinden. Die Studierenden sollten „hautnah“ erleben, wo ihre Forschungsfragen Anwendung finden und was es alles zu entdecken gibt.

Kontakt:
Prof. Dr. Beate Gleitsmann

E-Mail:

 

Dieser Artikel ist erschienen in:
fh 21. Lebendige Forschung an Fachhochschulen in NRW, hg. v. Projekt „Lebendige Forschung an Fachhochschulen in NRW" c/o zefo | Zentrum für Forschungskommunikation, Journal 2014/2015.

 

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