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21.01.2016

BCM-Nominierung für RFH Studentin

Der Berufsverband der Compliance Manager (BCM) zeichnet jedes Jahr eine herausragende Abschlussarbeit aus dem Bereich Compliance Management mit dem Nachwuchsförderpreis aus. Unter den drei Nominierten war auch RFH-Studentin Franziska Weyand (Wirtschaftsrecht LL.B.) mit ihrer Bachelor-Arbeit zum Thema „Gelebte Compliance in Unternehmen durch interne Akzeptanz der Mitarbeiter - Rahmenbedingungen für Compliance-Awareness“. Die festliche Preisverleihung fand Ende des Jahres 2015 statt im Rahmen eines Galadinners in Berlin. Der Bundeskongress Compliance Management gilt als jährliches Highlight der Verbandsaktivitäten.

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1. Preis: Janina Oberkersch, Marieke Funck, Franziska Weyand, Hon.-Prof. Dr. Siepelt - RFH (v.l.n.r.)

Als sie die Information über die Nominierung erhielt, war sie freudig überrascht. Franziska Weyand hat im Rahmen ihres Wirtschaftsrechtsstudiums (LL.B.) an der RFH als Schwerpunkt den Fachbereich Compliance gewählt und war von Anfang an begeistert „Ich finde bis heute, dass es eines der interessantesten Schwerpunktsmodule ist“. Vor dem Hintergrund wollte sie ihre Bachelor-Arbeit auch zu einem Thema schreiben, dass mit dem Schwerpunktsmodul in direktem Zusammenhang steht. Mit Hilfe guter Ratschläge ihres Bachelor-Thesis- Betreuers Herrn Ass. jur. Erus und auch von Herrn Hon.-Prof. Dr. Siepelt hatte sie sich letztlich für das Thema entschieden und damit eine noch wenig erforschte Lücke gefunden: Im Zentrum der Betrachtung ihrer Arbeit steht die Mitarbeiterakzeptanz, die auf diesem Fachgebiet bis dato immer als erwünschtes Nebenprodukt gesehen wurde. „Die Relevanz der Mitarbeiterakzeptanz fällt in diesem Zusammenhang immer wieder an Kernstellen auf, wurde aber nach meinem Ermessen bislang nicht richtig in den Fokus genommen. Ich fand es daher spannend zu untersuchen, inwiefern die Funktionalität und "Lebendigkeit" eines Compliance-Management-Systems (CMS) letztlich von dem Verhalten und der Akzeptanz aller Mitarbeiter, nicht nur der Führungsebene abhängt.“

Compliance Manager aller Branchen sowie namhafte Redner aus Politik und Wirtschaft waren in Berlin zu dem Bundeskongress zusammenkommen. „Der Kongress war sehr spannend für mich und ich konnte viele interessante Vorträge hören und Bekanntschaften machen. Für mich eine ganz neue Erfahrung, so viele Fachleute aus dem Bereich Compliance auf einem Fleck anzutreffen. Die Teilnahme ist normalerweise diesem Fachkreis vorbehalten und selbst für Mitglieder des Berufsverbandes mit einem nicht ganz unerheblichen finanziellen Aufwand verbunden. Schon allein daher war dies zwar nicht der Hauptpreis, aber eine sehr schöne Anerkennung für mich“, so Franziska Weyand.

Für Hon.-Prof. Dr. Siepelt war das hervorragende Abschneiden von Franziska Weyand gleich doppelt erfreulich, da im Vorjahr ein weiterer Student der RFH, Herr Tim Heyl, der auch den Schwerpunkt Compliance besucht hatte, ebenfalls zu den erfolgreich Nominierten gehörte, was die hohe Qualität der Studienleistung belegt.

Die Thesis setzt sich mit der Problemstellung auseinander, inwiefern „gelebte Compliance” durch die interne Akzeptanz der Mitarbeiter beeinflusst werden kann. In Ihrer Arbeit untersucht Franziska Weyand drei große Hauptaspekte: Die Notwendigkeit von Mitarbeiterakzeptanz, die Akzeptanz durch präventive Rahmenbedingungen und die Prävention mit Bezug zum Arbeitsrecht. In diesem Zusammenhang hat die Studentin Grundlagenwissen zusammengetragen und mit Hilfe einer eigenen Online-Umfrage und Fremduntersuchungen verschiedene Erkenntnisse gesammelt und Rückschlüsse gezogen. Es wurde sowohl deutlich, dass das Verhalten der Mitarbeiter ausschlaggebend ist für das ganzheitliche Organisationsmodell im Sinne der Corporate Compliance, als auch, dass jeder Mensch grundsätzlich zum Täter werden kann. Ihre Ausführungen verdeutlichen, aus welchen Faktoren menschliches Fehlverhalten resultiert und gibt Aufschluss darüber, wo und wie diesbezüglich in der Risikosteuerung anzusetzen ist. Und auch der Aspekt des Arbeitsrechtes im Bezug auf Akzeptanz fördernde Maßnahmen für die Mitarbeiter dürfe nicht außer Acht gelassen werden. So hat Franziska Weyand abschließend die verschiedenen Bedingungen herausgearbeitet, die den Rahmen bilden, um „gelebte Compliance” durch interne Akzeptanz der Mitarbeiter zu fördern und zu stärken.

Mit dieser Arbeit gehörte Franziska Weyand beim Bundeskongress für Compliance Management in Berlin zu den drei Finalistinnen für den Nachwuchspreis. Hon.-Prof. Dr. Siepelt, der das Institut für Compliance und Corporate Governance (ICC) an der Rheinischen Fachhochschule leitet, und selbst nicht der Auswahlkommission als verleihender Laudator angehört, hat die drei nominierten Frauen dann ausgezeichnet und vorgestellt. Den ersten Platz belegte Janina Oberkersch mit dem Thema „Anwendbarkeit und Potenziale eines Compliance Management Systems in der Hotellerie - diskutiert am Beispiel der Lindner Hotels AG“. Neben Franziska Weyand wurde Marieke Funck nominiert mit der Arbeit „Analysen zu Einsatzmöglichkeiten der E-Discovery im Rahmen der kartellrechtlichen Risikofrüherkennung“. Darüber hinaus wurde in diesem Jahr erstmalig auch eine Dissertation gekürt, Dr. Christine Butscher.

Franziska Weyand hat im vergangenen Juli den Bachelor of Laws, LL.B. an der RFH erfolgreich absolviert und konnte dank früherer Studien- und Berufserfahrungen im September das Masterprogramm der RFH im Fachbereich Compliance und Corporate Security, LL.M. direkt beginnen. „Durch das interaktive Angebot dieses Masterprogrammes bin ich gleichzeitig aktiv auf der Suche nach einer passenden Arbeitsstelle und bewerbe mich momentan vor allem natürlich auf Stellen, die mit meinem Schwerpunkt kompatibel sind.“

http://www.bundeskongress-compliance.de/rueckblick-2015/

 

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