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25.06.2016

Erfolgreicher Medienkongress #True Content

Über die Marketing Zukunft, im Besonderen über das Pro & Contra des Content-Marketings diskutierten namhafte Branchenvertreter beim 11. Kölner Medienkongresses #True Content in der Kölner Wolkenburg. Die Macher des Kongresses, Prof. Dr. Beate Gleitsmann, Studiengangsleiterin Medienwirtschaft sowie RFH-Studentinnen und Studenten des 3. Semesters freuten sich über reges Interesse von Studierenden und Gästen, die viel Experten-Know aus unterschiedlichen Perspektiven mitnehmen konnten.

Die Liste der Unternehmensvertreter las sich wie das „Who is who“ der deutschen Industrie, bemerkte Medien-Vizepräsident Prof. Dr. Barzen in seiner Begrüßungsrede in der sehr gut besetzen Wolkenburg. Dass so viele ausgezeichnete Referenten, Gäste, Studierende und Alumni gekommen waren, lag vor allem an drei Voraussetzungen: das Thema Content-Marketing ist hoch aktuell. Die Referenten hatten großes Interesse und Spaß daran, mit Kollegen/-innen in Köln zu diskutieren und Studierenden ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu vermitteln. Nicht zuletzt ist es Prof. Dr. Beate Gleitsmanns Gespür für die richtigen Themen, den richtigen Mix an Referenten und ihrer Hartnäckigkeit zu verdanken, dass der Medienkongress so erfolgreich war. „Ich wollte auf diesem Kongress unbedingt, dass kontrovers diskutiert wird,“ sagte sie im Anschluss der Veranstaltung. In einer Sache waren sich die Referenten einig: am Thema Content-Marketing kommt niemand vorbei, aber nicht nur die Inhalte müssen stimmen, sondern auch die Umsetzung bzw. die Strategie ist wichtig. Einige wichtige Thesen der Referenten:

„Unternehmen brauchen Geduld für eine Content-Strategie. Viele haben den Fehler gemacht, für Content-Marketing-Projekte Dienstleister zu beauftragen, ohne sich vorher über die wesentlichen Fragen Gedanken gemacht zu haben. Es geht darum, dass Unternehmen es schaffen, mit richtigen guten Inhalten Vertrauen aufzubauen. Denn wenn wir ein Problem haben, dann ist es die schwindende Kundenloyalität.“ (Doris Eichmeier, Content-Strategin, München)

„Wir müssen uns fragen: Was sind meine Ziele, was sind die Stakeholder, die ich erreichen will. Habe ich Botschafter, die die Story gut transportieren können? Welche Kanäle ich brauche, entscheide ich abhängig von der Marke. Mit Content-Marketing kann ich meine Kunden direkt erreichen und binden.“ (Klaus Eck, Geschäftsführer d.Tales, München)

„Content-Marketing wird in der Industrie verwendet, um irgendetwas zu verkaufen. Ob es Sinn macht oder nicht. Es ist wirklich eine Goldgräberstimmung auf dem Gebiet. Jeder verkauft Content, jeder versteht etwas anderes unter Content. Unternehmen geben viel Geld aus, auch für Unsinn. Content braucht ein Medium. Wir müssen uns aber vor allem um den Content kümmern.“ (Ernst Primosch Chairman & CEO Hill+Knowlton, Düsseldorf)

„Die Contentdiskussion dreht sich zu sehr um Gefäße und Prozesse und zu wenig um den eigentlichen Inhalt, der Menschen bewegen soll.“ (Christoph Korittke, Jung von Matt, Hamburg)

In der Podiumsdiskussion
wurden die Ansätze und Schwerpunkte der einzelnen Referenten dann noch mal in größerer Runde vertieft und zum Teil kontrovers diskutiert. Eine Frage, die Prof. Dr. Beate Gleitsmann als Moderatorin der Runde mit Nachdruck und durchaus provokativ thematisierte, hat sich nicht geklärt: „Haben wir verlässliche Zahlen, haben wir Analysen, um zu sagen, Content-Marekting lohnt sich, weil…?“ Klaus Eck verwies in dem Zusammenhang auf die Wirkung der EDEKA-Weihnachtskampagne „Heimkommen“ von Jung von Matt auf das anschließend reduzierte Kaufverhalten in der Supermarktkette. Christoph Korittke bestätigte diese Kausalität nicht, machte aber deutlich, dass sich im Vorfeld die Frage gestellt werden muss, inwieweit Content einer Marke an Aktivität kaputt macht oder auch nicht. Das sei ein Regler, den man einstellen müsse. Die Edeka-Kampagne hätte in jedem Fall für „awareness“ gesorgt. RFH Student Babak Zand hatte zu dem Aspekt am Ende des Kongresses allerdings noch die Gelegenheit, erste Ergebnisse aus seiner Bachelor-Arbeit "Wie Unternehmen den Erfolg ihres Content-Marketing steuern und messen können" vorzutragen.

Nach der Mittagspause gab Christian Solmecke (Anwalt für Medienrecht, Wilde Beuger Solmecke, Köln) unterhaltsam und sehr praxisnah Einblicke in rechtliche Aspekte des Content-Marketings. Hier konnten auch aus dem Publikum viele Fragen geklärt werden. Jan Golka (Team Lead Web Analytics MSO Digital, Osnabrück) referierte über “Smart Data statt Big Data im Content-Marketing”.

Ausschnitte aus den Vorträgen sowie Statements auf dem RFH-Youtube Channel: http://bit.ly/28TWZLG

Am Schluss der Veranstaltung gab es viele positive Rückmeldungen, eine davon fasst die Stimmung gut zusammen: „Das waren sehr viele Eindrücke. Gut, dass man den Begriff Content-Marketing aus so vielen verschiedenen Perspektiven betrachtet hat, von der Unternehmensseite, der Werberseite oder von der rein strategischen Seite. Das ist ein schöner, großer Rundumschlag, den wir heute hier heute mitgenommen haben und viele Ideen“, so Kim Wittfeld, ehemaliger RFH-Student und Geschäftsführer von Dunckelfeld, einer digitalen Kreativagentur.

Die (Marketing-)Welt dreht sich schnell, aber Content-Marketing wird in der Branche noch lange ein wichtiges Thema sein, vermuten alle Referenten/-innen. Der nächste Medienkongress mit einem neuen, spannenden Thema ist aber schon in Planung.

www.medienkongress-koeln.de

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