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22.11.2016

Good design can change the world – 10. Forum Mediendesign

Der Studiengang Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule Köln hatte geladen und acht namhafte Designer und rund 650 Besucher waren gekommen. Das 10. Forum Mediendesign – unter Prof. Martin Teschners Leitung von RFH-Studierenden exzellent organisiert – stand unter dem Motto „Designspuren“ und zog erneut ein breites Publikum an. Studierende, Kreative und Designbegeisterte konnten die Energietanks auffüllen und Inspirationen bunkern. Die „Denkmaschinen“ liefen auf Hochtouren und die Herzen rasten. Das 10. Forum Mediendesign feierte ein rauschendes Jubiläum.

 

Designspuren zwischen gestern und morgen

Viel Zukunftsmusik zum Thema Design gab es direkt zu Beginn von Jochen Rädeker. In seinem Vortrag fand er Antworten und vor allem Argumente für eine optimistische Aussicht auf die Disziplin Design und den Beruf des Gestalters. „Wir haben die Verantwortung, die Welt ein bisschen schöner zu machen. Mit dem, was wir gestalten und bewegen, verändern wir die Welt.“ Gerade die Digitalisierung in allen Lebensbereichen schafft für Designer ein großes Betätigungsfeld und eine kreative Spielwiese. In der heutigen Gesellschaft, in der die Digitalisierung eine immer größere Rolle spielt, geht es darum, Dinge zu kreieren, Kommunikation zu vereinfachen und Marken zu einem Erlebnis zu machen.

Zum Abschluss spannte Branchen- und Kreativlegende Eike König einen weiten Bogen von der Vergangenheit in die Zukunft. Seine eindringliche Botschaft an gestandene und künftige Gestalter: Gute Designer haben Spaß bei dem, was sie tun und sind offen für vielfältige gesellschaftliche und kulturelle Themen. Und wenn es drauf ankommt – bei gestalterischen und strategischen Herausforderungen – sind Designer mutig, zeigen Haltung und gehen beherzt Risiken ein.

Visueller Spurenrausch zwischen Keilschrift, Fotoleim und digitalen Visionen

Dazwischen lagen intensive und inspirierende Vorträge, in denen sechs weitere renommierte Designer ihre Positionen und Werke zum Thema vorstellten und spannende Einblicke in die Zukunft gaben:

Uli Staiger, Fotograf und Digital Artist, stellte mit der Präsentation seiner digitalen Visionen unterhaltsam und eindringlich den Übergang von konventioneller Arbeit zu freier kreativer Entfaltung dar und mahnte dabei die Besinnung auf gutes, solides Handwerk an.

Der Ausstellungsdesigner Stefan Nowak zeigte eindrucksvoll, wie er sich bei der Konzeption seiner Projekte immer wieder auf die Suche nach Möglichkeiten und Strategien begibt.

Ilka Helmig und Johannes Bergerhausen stellten Phänomene und Zeichen (von der Keilschrift bis zum Emoji-Piktogramm) aus benachbarten Disziplinen vor und zeigten deren Bedeutung für die Gestaltung. Dabei präsentierten sie in einem sehr visuellen Vortrag sowohl eigene Arbeiten als auch historische und aktuelle Positionen aus Kunst, Design und Wissenschaft.

Am Abend kam ein weiterer König auf die Bühne: Ralf König, begnadeter (Comic-)Zeichner, Grenzgänger zwischen Witz und Irritation. Photoshop ist ihm fremd und überhaupt scheut er möglichst die Tastatur (die Studierenden nahmen es mit ungläubigem Staunen zur Kenntnis). Zeichnen erlebt er immer noch als sinnliche Tätigkeit, mit Papier, Stift, Schere und Fotoleim. Er rahmte seine Ausführungen mit höchst unterhaltsamen Kostproben aus seinen Comics ein, die dem Publikum Lachtränen in die Augen trieben.

Guido Heffels, Kreativchef der Berliner Agentur Heimat, hat mit einigen seiner vielfach prämierten Arbeiten die Grenzen dessen, was bei Auftraggebern durchsetzbar ist, präsentiert; er betonte dabei deutlich, dass heute für außergewöhnlich kreative Arbeiten auch außergewöhnliche Kreative gebraucht werden. Mit seinen Erkenntnissen konnte er das Publikum begeistern und machte Mut, die Herausforderungen als Designer zu meistern.

Impressionen

Kreativer Spielplatz zwischen Leidenschaft und Forschung

Das 10. Forum Mediendesign wirkte inspirierend, gab Einblicke in Experimente, förderte den Austausch von Fachwissen und war ein kreativer Spielplatz zum Netzwerken für Kommunikationsprofis und Studierenden. Im Foyer gab es eine Ausstellung von gestalterischen Arbeiten und kreativen Projektergebnissen aus dem Studiengang Media Design zu sehen. Das pralle Programm gefiel, die Resonanz der Besucher fiel ausnahmslos positiv aus.

„Neben all der Zukunftsmusik zum Thema Design können wir aus einem wunderbaren Tag neue Perspektiven und Blickwinkel zum Designprozess mitnehmen,“ resümiert Prof. Martin Teschner, Manager und Leiter des Forum Mediendesign. „Spannend zu sehen, wie unterschiedlich Designer das angehen – die einen inspiriert von Leidenschaft, Musik und Kultur, andere gehen sehr analytisch vor und fühlen sich im Bereich der Designforschung zu Hause. Die Arbeitsproben der Gestalter haben eindrücklich gezeigt, in welch unterschiedlichen Bereichen Designer Spuren hinterlassen und die Welt nachhaltig mitgestalten und prägen.“

Prof. Dr. Stefan Ludwigs, Studiengangsleiter des Media Design-Studiums (Vollzeit) ergänzt: „Das Forum ist eine großartige Orientierungsplattform für unsere Studierenden, auf der sie sich mit den besten Agenturen und Dienstleistern vernetzen können. Ich denke, dass die Botschaft ‚Hinterlasse auch deine Spuren!’ sehr gut rübergekommen ist.“

Das Forum Mediendesign
Seit 10 Jahren findet jedes Jahr im November das Forum Mediendesign in Köln statt. Mit rund 600 Teilnehmern und vielen renommierten Sprechern gehört es zu den regional wichtigsten Kreativ-Events. Veranstaltet vom Studiengang Mediendesign der Rheinischen Fachhochschule Köln, ist es das größte regelmäßig stattfindende Mediendesign-Event, welches von einer Hochschule durchgeführt wird. Die Liste der Forum-Alumni liest sich wie ein „Who is who“ der Kreativszene. In einer inspirierenden Mischung von Vorträgen erörtern einflussreiche Designer und Gestalter gesellschaftliche Trends, Ideen, Konzepte, neue Technologien und die Grundsätze guter Gestaltung.

 

Interviews

 

 

 

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