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04.11.2016

RFH bringt archäologische Steine zum sprechen

Die RFH hat in Kooperation mit der Universität zu Köln erstmals 3-D-Drucke von archäologischen Steinfunden gefertigt und damit ein Novum geschaffen. Die 3-D-Drucke sind zu sehen in der vom Yunus Emre Enstitüsü Köln (YEE) organisierten Ausstellung im Rahmen einer Ringvorlesung des Zentrums für die antiken Kulturen des Mittelmeerraums der Universität zu Köln sowie dem YEE mit dem Titel „Die Stimme der Steine“.

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Die Inschriften auf antiken Monumenten, die in archäologischen Ausgrabungsstätten und Museen zu sehen sind, werden in ihrer Bedeutung und Funktion oft nicht adäquat verständlich gemacht. Die Ringvorlesung und Ausstellung verfolgen daher das Ziel, die Stimmen von beschrifteten Steinen und Gegenständen wieder lebendig zu machen und das Bewusstsein für ihre einst beabsichtigte Wirkung auf Betrachter und Leser zu schärfen.

Dazu konnte die RFH nun bedeutend beitragen und durch einen 3-D-Druck erstmals eine gegenständliche Reproduktion der Steine erfassen - auch der filigranen Elemente der eingemeißelten Schrift. Das war bislang unversucht. Mit den teils im handlichen 1:10-Format und bei einem kleineren Stück auch 1:1 erstellten dreidimensionalen Ausdrucken hat die RFH für die vom YEE organisierte Ausstellung ein Werk geschaffen, das den archäologischen Steinen nun auch eine fassbare Dimension verleiht.

RFH-Präsident Prof. Dr. Martin Wortmann, der vor einigen Jahren gemeinsam mit Prof. Dr. Jürgen Hammerstaedt (Universität zu Köln) in die Türkei nach Oinoanda reiste, um sich dort die archäologischen Fundstätten anzuschauen und Ausgrabungen zu begleiten, freute sich über die Entwicklung dieser Kulturreise: „Durch den 3-D-Druck ist eine andere Betrachtung der kulturellen Gegenstände möglich. Diese interdisziplinäre Arbeit hat mich an dem Projekt gereizt. Es ist nicht das erste Mal, das die RFH so etwas umsetzt, in dem Fall war es aber eine Herausforderung.“

Zwar verfügt die RFH über mehrere der derzeit modernsten 3D-Druck-Apparaturen. Dennoch bedeutete es für die wissenschaftlichen Mitarbeiter Benedikt Thimm und Julian Gauder erheblichen Aufwand, die am besten geeignete Apparatur und Methode für diese keineswegs banale Aufgabenstellung zu identifizieren und anschließend in Zusammenarbeit mit Prof. Hammerstaedts Projektmitarbeiter Konrad Berner von der Hochschule für Wirtschaft und Technik in Karlsruhe einen Ausdruck mit den sauberen Ergebnissen zu erzielen, die in der Ausstellung nun präsentiert werden.

„Ich danke Benedikt Thimm und Julian Gauder für ihre Unterstützung und erfolgreiche Arbeit, der Universität zu Köln, Prof. Dr. Jürgen Hammerstaedt für diese besondere Kooperation und Dr. Yilmaz Bulut vom Yunus Emre Enstitüsü Köln für die Ermöglichung dieser Ausstellung“, so Prof. Dr. Martin Wortmann.

Die Ausstellung ist montags bis freitags zwischen 10 bis 17 Uhr im Yunus Emre Enstitüsü Köln (YEE), Neumarkt 35/37, Köln zu sehen.

 

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