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13.03.2017

Erste Schulung zum Deutschen Nachhaltigkeitskodex an der RFH durchgeführt

Das Thema Nachhaltigkeit gewinnt auch auf europäischer Ebene zunehmend an Bedeutung: Ab dem Geschäftsjahr 2017 müssen auch kleinere und mittelständische Unternehmen über Nachhaltigkeit berichten – und zwar europaweit. Eine Hilfestellungen sind Schulungen, wie sie am Freitag, 3. März 2017 erstmalig der DNK-Schulungspartner concern GmbH unter Leitung von Dr. Anne Fries zusammen mit dem Institut für Compliance und Corporate Governance (ICC) der RFH, Prof. Dr. Stefan Vieweg, durchgeführt hat.

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Bisher haben zumeist nur größere Unternehmen ihre Ergebnisse im Bereich der Nachhaltigkeit, jenseits der Finanzzahlen, ihren Stakeholdern berichtet. Diese sogenannten CSR-Berichte (CSR steht für Corporate Social Responsibility, also der sozialen, ökologischen und gleichzeitig ökonomischen Nachhaltigkeit) sind dabei sehr aufwendig, die Datenerhebung eine große Herausforderung, der mit entsprechenden Ressourcen begegnet wird. Doch das Thema Nachhaltigkeit gewinnt auch auf europäischer Ebene zunehmend an Bedeutung: Ab dem Geschäftsjahr 2017 müssen auch kleinere und mittelständische Unternehmen über Nachhaltigkeit berichten – und zwar europaweit. Die entsprechende europäische Direktive aus dem Jahr 2014 ist jetzt in Deutschland im Endspurt der Gesetzgebung. Damit wird es ernst für viele „KMUs“ (Klein- und mittelständische Unternehmen), zunächst für kapitalmarktorientierte Unternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitern und einer Bilanzsumme von mehr als € 20 Mio bzw. einem Jahresumsatz von mehr als €40 Mio. Doch was Großunternehmen aus globalen Reporting-Initiativen wie dem UN Global Compact oder der Global Reporting Initiative (GRI) mit Hunderten von Merkmalen und Kennzahlen bereits umsetzen ist keineswegs mittelstandstauglich.

So hat der Rat für Nachhaltige Entwicklung – der die Bundesregierung berät – u.a. den Deutschen Nachhaltigkeitskodex (DNK) ins Leben gerufen. Mit Beschränkung auf das Wesentliche und 20 Kriterien aus den Bereichen Unternehmensstrategie, Prozessmanagement, Umwelt und Gesellschaft sowie umfassenden Hilfestellungen kann es gelingen, die Stakeholder umfassend zu informieren und gleichzeitig für die berichtenden Unternehmen einen Mehrwert zu generieren, der sich auch ökonomisch auswirkt.

Eine dieser Hilfestellungen sind Schulungen, wie sie am Freitag, 3. März 2017 erstmalig der DNK-Schulungspartner concern GmbH unter der Leitung von Dr. Anne Fries zusammen mit der RFH durchgeführt hat. Der Direktor des Instituts für Compliance und Corporate Governance (ICC), Prof. Dr. Stefan Vieweg, CFA, hat seitens RFH referiert. Die Teilnehmer der Schulung wurden zunächst über den Ansatzpunkt und Anwendbarkeit des DNKs informiert, im Anschluss wurde das theoretische Wissen anhand konkreter Nachhaltigkeitsberichte in Gruppenarbeit vertieft und Erfolgsfaktoren wurden diskutiert.

„Der DNK verspricht für Erstberichtende durch eine Vielzahl an nützlichen Hilfen die reale Chance auf eine Nachhaltigkeitsberichtserstattung mit Substanz: Erkenntnisse aus der DNK-Berichterstattung bieten den Unternehmen eine sehr gute Möglichkeit der eigenen Verbesserung und steht damit in einem guten Kosten-/Nutzen-Verhältnis. Dies gilt gleichermaßen auch für in der Nachhaltigkeitsberichtserstattung „erfahrener“ Unternehmen, da die Anschlussfähigkeit an häufig bereits praktizierte Berichte (bspw. GRI, UN Global Compact) gegeben ist.“ so Prof. Vieweg. „Denn gut gemeint ist nicht notwendigerweise auch gut, wie das Beispiel „SOX“ (Sarbanes-Oxley Act) aus den USA zeigt: Dort wurde als Reaktion auf die Bilanzierungsskandale der Unternehmen Enron und Worldcom erhebliche Auflagen an alle Unternehmen erlassen mit Bezug zum US-Kapitalmarkt. Für manches (auch große DAX-) Unternehmen ist die Kosten-/Nutzen-Rechnung nicht aufgegangen und man hat sich vom US-Kapitalmarkt zurückgezogen.“

Aufgrund des vielversprechenden Teilnehmer-Feedbacks wird über zukünftige Angebote nachgedacht.

 

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