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Girls’ Day 2014

Auch in diesem Jahr war das Schülerlabor ing.process wieder fester Bestandteil des Girls’ Day an der RFH Köln und konnte wissbegierige Teilnehmerinnen der Jahrgangsstufen 5 bis 12 begeistern.

Der Andrang war auch in diesem Jahr sehr groß, sodass sich die Laborleitung entschloss, zwei weitere Teilnehmerinnen in das Programm mit aufzunehmen. Somit konnte eine Gruppe von 17 interessierten Schülerinnen einen ganzen Tag lang Technik an der Rheinischen Fachhochschule erleben und eigenständig Versuche durchführen.

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„Was ist Automatisierung und wofür brauche ich das eigentlich?“, lautete die erste Frage an diesem Tag. Die Mädchen konnten sich zu Beginn nicht allzu viel unter Begriffen wie „SPS Programmierung“ oder „PCS 7“ vorstellen. Doch nachdem sie sich in einigen Versuchen mit der Materie auseinandergesetzt hatten, kamen Verständnis und jede Menge Spaß auf. Insbesondere durch das eigenständige Arbeiten mit den jeweiligen Materialen konnten sich die Mädchen einen grundlegenden Überblick verschaffen, sodass spätestens zu diesem Zeitpunkt die Hemmschwelle überwunden war.

Eine Vielzahl an möglichen Versuchen machte die Auswahl nicht unbedingt leicht: Einfache Logikschaltungen und Grundverknüpfungen konnten erstellt, eine Ampelsteuerung sowie eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) programmiert werden, auch das Fertigen von elektrischen Baugruppen war möglich. Der beliebteste Versuch an diesem Tag war das Buttonspiel: Es gab zwei Schalter, die bei einer logischen Verknüpfung gleichzeitig aufleuchteten. Mit zwei Teilnehmerinnen konnte man versuchen, als erster die logischen Verknüpfungen herzustellen und damit beide Lichter zu aktivieren.

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Laborleiter Dipl.-Ing. Martin Doost war erfreut über so viel Engagement der Besucherinnen und versuchte jedem Mädchen bei der Durchführung der Experimente mit weiteren wertvollen Tipps und Erklärungen unter die Arme zu greifen. Neben den studentischen Hilfskräften stand auch die Diplom-Ingenieurin Stephanie Gramm zur Verfügung, um die Schülerinnen zu betreuen. Sie hat ihr Wirtschaftsingenieurstudium an der RFH abgeschlossen und freute sich berichten zu können, wie sie zur Technik fand und letztendlich auch zu ihrem Studium. Nach wie vor ist sie mit ihrer Berufswahl sehr zufrieden und konnte den Teilnehmerinnen ihre Erfahrungen als Frau in diesem Beruf schildern – wichtige Informationen, die neben der eigentlichen Neigung auch entscheidend für eine fundierte Berufswahl sind.

In der Mittagspause nutzten die Mädchen die Gelegenheit, sich bei Snacks und Getränken über das bisherige Programm und ihre Erfahrungen im Labor auszutauschen und Kontakte zu Ingenieuren aus der Praxis zu knüpfen.

Das Nachmittagsprogramm beinhaltete die Besichtigung der Bereiche Lasertechnik und Maschinenbau. Im Lastertechniklabor stellte Prof. Dr. Ulrich Russek zusammen mit seinem Laborteam seine aktuellen Experimente vor. Nach einer kurzen Vorstellung des Labors wurde ein Laser live vorgeführt. Hier erhielten die Teilnehmerinnen ein Andenken in Form eines mit ihrem Namen laserbeschrifteten Kugelschreibers.

Den Abschluss des Tages bildete die Vorstellung des Maschinenlabors. Hierbei konnten die Mädchen eine Materialanalyse durchführen, bei der sie Stahl- und Gusseisen untersuchten. Im Anschluss daran schauten sie sich ein Zwei-Cent-Stück durch ein Mikroskop an, was ihnen bewusst machte, wie wenig das menschliche Auge ohne ein solches Analysegerät erkennt. Als weiteres Highlight wurde der „Kerbschlagversuch“ durchgeführt, mit dem die Materialfestigkeit von Stahl unter Beweis gestellt wurde. Als kleines Souvenir erhielten die Schülerinnen einen Stempel, der vor ihren Augen mit einer automatischen Fertigungsmaschine hergestellt wurde.

Sowohl für die Teilnehmerinnen als auch für die mitwirkenden Personen erwies sich der Girls’ Day wieder als voller Erfolg. Die Mädchen konnten aus dem Erfahrungsspektrum der Technikteams schöpfen und die Ingenieurwissenschaft hautnah erleben. Mit der Kombination aus Neugierde und Lernbereitschaft ist es für beide Seiten immer wieder eine Freude, einen solchen Tag gemeinsam zu verbringen.

 

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