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Signalgenerator „PicoDDS“ erleichtert den Laboralltag

Elektrotechnik-Student Marc Niclas Müller hatte sich in seiner Bachelorarbeit das Ziel gesetzt, ein von der Art her bereits vorhandenes technisches Gerät so neu zu entwerfen, so dass es trotz seiner Komplexität in der Praxis für jedermann einfach zu bedienen ist. Entwickelt und realisiert hat er einen digitalen Signalgenerator.

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Marc Niclas Müller (rechts) zusammen mit Laborleiter und Erstprüfer Martin Doost

In vielen Gebieten sind die Generatoren bereits fester Bestandteil: In der Regelungstechnik sind beispielsweise Störgrößengeneratoren im Einsatz, und als Testsignalgeneratoren zur Analyse von analogen oder digitalen Schaltungen sind Signalgeneratoren auch fest etabliert. Bei der Ausarbeitung des Signalgenerators ging Marc Niclas Müller so vor, dass der Nutzer das Gerät auch ohne fundierte Fachkenntnisse in vollem Umfang einsetzen kann.

Dabei ist es ihm gelungen, den Signalgenerator im Gegensatz zu vielen Laborgeräten relativ klein und handlich zu halten, sodass er sich unter anderem auch für den mobilen Einsatz eignet. Als weiteres Alleinstellungsmerkmal zeichnet sich das Gerät dadurch aus, dass es lediglich ein einziges USB-Kabel benötigt, mit dem es zum einen über einen Computer gesteuert und zum anderen mit Strom versorgt wird. Darüber hinaus ist der arbeitende Signalausgang mit einer Signalisierungsleuchte gekennzeichnet, sodass der Nutzer durch keinerlei irritierende Bedieneinheiten gestört wird.

„Der Gedanke, ein eigenes Laborgerät zu realisieren, war sehr reizvoll und hat mit nachhaltig bei meiner Arbeit motiviert“, sagt Müller rückblickend.

Den Signalgenerator mit dem Namen „PicoDDS“ kann man im Regelungstechniklabor als variablen Sollwert- oder als Störgrößengeber in einem Regelkreis einsetzen. Die Störgröße lässt sich so in der Signalamplitude und auch in der Signalform, wie z. B. Weißes Rauschen, flexibel gestalten. Ein weiterer Einsatzbereich des Signalgenerators ist die Schaltungsanalyse. So kann eine Regelkreiskomponente oder ein Filter auf die richtige Funktionsweise getestet werden. Darüber hinaus ist das Gerät als Taktgenerator in Anwendungsbereichen der analogen und digitalen Schaltungstechnik voll einsetzbar.

Letztendlich kann dieser platzsparende und einfach zu bedienende Signalgenerator für viele Einsatzbereiche im Labor eingesetzt werden.

Durch den Erstprüfer und Laborleiter Dipl.-Ing. Martin Doost sowie Zweitprüfer Prof. Dr. Karl-Heinz Meusel fühlte sich der Bachelorabsolvent stets sehr gut betreut und konnte seine Arbeit erfolgreich abschließen.

Als Anerkennung für seine hervorragenden Leistungen bei der Bearbeitung seiner Arbeit wurde Marc Niclas Müller bereits als dritte studentische Hilfskraft im Schülerlabor mit dem Hochschulpreis für den besten „Praxisbezug Elektrotechnik“ ausgezeichnet.

Nach mehr als zwei Jahren als studentischer Tutor im Schülerlabor hat er bereits an zahlreichen Versuchen für Schülerbesuche mitgearbeitet. In dieser Zeit hat er alle Facetten des Labors kennengelernt und sich intensiv mit der Automatisierungstechnik auseinandergesetzt.

 

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