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26.03.2013

Pädiater und Wissenschaftler wollen Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen untersuchen

Studie zum Medienverhalten von Kindern und Jugendlichen unter der Schirmherrschaft der Drogenbeauftragten der Bundesregierung: BLIKK-Medien – Bewältigung, Lernverhalten, Intelligenz und Krankheiten von Kindern und Jugendlichen beim Umgang mit elektronischen Medien

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Kinder- und Jugendärzte in Deutschland sehen immer häufiger Kinder und auch Jugendliche in den Praxen, die infolge von Bewegungsmangel vermehrt unter Adipositas (Übergewicht), Diabetes, Entwicklungsstörungen und auch Aufmerksamkeitsdefiziten leiden. Jungen sind häufiger betroffen als Mädchen. Die Mediziner vermuten, dass unter anderem auch Medienmissbrauch eine Ursache dieser Entwicklung sein kann. Aber bisher gibt es keine wissenschaftlichen Untersuchungen dazu, wie viel Mediengebrauch weitgehend unbedenklich ist und ab wann eine übermäßige Mediennutzung krank machen kann.

Mit dem Studienprojekt „BLIKK“ (Bewältigung, Lernverhalten, Intelligenz und Krankheiten von Kindern und Jugendlichen beim Umgang mit elektronischen Medien) werden der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) und das Institut für Medizinökonomie und Medizinische Versorgungsforschung (iMÖV) der Rheinischen Fachhochschule Köln gemeinsam eine bundesweite Studie unter der Schirmherrschaft von Frau Dyckmanns, Drogenbeauftragte der Bundesregierung, durchführen, um das Medienverhalten der nächsten Generation mit all seinen Konsequenzen zu erfassen. „Wir haben erkannt, dass eine allgemeine Schelte der mediennutzenden Jugendlichen der falsche Weg ist. Wir wissen aber nicht, wo der durchaus sinnvolle Gebrauch moderner Medien in einen bedenklichen Medienmissbrauch übergeht. Was wir in unserer täglichen Praxis sehen: Mediennutzung ist in fast allen Familien ein großes Thema – doch wir können die diesbezüglich aufkommenden Fragen der Eltern nicht immer zufriedenstellend beantworten. Die körperlichen Defizite sind auffällig – der Bewegungsmangel ist signifikant.“ Doch welchen Anteil daran haben die Medien? Insbesondere die Nutzung von Smartphones, Tablet-PCs und Spielekonsolen nimmt rasant zu.

„Welchen Einfluss hat die Nutzung dieser neuen Kommunikationsmedien tatsächlich auf die Entwicklung unserer Kinder? Wir wissen es nicht, und genau deshalb müssen wir diese wichtige, flächendeckende Untersuchung durchführen“, erläutern die beiden Initiatoren der BLIKK-Studie, Dr. med. Uwe Büsching, Kinder und Jugendarzt (BVKJ), und Prof. Dr. med. Rainer Riedel, Neurologe und Psychiater (iMÖV).

Kontakt und Ansprechpartner BVJK
Dr. Uwe Büsching
Beckhausstr. 171
33611 Bielefeld
Telefon: 0521 82002
Telefax: 0521 83021
E-Mail: ubbbs@gmx.de

Kontakt und Ansprechpartner iMÖV
Prof. Dr. Rainer Riedel
Schaevenstr. 1b
50676 Köln
Telefon: 0221-20302-674
Telefax: 0221-20302-679
E-Mail: s.schmidt@rfh-koeln.de