Startseite »  Forschung & Entwicklung »  Institut für Medizinökonomie »  Berichte »  Gesundheitspolitik: Empfehlungen zum Arznei-Sparpaket
 
 

Mehr Transparenz durch Kosten-Nutzen-Bewertungskriterien für Patienten

Köln, 22. April 2010. Das Institut für Medizin-Ökonomie an der Rheinischen Fachhochschule in Köln (RFH) gibt Empfehlungen zum Arznei-Sparpaket der Bundesregierung. Die Forscher fordern mehr Transparenz durch relevante Kosten-Nutzen-Bewertungskriterien bei innovativen Arzneimitteln unter Einbindung der Patienteninteressen.

Seit Vorstellung der Eckpunkte zur Arzneimittelpolitik von Bundesgesundheitsminister Rösler (26.03.2010) konkretisieren sich die erwarteten Rahmenbedingungen zum eingeschlagenen Sparkurs für die Arzneimittel-Ausgaben. Im Sinn eines verantwortlichen Umgangs mit den begrenzten Ressourcen der gesetzlichen Krankenkassen, dem zu sichernden hohen Patienten-Versorgungsniveau in unserem Gesundheitssystem sowie dem hohen Innovationsdruck muss zukünftig für zugelassene innovative Arzneimittel ein Kosten-Nutzen-Nachweis erbracht werden.

Werden diese geplanten Vorgänge im Rahmen des bevorstehenden Gesetzesverfahren umgesetzt, ist es aus Sicht der Wissenschaftler des Instituts für Medizin-Ökonomie & Medizinische Versorgungsforschung (iMÖV) an der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH) von Bedeutung, dass die nachstehend aufgeführten relevanten Punkte Berücksichtigung finden:

Medizin-Ökonomen der Rheinischen Fachhochschule haben in diesen Tagen unter dem Titel "Gutachten zu Kosten-Nutzen-Bewertungsverfahren (KNB) von Arzneimitteln in Deutschland und im internationalen Vergleich" ein Papier mit dem Ziel erstellt, Licht in die methodische und politische Diskussion um die Kosten-Nutzen-Bewertung zu bringen.

Das Gutachten wurde seitens der Hochschule interdisziplinär durchgeführt und stellt eine neutrale wissenschaftliche Stellungnahme dar.

Aus der Darstellung der in Deutschland einschlägigen Methodik und dem Vergleich mit methodischen Alternativen werden Kritikpunkte und Defizite des "deutschen Weges" herausgearbeitet und dementsprechende Vorschläge zur Weitentwicklung der IQWiG-Methodik nahegelegt.

Gutachten zu KNB in Deutschland und im internationalen Vergleich.pdf