Die Bestimmung der Schneidfähigkeit von Schneidwerkzeugen ist aufgrund der Vielzahl von Anwendungsfällen eine besondere Herausforderung. Variierende Einflüsse der Kinematik des Schneidvorgangs, der Geometrie der Schneide und des Werkstoffs von Schneide und Schnittgut erlauben keine einheitliche Definition der Klingenschärfe. Um eine Schneide objektiv beurteilen und mit anderen vergleichen zu können, ist somit eine Betrachtung unter möglichst realitätsnahen Bedingungen von entscheidender Bedeutung.
Neben der Beurteilung und Präparation von handelsüblichen Haushaltsmessern wurden in einem geförderten Forschungsvorhaben innovative keramische Skalpelle für die Ophtalmochirurgie entwickelt, patentiert und bis zur Marktreife begleitet. Die RFH hat in diesem Zusammenhang eine Messmethode entwickelt, die die Schneidmechanik realitätsnah abbildet, den Schnittvorgang in verschiedene Phasen einteilt und diesen verschiedene Gütestufen zuweist. So können die Geometrieelemente einer Schneide unabhängig voneinander beurteilt werden. Die erzielten Ergebnisse konnten patentrechtlich geschützt werden.
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