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Unsere Philosophie und Aufgaben

Gesellschaften in hochindustrialisierten Staaten entwickeln sich zu Wissensgesellschaften: Wissen — genauer: formales „Buchwissen, Textwissen, Internetwissen“ — wird zum wichtigen Produktionsfaktor; Wissen anzuwenden, weiterzugeben und weiterzuentwickeln wird zum bestimmenden Teil der Arbeit für immer mehr Menschen (Peter Drucker 1969). In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben sich Praxis und Forschung unter dem Titel „Wissensmanagement“ mit diesen neuen Herausforderungen beschäftigt.

Forschung Transfer Formate Evaluation

Ein Ergebnis sind gewaltige Datenbestände — der „Rohstoff“ für formales Wissen. Jetzt geht es um die wirksame Anwendung dieses Potenzials. Denn formales Wissen für sich alleine kann noch nichts produzieren. Isoliert kann formales Wissen nichts produzieren. (Denken Sie zum Beispiel an ein Kochrezept, egal ob in Buchform oder als Datenbankeintrag. Selbst um ein einfaches Omelett nach Rezept zu produzieren, muss man grundlegende Erfahrung im Kochen mitbringen.)

Michael Polányi (1966) und dreißig Jahre später Ikujirō Nonaka (1995) haben verständlich gemacht, dass Wissen gemeinsame, relevante Erfahrung voraussetzt, um produktiv eingesetzt, weitergegeben und weiterentwickelt zu werden. Wer das Wissen aus einem Buch oder dem Internet in die Praxis umsetzen will, muss über ähnliche Erfahrungen verfügen wie die Autorin oder der Autor des Buches, Blogs oder Datenbankeintrags.

Auf den Punkt gebracht: Mit Metis wird somit jene Form des Wissens hervorgehoben, die Entscheider in Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Zivilgesellschaft befähigt in einer hochkomplexen und dynamischen Umwelt kompetent zu handeln.

Mit dem Europa-Institut für Erfahrung und Management – METIS entwickeln praxisorientierte Hochschulen innovative Ansätze zum produktiven Umgang mit Erfahrung im komplexen Umfeld wissensintensiver Organisationen und Institutionen.

Übrigens: Methis ist in der griechischen Mythologie Zeus‘ erste Geliebte und „Mutter“ Athenes. In der klassischen griechischen Philosophie steht sie für eine von vier Formen des Wissens: den praktischen Scharfsinn oder guten Rat.

 

Aktuelles
In dem kürzlich erschienenen Buch von Springer über Wissensmanagement im Zeitalter digitalen Wandels finden Sie einen Fachartikel von Edith Maier und Ulrich Reimer – beide FHS St. Gallen - mit dem Titel: Digital Change—New Opportunities and Challenges for Tapping Experience and Lessons Learned for Organisational Value Creation. Der Artikel geht der Frage nach, ob die digitale Arbeitswelt menschliche Intuition und Erfahrung überflüssig macht oder ob sie vielmehr nach Experten verlangt, welche die richtigen Fragen stellen, Probleme bei Komponentenausfällen lösen und sich mit Produktsicherheit, Garantie- und Zertifizierungsfragen auskennen. Ferner stellt sich die Frage, wie Mitarbeiter für die digitale Arbeitswelt vorbereitet werden können und wie sich diese durch intelligente Assistenzsysteme unterstützen und mit den richtigen Daten und wissensbasierten Werkzeugen zusammenbringen lassen. [Mehr]
Hochschulperle 2017: RFH deutscher Vizemeister
Die Wahl zur Hochschulperle 2017 ist entschieden. Die RFH hat einen sagenhaften zweiten Platz erreicht mit dem Reverse Mentoring Programm „jung.digital.innovativ“. [Mehr]
Einen Eindruck davon, wie digitale Zukunfts-Welt aussieht, können uns „Digital Natives“ geben. Das ist eine Spezies an jungen Menschen, die anders lernt, anders konsumiert, anders denkt und anders arbeitet. Eine Welt, die für Ältere, auch für Führungskräfte, oft nicht vorstellbar ist. Nie zuvor konnten Erwachsene so viel von jungen Menschen lernen! Das Reverse-Mentoring als Transfermethode zwischen den Generationen kehrt die Rollen eines traditionellen Mentorings um. „Digital Native“ wird zur Mentorin oder zum Mentor in Sachen digitale Zukunftswelt. Ein Projekt des Europa-Instituts für Erfahrung und Management – METIS. [Mehr]
Abschlussarbeiten
Betreuung Ihrer Bachelor-/ Masterthesis gerne zum Themenbereich Erfahrungs- und Wissensmanagement
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