Berufsbegleitendes Studium

Key Facts

  • akkreditiert und staatlich genehmigt
  • Abschluss: Bachelor of Arts (B.A.)
  • Regelstudienzeit: 7 Semester
  • Workload: 180 CP
  • monatliche Kosten: € 360
  • zzgl. AStA-Beitrag: € 11,50 pro Semester

Das 7-semestrige, berufsbegleitende Studium ermöglicht eine Beschäftigung nebenher, sei es eine branchenspezifische Tätigkeit oder auch eine Beschäftigung in einem anderen Bereich. Auch das Betreuen von Kindern ist gut nebenher möglich. Die Vorlesungen finden in der Regel an zwei Abenden und an Samstagen statt. Die Lehrveranstaltungen eines Semesters erstrecken sich über 16 Wochen.

Die Inhalte des Vollzeit- und berufsbegleitenden Studiums sind identisch.

Der Abschluss ist ein staatlich anerkannter Bachelor of Arts, Mediendesign.

Vorlesungen und Seminare werden stets durch konkrete Projekte ergänzt, bei denen das Erlernte gleich unter "echten Bedingungen für echte Kunden" angewendet wird oder mittels fiktiver Fragestellungen „gesponnen“ werden darf.

Unsere Studierenden lernen das Gestalten – und sie lernen, das Gestalten zu managen. Sie verstehen, wie man mit Medien Botschaften transportiert, und sie werden Spezialisten in der Organisation kreativer Prozesse.

Es gibt keine gebührenpflichtigen Praxiszeiten, Praktika (sofern notwendig) werden vor bzw. zwischen den Vorlesungszeiten der Semester absolviert.

Die Semestergebühren betragen 2.160 Euro (entspricht 6 Monatsraten à 360 Euro) zzgl. 11,50 Euro AStA-Beitrag (s. Gebührenodnung).

 

Studienverlauf

Im Studienverlauf erleben Sie folgende Akzente: Printgestaltung, Gestaltung audiovisueller Medien (Audio und Video), Advertising, Webgestaltung, Editorial Design sowie die Entwicklung crossmedialer Kampagnen.

 

Studienverlaufsplan

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Zur Erläuterung des Studienverlaufsplans:

  • Module sind farblich unterlegt dargestellt.
  • Fächer sind grau unterlegt dargestellt, sie sind Bestandteile von Modulen.
  • Die Spaltensummen beziehen sich auf die Zahl der Lehrveranstaltungen pro Woche (Semesterwochenstunden).
  • Der Workload je Semester ist geringer als bei der Vollzeitvariante; auch das berufsbegleitende Studium führt in der Summe zu 180 Credits.

Studieninhalte

Damit Sie wissen, was Sie im Studium erwartet, stellen wir Ihnen die wichtigsten Module und Fächer hier genauer vor:

Printgestaltung

Im ersten Semester werden alle Grundlagen für die weitere grafische Arbeit gelegt. Im Rahmen einer Projektfläche wird anhand eines fiktiven oder konkreten Print-Auftrags von A bis Z eingeübt, was es zu beachten gilt. Die flankierenden Fächer Grafik, Typografie, Fotografie und Druckproduktion sorgen für den nötigen fachlichen Input.

Die Studierenden lernen, was bei der Farbauswahl für eine Kommunikationsanwendung zu beachten ist, setzen sich mit Schriften auseinander, erfahren, wie Typografie sachgerecht einzusetzen ist, und erwerben Grundkenntnisse des Layoutens. Darüber hinaus werden wichtige Grundlagen der Fotografie und Wissen über die Druckproduktion vermittelt.

Neben dem Curriculum können Tool-Schulungen (InDesign, Photoshop, Illustrator) belegt werden, um Kenntnisse in den relevanten Programmen zu erlangen oder zu verbessern.

Typografie

Dieses Fach macht die Studierenden mit typografischen Gesetzmäßigkeiten und wichtigen gestalterischen Regeln vertraut. Sie erhalten ein Verständnis für den professionellen Einsatz von Schrift, lernen die Beurteilung und gestalterische Anwendung von Schriftarten, typografischen Regeln und Maßsystemen kennen und umzusetzen. Ziel ist der sichere Umgang mit den Grundlagen und Instrumenten der Typografie mit dem Schwerpunkt Print.

Medientheorie

Medien haben weltweit eine kontinuierlich wachsende Bedeutung. Konnte man deren Rolle bis vor wenigen Jahren noch eindeutig den Bereichen Information und Unterhaltung zuordnen, so greifen sie heute in alle Felder der Wirtschaft und Gesellschaft ein.

Welche Bedeutung haben die Medien für unsere Lebensgestaltung (Facebook)? Welche Rolle spielen sie in der politischen Meinungsbildung (Partizipation über Aktivisten-Netzwerke)? Wie ist unser Umgang mit ihnen als Konsumenten (E-Commerce, M-Commerce)?

Ausgehend von wichtigen Stationen der Mediengeschichte werden zunächst Positionen der Medienwirkungsforschung erörtert. Im Zentrum stehen die Fragen nach dem Zusammenspiel von Massenkommunikation und interpersonaler Kommunikation sowie der individuellen Wirklichkeitskonstruktion. Darüber hinaus erfolgt eine kritische Erörterung aktueller Medienphänomene von Facebook bis Casting-Shows. Ziel ist es, zu einer differenzierten, kritischeren Haltung gegenüber "den Medien" zu befähigen.

Gestaltung audiovisueller Medien

Das Modul „Gestaltung audiovisueller Medien“ flankiert die ebenfalls in diesem Semester angesiedelte Projektfläche „AV-Produktion“. Vermittelt werden daher alle Kenntnisse, die zur Umsetzung eines Filmprojekts, von der ersten Idee bis zum fertigen Produkt, von Belang sind.

Dabei decken die Inhalte zunächst die gestalterisch-konzeptionelle Planung, die Erstellung des Storyboards und die Ablaufplanung des Projekts im Rahmen der Vorproduktion ab. Anschließend werden die für die Produktion relevanten Aufgaben der verschiedenen Gewerke und der praktische Ablauf eines Filmdrehs vermittelt, bevor die Studierenden schließlich mit Filmschnitt und Sounddesign die für die Postproduktion wichtigen Themen kennen und anwenden lernen.

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, lehrplanergänzend Tool-Schulungen zum Schnittprogramm Premiere Pro zu belegen.

Konzeptionsmethodik

Die Studierenden beschäftigen sich mit den Anforderungen an eine klassische Konzeption im Bereich Mediendesign. Dabei stehen die Ziele im Vordergrund, Sicherheit in Konzeptionsprozessen zu erlangen sowie eigenständige Kreativ-Konzeptionen im Bereich Kommunikation zielgruppengerecht zu planen, zu entwickeln und umzusetzen. Während des Seminars wird eine Konzeption zu einer typischen Aufgabe im Bereich der Produktwerbung erarbeitet und kreativ umgesetzt – mit allen grundlegenden Aspekten, die auch bei der Arbeit in einer Werbeagentur relevant sind.

Corporate Design

In diesem Fach erwerben die Studierenden fundierte Kenntnisse zur Erstellung eines Corporate Designs.

Anhand eines konkreten Auftrags seitens eines kleinen oder mittelständischen Unternehmens wird zuerst eine Corporate-Identity-Analyse durchgeführt, auf deren Basis dann das Corporate Design entworfen wird. In mehreren Arbeitsschritten entwerfen die Studierenden ein Logo (Wort- und Bildmarke) und deklinieren die Hausschriften und -farben, während ihnen der Dozent beratend zur Seite steht.

Die Ergebnisse werden anschließend durch Probanden evaluiert, um die Qualität fundiert zu prüfen. Für gut befundene Grundelemente des Corporate Designs werden auf die Geschäftsausstattung und auf weitere Kommunikationsmaßnahmen übertragen, wie etwa Broschüren, Flyer, Fassadengestaltung oder Formulare.

Webproduktion

Interaktive Touchpoints sind fester Bestandteil des Alltags geworden. Die rasante technische Entwicklung stellt Designer immer wieder vor neue Herausforderungen und Möglichkeiten.

Im Modul „Gestaltung interaktiver Medien“ lernen die Studierenden die konzeptionelle, funktionale und gestalterischen Herangehensweise bei der Realisation von interaktiven Projekten kennen. Hierbei werden grundlegende Themen, wie Usability, Usability-Testverfahren, User-Centered Design und Grundlagen der Kognitionspsychologie, vermittelt. Die technischen Zusammenhänge wie z. B. der Aufbau von HTML und CSS erweitern das technische Verständnis.

Die Studierenden positionieren und entwickeln ein Internetprojekt. Dabei setzen sie sich auch mit der sinnvollen Integration der Sozialen Medien und der Erweiterung durch Apps auseinander. In Projektgruppen entwickeln sie basierend auf ihrer Researchphase die Informationsarchitektur des Webauftritts in Form von Sitemaps und Wireframes. Diese bildet die Basis für das Screendesign. Final bieten Clickdummies einen überzeugenden Eindruck vom interaktiven Produkt. Die Teilnehmer setzen sowohl eigene Projektideen als auch reale Kundenprojekte in Teams um.

Kreativitätstechniken

Dieses Fach befasst sich mit grundlegenden Kreativitätstechniken, wichtigen kreativen Umsetzungsmethoden und Präsentationstechniken. Die Studierenden wenden Techniken und Strategien zur zielführenden Organisation kreativer Prozesse an. Ziel ist es, sie zur Analyse und Lösung praxisorientierter Aufgabenstellungen zu befähigen. Dabei geht es weniger um die Umsetzung der erstbesten Idee, sondern um die Erarbeitung der besten kreativen Problemlösung und deren adäquater Präsentation.

Projektmanagement

Dieses praxisorientierte Fach vermittelt die grundlegenden Begriffe und Instrumente des klassischen Projektmanagements und zielt dabei auf die spezifischen Anforderungen im Bereich Mediendesign ab. Es geht darum, Sicherheit beim Managen von Mediendesign-Projekten zu erlangen, indem die Studierenden befähigt werden, systematische Lösungen zur Planung und Realisation typischer Projekte zu entwickeln und umzusetzen. Während des Seminars werden unter Praxisbedingungen Teile eines realen Projektes gemanagt.

Kommunikationsmanagement

Weil Produkte und Dienstleistungen zunehmend austauschbar sind, stehen Unternehmen heute weniger in einem Produktwettbewerb, sondern viel eher in einem Kommunikationswettbewerb. Systematische, integrierte Kommunikation mit hoher Wirkungsgenauigkeit wird somit zum zentralen Auftrag jedes Unternehmens.

Im Fach „Kommunikationsmanagement“ lernen die Studierenden die Instrumente des Kommunikationsmix als Bestandteil des Marketingmix kennen. Klassische Werbung, Direktmarketing, Public Relations und Verkaufsförderung werden in ihrer strategisch-konzeptionellen Bedeutung erläutert und bewertet. Übergeordnetes und verbindendes Element ist hierbei der Ansatz der integrierten Kommunikation, bei dem inhaltliche, formale und zeitliche Aspekte im Sinne einer maximalen Wirkungsgenauigkeit und -kraft aufeinander abgestimmt werden.

Design- und Kunstwissenschaften

Im Modul Designwissenschaft beschäftigen wir uns im Kern mit zwei Fragen: Was ist mit Design gemeint? Und in welchem Verhältnis steht Design zur Wissenschaft?

Um genau zu sein, welche Wissenschaft ist wiederum gemeint? Denn es bestehen große Unterschiede zwischen Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften. Besonders spannend sind dabei meist die Überlagerungen der einzelnen Bereiche und ihre Mischung mit der Perspektive, die das Design beiträgt. Wenn wir uns z.B. mit Themen auseinandersetzen, die ursprünglich in der Psychologie und Kommunikationswissenschaft, Soziologie und Ethnologie, Erkenntnistheorie, Ästhetik und Semiotik zur Sprache gebracht werden.

Das Ziel dieser Auseinandersetzung besteht darin, die Anregung zu fördern, um eine eigenständige Position im Design einzunehmen. Dafür hilft es, die Gedanken internationaler Gestalterinnen und Gestaltern zu kennen, die teilweise seit mehr als 150 Jahren diskutiert werden. Weiterhin hilft es, Klarheit über die eigenen Argumente zu gewinnen, wenn diese präsentiert und zur Debatte gestellt werden. Und nicht zuletzt hilft es auch, Thesen über den Sinn und das Gelingen von Design am konkreten Beispiel bei Exkursionen in Ausstellungen zu überprüfen.

3D-Design

Das Modul 3D-Design beleuchtet sämtliche Aspekte der 3D-Produktion von der Theorie über die Konzeption und Umsetzung bis zur Distribution.

Im vierten (berufsbegleitend im fünften) Semester werden die Grundlagen der 3D- Visualisierung gelegt. Das vorhandene gestalterische Grundwissen aus den ersten Semestern wird angewandt und auf das 3D-Design übertragen. Anhand einer Projektarbeit wird eine konkrete Produktvisualisierung umgesetzt. Die einzelnen Phasen hierbei sind: Konzeption, Modellierung, Materialien und Texturen, Beleuchtung, Rendering und Ausgabeformate.

Im fünften Semester wird das gelernte Wissen vertieft und um den Aspekt der Zeit erweitert. Es werden grundlegende Animationstechniken und -prinzipien vermittelt sowie Anwendungsgebiete und Stilrichtungen der 3D-Animation beleuchtet.

Anhand eines kurzen Animationsfilm-Projekts wird der komplette Prozess von der Ideenentwicklung über Storyboards bis hin zur Ausgabe des fertigen Films eingeübt.

Crossmediale Kampagnen

Im vierten (berufsbegleitend fünften) Semester gründen die Studenten eine virtuelle Agentur, bestehend aus 10 bis 12 Teammitgliedern, und setzen ein integriertes, crossmediales Projekt für einen realen Kunden um. Es geht hierbei darum, mindestens vier unterschiedliche Medien (Plakat, Video/Spot, Website, App, Event etc.) so intelligent zu verknüpfen, dass gestalterisch und inhaltlich alles „wie aus einem Guss“ wirkt und perfekt aufeinander abgestimmt ist.

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Die Bandbreite der Kampagnen reichte in den vergangenen Semestern von Marken wie Nissan, HARIBO und Asics bis hin zum WDR Hörfunk und dem 1. FC Köln.

Editorial Design

In diesem praxisorientierten Kurs mit Workshop-Charakter wird eine eigene digitale/analoge Publikation konzipiert, gestaltet und technisch umgesetzt. Durch die Betrachtung von Publikationen über unterschiedliche Plattformen hinweg werden medienspezifische Eigenschaften Potentiale und Grenzen eruiert. Ebenfalls werden gestalterische, technische und konzeptionelle Aspekte beleuchtet. Für die Umsetzung der Publikation werden folgende Inhalte vermittelt: Basiswissen Editorial Design und Informationsdesign, weitere Vertiefung im medienspezifischen Zusammenhang von Rastersystemen, Typographie, Entwicklung von Bildwelten, Grafiken oder Illustrationen. Die Kenntnisse werden ergänzt durch Storytelling oder Dramaturgie einer Publikation. Covergestaltung und Hierarchisierung von Informationen wird intensiv fokussiert. Ebenso werden die Potentiale von digitalen Publikationen, wie z. B. Animationen, Videos und Audio beleuchtet.

Mediendidaktik und -psychologie

Die Medienpsychologie beschäftigt sich mit dem menschlichen Erleben und Verhalten im Zusammenhang mit der Nutzung von Medien. Hierzu zählen kognitive, affektive, verhaltensbezogene und soziale Wirkungen. Im Unterricht setzen Sie sich insbesondere mit den psychologischen Phänomenen des Unterhaltungserlebens auseinander, mit den Hintergründen von Online- und Spielesucht sowie Fragen nach der Wirkung intensiver Rezeption von Gewalt, beispielsweise in Computerspielen.

Die Mediendidaktik hat die Nutzung von Medien in Lehr-Lernprozessen zu Gegenstand mit dem Ziel, die Effektivität und Effizienz des Lernens und Lehrens durch den Einsatz von Technik zu steigern.

 

Studienschwerpunkte

In den letzten beiden Semestern können Sie noch eigene Vertiefung wählen. Die Studierenden können gemäß ihren Ambitionen aus einem breit gefächerten Kanon von Schwerpunkten eine Spezialisierungsrichtung auswählen.
  
In den Schwerpunktveranstaltungen erleben die Studierenden durch das Miteinander mit Kommilitonen von Nachbardisziplinen bereits eine interdisziplinäre Interaktion in Praxissimulation. Der Katalog der Schwerpunkte umfasst z. B.

Ausführliche Informationen zu den Inhalten dieser und weiterer Studienschwerpunkte erhalten Sie hier.

Der Studiengang kann aufgrund seiner Verflechtungen mit der Unternehmenspraxis schnell auf aktuelle Erfordernisse z. B. durch Einrichtung neuer Studienschwerpunkte eingehen.

 

Die RFH Köln ist Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Designtheorie und -forschung

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Studieninfotag, am 9. Juni 2018

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