Ein Forum zum Dialog in Kasachstan

Um den interkulturellen Dialog in Kasachstan und die internationale Vernetzung ging es bei einem Tag der Begegnung in der RFH Köln. Botschafter und Politiker Kasachstans wie auch Kölns Dezernentin für Integration gestalteten am 5. November 2009 einen intensiven Studientag.

Die Begegnung fand auf Einladung der Botschaft Kasachstans, der Otto Benecke Stiftung e.V. und der Rheinischen Fachhochschule anlässlich des Kasachstan-Jahres in Deutschland statt. "Fortschritt über Vielfalt" stand als Motto über dem Tag, an dem sowohl die Einladenden als auch internationale Gäste interessante Vorträge anboten.

Seit seiner Unabhängigkeit im Jahr 1991 arbeitet das Land am Dialog und der Integration der verschiedenen Kulturen seiner Bewohner. Christen und Muslime prägen in ausgewogenem Verhältnis die religiöse Orientierung. Die Volksgruppen engagieren sich für ein friedliches Zusammenleben - sie setzen auf kulturelle Vielfalt als eine gute Basis für den notwendigen ökonomischen und sozialen Fortschritt.

Das Forum eröffneten Prof. Johannes Schinke, Geschäftsführer der RFH, und Dr. Nurian Onhanov, Botschafter der Republik Kasachstan in der Bundesrepublik Deutschland. Impulsstatements und Berichte kamen von Prof. Dr. Lothar Theodor Lemper von der Otto Benecke Stiftung, von Senator Yevgeni Aman, von Ruben Machmann als Vertreter einer Organisation von Deutschen in Kasachstan, von Aidar Abuov, dem Leiter des Zentrums für Kultur und Religion im Justizministerium Kasachstans, und von Marlis Bredehorst als Dezernentin für Soziales, Integration und Umwelt der Stadt Köln.

Die Statements und Vorträge des Tages sorgten bei vielen Teilnehmern des Forums für ein zunehmendes Interesse an einer Zusammenarbeit im Bildungsbereich. Sie sei möglich und sinnvoll, berichtete Prof. Dr. Lemper: Es gebe in Kasachstan zwar bereits eine deutsche Universität, aber vor allem einen großen Bedarf an hochschulischer Bildung, die auf berufliche Praxis ausgerichtet sei.

Beim abschließenden Empfang und Imbiss tauschten die Gäste, aber auch manche Dozenten und Studierenden aus beiden Ländern ihre Ideen über eine Weiterführung des Dialogs auch mit Blick auf gemeinsame Bildungs- und Forschungsprojekte aus.

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