Scharfe Skalpelle beim InnovationsDialog NRW

Die reproduzierbare Prüfmethode zur Beurteilung von Augenskalpellen aus Keramik, entwickelt von der RFH Köln, stand im Mittelpunkt einer Dialogveranstaltung des Hochschulbündnisses "InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen e.V." am 12. November 2009.

Zu Beginn begrüßte Vize-Präsident Prof. Dr. Bernd Harjes als Gastgeber die Teilnehmer der Dialogveranstaltung.

"Wir freuen uns über den regelmäßigen Austausch mit den anderen NRW-Hochschulen und über die Intensivierung der Zusammenarbeit mit unseren Partnern in Wirtschaft und Gesellschaft - und heute können wir Ihnen eine wirklich 'scharfe Sache' präsentieren", so Prof. Dr. Harjes.

 

Im Mittelpunkt des Abends stand der "Best Practice"-Vortrag von Prof. Dr. Wilfried Saxler, RFH Köln. Er ist Projektleiter des Forschungsvorhabens "Keramik-Skalpelle" und zudem Leiter des berufsbegleitenden Studiengangs Maschinenbau der RFH.

Prof. Dr. Saxler schilderte die Bedeutung eines neuartigen Keramikwerkstoffs, der aufgrund seiner hohen Festigkeit, Zähigkeit und Härte ein hohes Anwendungspotential in der Medizin erreicht hat. Weltweit bestehe ein großer Bedarf an Skalpellen für Augenoperationen, insbesondere bei der Behandlung des Grauen Stars, führte er aus, und die bislang üblichen Metallmesser seien nur einmal verwendbar. Daher böte der alternative Einsatz von mehrfach verwendbaren Keramikskalpellen einen hohen Nutzen.

Bei diesem Kooperationsprojekt hat die RFH Köln zusammen mit dem Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen den Part der anwendungsbezogenen Technologieforschung übernommen. Sowohl Industriepartner als auch ein medizinischer Partner haben sich bislang an diesem Vorhaben beteiligt.

Prof. Dr. Wilfried Saxler stellte heraus, dass die Forschungsergebnisse seines Teams über die Entwicklung der Prüfmethode hinausgehend von Bedeutung sind: "Durch die systematische Analyse der gesamten Prozesskette - vom Herstellen des Rohlings bis zum medizinischen Einsatz des fertigen Skalpells - konnten wir die Wirtschaftlichkeit dieser Neuentwicklung belegen."

Das neu entwickelte Skalpell konnte zudem inzwischen patentrechtlich geschützt werden. In seinem Vortrag über Innovationssicherheit durch Patente ging Dr. Heinz H. Hohmann, Patentanwalt und Dozent an der RFH, darauf ein.

Aus Sicht des Studiengangs Medizin-Ökonomie im Fachbereich Wirtschaft & Recht legte RFH-Präsident Prof. Dr. Rainer Riedel dar, welche Herausforderungen sich inzwischen an die Kosten-Nutzenbewertung in der Medizintechnik stellen, und unterstrich die Bedeutung des Forschungsprojekts für die Rheinische Fachhochschule Köln sowohl in ingenieurwissenschaftlicher als auch in wirtschaftswissenschaftlicher Hinsicht.

Die InnovationsAllianz der NRW-Hochschulen fördert und unterstützt die innovationsbezogene Zusammenarbeit zwischen den Hochschulen und ihren Partnern in Wirtschaft und Gesellschaft. Das Hochschulbündnis besteht seit Januar 2007, Mitglieder sind inzwischen 27 Fachhochschulen und Universitäten aus NRW.

Neben der evangelischen und katholischen Fachhochschule ist die RFH Köln die einzige Hochschule in privater Trägerschaft, die sich in diesem Verbund angeschlossen hat und kooperativ mit den Hochschulen in staatlicher Trägerschaft an den Zielen des Bündnisses mitwirkt.

 

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