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01.08.2018

Anwendungsorientierte Forschung an der RFH: Neue Impulse für Automatisierungssparte von Mitsubishi Electric Europe B.V.

Der Auftraggeber Mitsubishi Electric ist ein weltweit führendes Unternehmen in puncto Herstellung und Vertrieb von elektrischen und elektronischen Produkten sowie Lösungen für die unterschiedlichsten Branchen und Anwendungen. Die Projektarbeiten der Studierenden passen hervorragend zum Corporate Statement von Mitsubishi Electric „Changes for the better“ und beinhaltet alles, wofür und wonach das Unternehmen strebt: durch Innovationen eine bessere Zukunft für die Gesellschaft im Berufs- und Alltagsleben zu schaffen.

Das konnten die Studierenden des Studienganges „Media and Marketing Management“ bereits in der Kick-Off-Veranstaltung in der Deutschlandzentrale von Mitsubishi Electric in Ratingen erfahren. Die Aufgabe war komplex, die Herausforderung sehr groß. Die Vermarktung erklärungsbedürftiger Produkte und Dienstleistungen im B2B Business vor dem Hintergrund der zunehmenden Relevanz von Social Media, der Komplexität der Interaktionsmöglichkeiten und der Vielzahl an Touchpoints der B2B Customer Journey stand auf dem Prüfstand. „Am Anfang waren wir ziemlich verzweifelt“, gesteht die Studentin Rojin Kyouncu „denn wir haben trotz einer sehr intensiven wissenschaftlichen Literaturrecherche keine Lösungsansätze finden können. Wir fanden keine einzige empirische Studie, keine passende Theorie, keinen einzigen konzeptionellen Ansatz, der uns speziell im Hinblick auf die von Mitsubishi Electric dargestellte Problematik helfen konnte.“

Vom Ablauf her werden seitens der RFH die Projektarbeiten von der Marktforscherin Prof. Dr. Gleitsmann, betreut, die die studentischen Teams auf ein sehr arbeitsintensives Semester mental vorbereitet. Ein explorativer Forschungsansatz wird gestartet. Es werden noch kleinere Arbeitsgruppen gebildet, die mehrere Monate interdisziplinär sehr eng verzahnt miteinander arbeiten.

Im aktuellen Fall analysierten die Studierenden den komplexen Markt für Industrieroboter, besuchten Industriemessen, analysierten Messestände, führten zahlreiche Interviews durch und sichteten die Social-Media-Aktivitäten der sieben weltweit führenden Industrieroboterhersteller: der Mitsubishi Electric Corporation, ABB Robotics, der Fanuc Deutschland GmbH, der Yaskawa Europe GmbH, Kawasaki Heavy Industries, der KUKA AG sowie der Dürr AG. Es galt 1402 Videos zu sichten wovon 678 Industrieroboter-Videos ausführlich analysiert sowie methodisch ausgewertet wurden. Die Ergebnisse dieser Analysen dienten den weiteren Teams zur Unterstützung der Konzeption eines innovativen Lösungsansatzes für Mitsubishi Electric, die ihre Konzepte im Anschluss dann konkret für den Auftraggeber umgesetzt und visualisiert haben.

Die Spannung war groß, als zum Semesterende die Präsentationen der Ergebnisse bevorstanden. Sechs Vertreter*innen von Mitsubishi Electric waren bei der Endpräsentation in der RFH dabei, die in der Prüfungszeit stattfand. „Wenn sich Mitarbeiter*innen von Mitsubishi Electric mehrere Stunden für uns Zeit nehmen, dann müssen wir alle bestens vorbereitet sein, auch wenn wir ein paar Stunden später noch eine Klausur schreiben“, ist die Meinung der Studierenden, die alle anwesend waren. Die Studierenden präsentierten souverän ihre Ergebnisse und erhielten ein äußerst positives Feedback seitens Mitsubishi Electric. Beide Seiten betonten, dass keine Details der Projektarbeit nach außen dringen werden. Darüber hinaus wurde die Fortführung der Zusammenarbeit zwischen Mitsubishi Electric und der RFH direkt für das nächste Semester vereinbart.

„Diese Form der wissenschaftlichen Praxisprojektarbeiten verkleinern den berühmten Graben, der häufig die „Theorie“ von der „Praxis“ trennt“, sagte Prof. Dr. Beate Gleitsmann, die die wissenschaftliche Begleitung der Studierenden sicherstellte und für die Koordination aller an dem Projekt beteiligten Personen verantwortlich war. „Ich liebe solche Herausforderungen. Dies war ein wesentlicher Grund dafür, dass ich mich für eine Professur an einer Fachhochschule entschieden und diesen Schritt nie bereut habe“, sagte die Studiengangsleiterin, die bereits zum jetzigen Zeitpunkt erneut mit Firmen in Kontakt tritt, um weitere Praxisprojektarbeiten für das neue Semester ab September zu generieren. Oftmals entstehen die ersten Kontakte durch erfolgreiche, vorangegangene Projekte wie bei Mitsubishi Electric oder aber durch deren Weiterempfehlung. Frau Prof. Dr. Gleitsmann nimmt jede Anfrage gern entgegen – vom Start-up-Unternehmen bis hin zum Marktführer.

 

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