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30.05.2018

Schlau durchs Netz: „Wir müssen viel früher anfangen“

Die Veröffentlichung der BLIKK Medienstudie der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH) durch das Ministerium der Drogenbeauftragten Marlene Mortler, hat zahlreiche Vortragsanfragen im ganzen Land und darüber hinaus angestoßen. Denn die Ergebnisse der bisher einzigartigen Studie unter der Leitung von Prof. Dr. Rainer Riedel haben die vermehrte Nutzung elektronischer Medien in einen möglichen Zusammenhang mit gesundheitlichen Auswirkungen gerückt. Das ist neu. Der Bedarf an Aufklärung ist spürbar, bei Fachleuten wie in der Bevölkerung, an Schulen, in Kommunen und Städten. Die aktuelle facebook-Debatte spitzt die Debatte weiter zu. „Die vielen Fragen zur Mediennutzung zeigen, dass Medienkompetenz noch nicht gelebt wird, die Grundlagen hierfür aber bereits im Kleinkindesalter gelegt werden müssen“, so Prof. Riedel. Mit der Medienkompetenz-AG „Schlau durchs Netz“ bietet die RFH zum Beispiel konkrete Unterstützung für Schülerinnen und Schüler der sechsten Klasse.

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Wie lange darf mein Kind am Rechner sitzen? Ab welchem Alter darf ich meinem Kind ein Smartphone geben? Schadet die Nutzung elektronischer Medien der Gesundheit meines Kindes? Ist mein Kind oder bin ich handysüchtig? Das sind nur einige von häufig gestellten Fragen, die der Arzt für Nervenheilkunde regelmäßig bei Vorträgen oder Symposien beantwortet. Der Bedarf an Aufklärung im Zusammenhang mit der Nutzung elektronischer Medien (Smartphone, Fernseher, Spielekonsole, Computer) ist groß.
      
„Die Rückmeldungen und Fragen vieler Vortrags-Teilnehmer, lassen den Schluss zu, dass wir die Ergebnisse der BLIKK-Studie einer breiten Öffentlichkeit, vor allem Schulen, Eltern und Lehrer*innen im Hinblick auf die Relevanz der Entwicklung einer Medienkompetenz im Umgang mit elektronischen Medien zur Verfügung stellen sollten, um so zu gewährleisten, dass auch im Vorschulalter schon erste Basiselemente für die Entwicklung einer Medienkompetenz gelegt werden. Wir müssen viel früher anfangen“, rät Prof. Dr. Rainer Riedel.

„BLIKK-Medien Studie: Kinder und Jugendliche im Umgang mit elektronischen Medien“
https://www.drogenbeauftragte.de/fileadmin/Dateien/5_Publikationen/Praevention/Berichte/Abschlussbericht_BLIKK_Medien.pdf

Bei der Medienkompetenz-AG „Schlau durchs Netz“ gibt es anhand von Fallbeispielen ganz konkrete Unterstützung im Umgang mit dem Internet. Unter der Leitung von Prof. Dr. Stefan Ludwigs hat die Projektgruppe 2012 ein interaktives und multimediales Lernpaket entwickelt, das Schülerinnen und Schülern der Stufe sechs altersgerecht und praxisnah Möglichkeiten wie auch Risiken des Internets bewusst macht. „In der sechsten Klasse werden kritische Weichen für das Mediennutzungsver-halten und das Informationsverhalten gestellt“, so Prof. Ludwigs. Methodisch-didaktisch setzt die AG mit sechs Unterrichtsstunden auf praxisnahe Fallbeispiele aus dem Alltag von Kindern. Mit speziell für den Unterricht produzierten Clips und Übungsblättern werden die Schüler*innen dazu motiviert, Probleme selbst zu erkennen, zu reflektieren und zu lösen. Das Projekt wurde bereits an zehn Schulen erfolgreich durchgeführt. Die Inhalte der AG werden permanent aktualisiert. Interessierte Schulen können sich an wenden.

„Meine Kinder kamen wiederholt aus der Schule nach Hause und sollten ein Referat mithilfe des Internets vorbereiten. Es gab hierzu weder Quellenhinweise noch Anleitungen zum richtigen Recherchieren. Dazu kamen dann noch ungezügeltes Spieleverhalten und mangelnde Sicherheitseinstellungen zur Privatsphäre auf Facebook dazu. Da wurde mir klar, dass man hierzu etwas anbieten muss.“ (Prof. Dr. Stefan Ludwigs, Studiengangsleiter Mediendesign).
www.schlau-durchs-netz.de

Aber auch wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Forschungspraxis der RFH haben Einfluss auf die Gestaltung der AG. So leitet Prof. Ludwigs aktuell ein Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, in dem es um Lernen mit digitalen Medien in der beruflichen Ausbildung geht www.glars.eu

 

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