„KI – Einstieg, Entwicklung, Ethik“ – Einblick in die Welt der künstlichen Intelligenz

Patrick Terber, Studierender der Ingenieurwissenschaften an der RFH, gab am 09. Mai 2019 in der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH) in seinem Vortrag „KI – Einstieg, Entwicklung, Ethik“ einen spannenden Einblick in die Welt der künstlichen Intelligenz (KI). Das „Europa-Institut für Erfahrung und Management – METIS“ und die Regionalgruppe Köln des Verbandes „DFK – FÜR FACH- UND FÜHRUNGSKRÄFTE" bieten mit der Veranstaltungsreihe „Promotion of Young Talents“ talentierten Studierenden der RFH, wie Patrick Terber, eine Plattform, auf der sie ihr Wissen über hochrelevante Themengebiete einem interessierten Publikum nahebringen können. Gesellschaftlich und wissenschaftlich zukunftsweisende Themen stehen dabei im Fokus.

Text: Elena Svensson

Was ist die KI?

Patrick Terber eröffnete seinen Vortrag zum Thema "KI – Einstieg, Entwicklung, Ethik" mit einem Zitat Pablo Picassos (1881–1973): "Computer sind nutzlos. Sie können nur Antworten geben" und leitete damit in die Welt der KI über.

Ein Großteil der Menschen stellt sich eine KI in Gestalt eines menschlich aussehenden Roboters vor. Patrick Terbers Antwort darauf: Ganz klar nein! Das habe nichts mit künstlicher Intelligenz zu tun.

Künstliche Intelligenz wird grundsätzlich in eine starke und schwache KI unterteilt. Darauf nahm Patrick Terber im Folgenden Bezug – sowie auch auf die Teilgebiete der KI, das Machine Learning (maschinelles Lernen) und das Deep Learning (frei übersetzt: ‚tiefgehendes Lernen').

Die schwache KI ist bereits in unseren Alltag integriert. Beispiele dafür sind:
a) die Texterkennung (Autokorrektur von Rechtschreibfehlern)
b) die Spracherkennung (digitale Sprachassistenten wie z. B. "Alexa")
c) das autonome Fahren

Die starke KI hingegen befindet sich derzeit noch in ihren Kinderschuhen und ist für Normalverbraucher so noch nicht verfügbar.

Das Machine Learning erleichtert schon heute unseren Alltag. Mit "Alexa" als Beispiel zieht ein digitaler Sprachassistent in unser Wohnzimmer ein und fungiert für uns zunehmend als Beratungsinstrument. Doch ist Alexa fähig, zu erkennen, welches Ziel der Mensch mit seiner Frage verfolgt? Nein! Erst das Deep Learning in Verbindung mit künstlichen neuronalen Netzen wird es ermöglichen, bisher Erlerntes zu kombinieren und daraus resultierende Schlüsse zu ziehen.

Digitale Ethik und KI

Künftig werden wir die KI nicht mehr umgehen können. Wie wirkt sich das ethisch aus? Das konnte Patrick Terber nicht eindeutig sagen. Erschwerend sind die unterschiedlichen ethischen Ansichten, die jeder Mensch hat. Dies zeigt eindrucksvoll der sogenannte "Todesalgorithmus": So muss ein autonom fahrendes Auto vor einer Kollision entscheiden, ob es den Fahrer schützt oder Passanten, die gerade etwa einen Zebrastreifen überqueren. Wie wird entschieden? Eine eindeutige Antwort gibt es nicht. Patrick Terber nannte in dem Zusammenhang unter anderem Isaac Asimovs Robotergesetze, Microsofts Ethikgesetze und die Europäischen Ethikvorgaben. Diese widmen sich der Lösung von Problemen und Herausforderungen wie diesen. Die ethische Dimension der künstlichen Intelligenz wurde mit dem Publikum in einer angeregten Debatte erörtert. Abschließend gab Patrick Terber noch einen Ausblick in die Zukunft der KI.

Stimmen zum Vortrag

Stephan Jendreiek: "Patrick Terber hat einen hervorragenden Job gemacht. In seinem Vortrag gab er einen guten Überblick über die Einsatzpotenziale der künstlichen Intelligenz und deren aktuellen Entwicklung. Diese Veranstaltung hat mal wieder gezeigt, dass sich unsere Studierenden tiefgehend mit anspruchsvollen und komplexen Themen – wie KI- Technologien und ethische Richtlinien – auseinandersetzen können." Stephan Jendreiek ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Europa-Institut für Erfahrung und Management – METIS.

Philipp Schollmeyer: "Kein anderes Thema wird die Arbeitswelt mittel- und langfristig mehr verändern als die Digitalisierung. Der Treiber ist hier ganz klar die KI. Neben dem technischen Stand ging Herr Terber in seinem Vortrag auch auf die sich ergebenden gesellschaftlichen Fragestellungen ein, die sich aus der weiteren Entwicklung der KI ergeben. Es ist festzustellen, dass es hier keine richtigen oder falschen Antworten gibt und dass uns das Thema der Randbedingungen der KI und sich daraus resultierende Fragestellungen noch intensiv beschäftigen werden." Philipp Schollmeyer ist im Vorstand der Regionalgruppe Köln des Verbandes „DFK – FÜR FACH- UND FÜHRUNGSKRÄFTE" aktiv und betreut die Kooperation mit dem METIS-Institut der RFH.

Abschließend richtete Stephan Jendreiek ein Schlusswort an das Publikum und bedankte sich für das außergewöhnliche Engagement des Referenten.

Verantwortlich
Prof. Dr. Werner Bruns
Institutsleiter METIS
E-Mail: werner.bruns@rfh-koeln.de
Tel.: +49 (0)221 20302-2644

Stephan Jendreiek, M.Sc.
Wissenschaftlicher Mitarbeiter
E-Mail: stephan.jendreiek@rfh-koeln.de
Tel.: +49 (0)221 20302-2642

Die Rheinische Fachhochschule Köln gGmbh ist staatlich anerkannt sowie akkreditiert durch:

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