Mit Konjunkturpaket „Wums“ durch die Corona-Pandemie?!

Fach- und Führungskräfte haben über Konjunkturpaket „Wums“ abgestimmt: Stromkosten-senkungen und Forschungsförderung wichtig, weitere Konjunkturbelebung durch Steuersenkung notwendig! Gemeinsam mit dem „Europa-Institut für Erfahrung und Management-METIS“ der Rheinischen Fachhochschule Köln befragte der „Verband die Fach-und Führungskräfte (DFK)“ ca. 10.000 seiner Mitglieder nach dem Konjunkturpaket der Bundesregierung. Der Rücklauf lag mit knapp 8% in einer aussagekräftigen Größenordnung. Die Befragten stammten schwerpunktmäßig aus Wirtschaftsbereichen der Versorgungswirtschaft, Stahl, Metall- und Elektro sowie Dienstleistung.

Die Ausnahmesituation durch die Corona-Krise stellt die Unternehmen vor riesige Herausforderungen: „Rezession, Kurzarbeit und drohende Arbeitslosigkeit erfordern ein enormes Engagement der Wirtschaft und Politik in Deutschland,“ erklärte der Vorstandsvorsitzende Michael Krekels des DFK – Verband für Fach- und Führungskräfte in Essen. „Unsere Mitglieder sind hochmotiviert und der wirtschaftlichen Lage entsprechend verhalten optimistisch, was die weitere Entwicklung ihrer und anderer Unternehmen angeht.“

„Wir wollten von unseren Mitgliedern die Einschätzung zu den Stärken und Schwächen des Programms der Bundesregierung erfahren, schließlich sind die Fach- und Führungskräfte der tragende Teil des Wirtschaftslebens in Deutschland und können daher die Wirkung der unterschiedlichen Programme sehr gut einschätzen. Wir, als einer der führenden Wirtschaftsverbände Deutschlands wollen diese Expertise in die Öffentlichkeit tragen!“

Die größte wirtschaftliche Wirkung aus dem gesamten Konjunkturpaket für ihr Unternehmen sehen die Fach- und Führungskräfte in der Entlastung der Stromkosten mit 54%, gefolgt von Zuschüssen des Bundes an die Sozialkassen mit 43,7%. Bei der Entlastung der Stromkosten soll die EG-Umlage ab 2021 über Zuschüsse aus dem Bundeshaushalt abgesenkt werden, bei den Sozialkosten geht es um die Stärkung der Kommunen: Der Bund erhöht seinen Anteil an den Kosten für die Unterkunft von Bedürftigen, gleicht die Gewerbesteuerausfälle der Kommunen zur Hälfte aus und stärkt den Öffentlichen Nahverkehr sowie den Gesundheitssektor.
Prof. Dr. Werner Bruns, Institutsleiter der Rheinischen Fachhochschule Köln, erklärte zu diesem Ergebnis: „Die in den letzten Jahren gestiegenen Energiekosten sind, wie wir wissen, zu einem deutlichen Belastungsfaktor für die deutsche Wirtschaft geworden, natürlich besonders auch in den von uns untersuchten Branchen, deshalb verwundert das Ergebnis nicht.
Der Forschungsförderung in Bereiche, wie z.B. Nutzung der Wasserstoffenergie, Quanten-Computing oder Künstlicher Intelligenz (KI), wird von den Verbandsmitgliedern ein ebenfalls hoher Stellenwert eingeräumt, der Anteil an Zustimmung liegt hier bei knapp 40%. Vorstandsvorsitzender Michael Krekels: „Man erkennt an der hohen Zustimmung zu den Maßnahmen der Forschungsförderung der Bundesregierung, wie wichtig den Fach- und Führungskräften die Digitalisierung ist. Sie sind aufgeschlossen gegenüber der technischen und der damit verbundenen digitalen Transformation und auch den New Work Effekten daraus. Sie sehen hier Zukunftschancen für den Standort Deutschland und auch für sich ganz persönlich.“

Welche Maßnahmen aus dem Konjunkturpaket („Wums)“ der Bundesregierung werden sich auf Ihr Unternehmen besonders positiv auswirken?“ (Mehrfachnennungen möglich)
- Mehrwertsteuersenkung 23,6%
- Zuschüsse zu den Sozialkassen 43,8%
- Entlastung der Stromkosten 54,0%
- Unterstützung kleinerer und mittlerer Unternehmen 29,8%
- Ausbildungsplätze erhalten 37,4%
- Förderung der Elektroautos 16,2%
- Forschungsförderung 39,6%

Auf die Frage „Erwarten Sie positive Auswirkungen für ihr Unternehmen aus dem Konjunkturpaket (insgesamt)? Antworteten die Fach und Führungskräfte wie folgt:
- Ja, in jedem Fall, weil… 28,2%
- Nein, das glaube ich eher nicht, weil… 44,3%
- Kann ich nicht einschätzen, weil… 27,5%


Im Gesamturteil sind die Befragten hinsichtlich der Wirksamkeit der Maßnahmen der Bundesregierung doch eher skeptisch, „nur“ 28,2% versprechen sich für ihr Unternehmen eine starke Wirkung. Die Mehrheit der Fach- und Führungskräfte wünscht sich zur nachhaltigen Konjunkturbelebung deshalb weitere Steuersenkungen (51%); 34% halten diese nicht für erforderlich, 14% gaben keine Einschätzung ab. Diese Forderung geht vermutlich darauf zurück, dass der kurzzeitigen Senkung der Mehrwertsteuer von 3% mehrheitlich im Verhältnis zu anderen Maßnahmen keine so hohe Wirkung zugeschrieben wird.

Beim Thema „Verbrennungsmotor“ sind die Fach- und Führungskräfte abschließend gespalten: 47% halten den Ausschluss des Verbrennungsmotors aus der Förderung der Bundesregierung für richtig, 41% hingegen halten diese Entscheidung für zielführend. Institutsleiter Bruns: „Das Thema emotionalisiert enorm! Dieses Ergebnis ist zweifellos ein Abbild der gesellschaftlichen und politischen Diskussionen, die gegenwärtig in Deutschland geführt werden. Unsere Befragung sah eine offene Begründung der Meinung dazu (Tabelle 2) vor. Dabei zeigten sich durchaus sehr differenzierte Begründungsmuster, aber auch viele schlagwortartige, emotionale Beiträge. Dies deutet darauf hin, dass das Thema „Antriebsarten“ oder „Verkehr“ im Bereich der Ethik verortet wird, wie z.B. Sterbehilfe oder Abtreibung und weniger im kritisch-rationalen technologischen Bereich.“

Abschließend erklärte Michael Krekels für seinen Verband: „Wir als DFK werden die weiteren Entwicklungen in der Wirtschaft sehr genau beobachten und dementsprechend unsere Forderungen an die Politik richten. Wir werden aber auch unsere Mitglieder unterstützen, denn die nächsten Jahre werden durch die Corona-Pandemie und durch die Digitalisierung zu erhöhten Belastungen und Umstellungen führen, bei denen wir fachlich und persönlich an ihrer Seite stehen werden.“

Das Europa-Institut für Erfahrung und Management – METIS ist eine gemeinsame Forschungsinitiative der FHWien der WKW und der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH). Das internationale Institut führt Forschungsvorhaben Themen im Bereich „Erfahrungswissen“ durch und sorgt für einen Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

Kontakt: Prof. Dr. Werner Bruns, werner.bruns@rfh-koeln.de

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