10. Mai Gemeinwohl-Ökonom Christian Felber zu Gast

Extremen Kapitalismus und Sozialismus hinter sich lassen zugunsten einer Gemeinwohl-Ökonomie? Ein klares „ja“ sagt Christian Felber, Initiator dieser Ökonomie, Mitbegründer von Attac in Österreich, Buchautor, Wissenschaftler und Tänzer. Am 10. Mai hält er einen Impulsvortrag zum Thema: "Gemeinwohl-Ökonomie: Ein Wirtschaftsmodell mit Zukunft". Mit anschließender Diskussion. Prof. Dr. Matthias Müller-Wiegand lädt Interessierte - auch außerhalb seines Kurses im Fach „Wertorientierte Unternehmensführung“ - herzlich ein, dabei zu sein. 10. Mai, 11 Uhr - digital.

10. Mai | 11 Uhr
Impulsvortrag Christian Felber, "Gemeinwohl-Ökonomie: Ein Wirtschaftsmodell mit Zukunft"

Mit anschließender Diskussion im Liberating Structure-Format auf der Grundlage zweier Reflexionsfragen. Prof. Dr. Matthias Müller-Wiegand lädt alle Interessierten herzlich ein.

Anmeldung: presse@rfh-koeln.de

„Die Gemeinwohl-Ökonomie, ein „Wirtschaftsmodell mit Zukunft“, lässt die Extreme Kapitalismus und Sozialismus hinter sich. Als ethische Marktwirtschaft beruht sie überwiegend auf privaten Unternehmen, doch diese streben nicht in Konkurrenz zueinander nach Finanzgewinn, sondern sie kooperieren mit dem Ziel des größtmöglichen Gemeinwohls.“ (Christian Felber)

Prof. Dr. Matthias Müller-Wiegand, Vizepräsident Wirtschaft & Recht
Ausgangspunkt der Gemeinwohlökonomie sind Werte, wie Vertrauen und Würde sowie die These, dass eine reine Orientierung an Konkurrenz und individuellen Egoismen kein sinnvoller Weg für unsere Gesellschaft und folglich nicht zukunftsfähig ist. Das bestehende Wirtschaftsmodell mit seinen Krisen zeigt das deutlich (z.B. Umweltzerstörung; Sinnverlust; Werteverfall, Lohn-, Sozial-, Steuer- u. Umweltdumping, ineffiziente Preisbildung als Ausdruck von Machtverhältnissen, Konzentration und Missbrauch von Macht etc.). Vielmehr wird eine stärkere Betonung von Kooperation und Gemeinwohlinteresse, also ein Modell der Gemeinwohlökonomie vorgeschlagen.
Folglich geht es nicht um die Förderung von Gewinnstreben und Konkurrenz, sondern um eine Förderung von Gemeinwohlstreben und Kooperation. Unternehmerischer Erfolg wird folglich definiert als Beitrag zum Gemeinwohl. Der Marktmechanismus bleibt weiterhin Grundlage, allerdings mit vernünftigeren Regulierungen.
Die Ergebnisse großer Stakeholder-Befragungen von Wirtschaftsunternehmen zeigen weltweit, dass mehr Transparenz, soziale Verantwortung, ökologische Nachhaltigkeit, demokratische Mitbestimmung und Solidarität von Unternehmen erwartet wird. Gemeinwohlorientierung könnte durch einen Wirtschaftskonvent definiert werden. Hieraus könnten Indikatoren zur Messung des Gemeinwohls definiert werden. Ergebnis dieses Dialogs und Entscheidungsprozesses wäre eine Gemeinwohlbilanz, die dann verpflichtend wäre und auch kontrolliert werden muss.
Beispielsweise fordert Felber, dass die Verwendung von Gewinnen anders geregelt werden sollte. Zulässig wären Investitionen, Rückstellungen für Verluste, Aufstockung des Eigenkapitals auf 100%, Ausschüttung an Mitarbeiter*innen oder Leihgabe an andere Unternehmen. Nicht erlaubt wären die Ausschüttung an Eigentümer*nnen, die nicht im Unternehmen arbeiten, Finanzinvestmens etc.
In Bezug auf Eigentum argumentiert Felber: „Die Absolutstellung des Eigentumsrechts ist heute zur größten Gefahr für die Demokratie geworden.“ So sind einige Personen oder Unternehmen so reich geworden, dass sie die Medien und politische Entscheidungen dominieren können. Die relative Begrenzung der Einkommensungleichheit sollte auf das 20-fache und das Recht auf Aneignung von Privatvermögen mit 10 Mio Euro pro Person begrenzt werden. Die Größe von Unternehmen im Privatbesitz sollte begrenzt werden: Ab 250 Beschäftigten sollten diese demnach 25% der Stimmrechte erhalten, ab 500 Beschäftigten 50%, ab 5000 gehen die Unternehmen zur Gänze in das Eigentum der Belegschaft über.
Im Hinblick auf Nachhaltigkeit mit den Säulen Ökonomie, Ökologie und Soziales ist das Modell der Gemeinwohlökonomie ein Ansatz dessen Entwicklung und Regularien weiter diskutiert und in diesem Sinne als zukunftsfähiges Wirtschaftsmodell in die Umsetzung gebracht werden sollte.“

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