25 Jahre Wirtschaftsrecht an der RFH

„Na, dann machen Sie mal“. Das war vor über 25 Jahren der Auftrag, der die Geburtswehen des Studiengangs „Wirtschaftsrecht“ einleiteten. Dr. Gottfried Päffgen gab damit den Startschuss zu einer Entwicklung der Rheinischen Fachhochschule Köln mit vier Studiengängen zu heute über 30 und von den damals 700 Studentinnen und Studenten zu mehr als 6000 Studierenden.

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Ein Beitrag von Prof. Dr. iur. Remo Laschet

Möglich machte das der Aufruf des Wissenschaftsrats an die damaligen Fachhochschulen und heutigen Hochschulen für Angewandte Wissenschaften, verstärkt durch Kombinationsstudiengänge junge Menschen für Wirtschaft und Industrie praxisnah studieren zu lassen.

Der im Jahr 2002 viel zu früh verstorbene Dr. Päffgen war der Initiator und Gründer der Vorgängereinrichtung der RFH in den fünfziger Jahren des letzten Jahrhunderts und leitete die RFH seit den siebziger Jahren in Personalunion als Vorsitzender des damaligen Trägervereins und als eine Art kommissarischer Kanzler. Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hat er großen Raum gegeben, Ideen zu entwickeln. So auch mir, dem jungen Lehrbeauftragen und Rechtsanwalt für Zivilrecht, der mit Päffgen über den Aufruf des Wissenschaftsrats in einem morgendlichen Gespräch sinnierte und vorschlug, einen Kombinationsstudiengang Wirtschaft und Recht mit einem kompletten Zivilrechtsstudium zu etablieren: „Na, dann machen Sie mal“.

Die Idee war für klassische Juristen – sogenannten Volljuristen – mit zwei Staatsexamina ein Sakrileg. Die Rechtsanwaltskammer war damals der Ansicht, dass ich als zugelassener Rechtsanwalt beim Oberlandesgericht Köln dieses Vorhaben nicht unterstützen könne. Auch das Wissenschaftsministerium mit Volljuristinnen und Volljuristen hatte damals Sorge, dass eine Juristenausbildung an Fachhochschulen den Rechtsstaat in Gefahr bringen könne.

Das Fachhochschulgesetz bestimmte, für die Zulassung neuer Studiengänge an privaten Hochschulen könne eine Genehmigung nur erteilt werden, wenn sie „gleichwertig“ zu Studiengängen an staatlichen Hochschulen seien. An staatliche Hochschulen gab es aber keinen Studiengang Wirtschaftsrecht, daher war die Gleichwertigkeit nicht vorhanden. Eine Genehmigung wurde nicht erteilt.

Die Zeiten änderten sich und so kam es, dass ein leitender Ministerialbeamter Kanzler der staatlichen Fachhochschule Gelsenkirchen wurde und die Idee des Kombinationsstudiengangs dann auf einmal doch so charmant fand, dass er dort Wirtschaftsrecht einführte. Das eröffnete der RFH nun die Möglichkeit die „Gleichwertigkeit“ nachzuweisen, so dass das Studium vor 25 Jahren zum Wintersemester 1997/ 98 starten konnte.

Die Hochschule inhaltlich zu öffnen und Studentinnen und Studenten zu gewinnen für Studiengänge wie Wirtschaftsinformatik, Gesundheitsökonomie, Mediendesign und Medienökonomie und viele andere mehr - diese Kultur prägt die RFH bis heute.

Und in diesen 25 Jahren ist entgegen allen Befürchtungen auch der Rechtsstaat nicht zusammengebrochen, genauso wenig wie vorher die Maschinenwelt, die Elektrotechnik oder die Wirtschaft zusammengebrochen sind, als die Fachhochschulen ihre Ausbildung übernommen haben. Im Gegenteil sind aus den etwas belächelten Fachhochschulen nahezu gleichberechtigte „Hochschulen für angewandte Wissenschaften“ geworden, die besondere Formen Promotionsrechten haben und heute allgemein anerkannt sind – ein Stück Hochschulgeschichte auch an der RFH.

In den 25 Jahren haben einige Dozierende diesen Studiengang mit sehr viel Leidenschaft und Engagement maßgeblich mit- und weiterentwickelt. Das ist vor allem dem langjährigen Engagement von HOLGER BERENS als Studiengangsleiter zu verdanken sowie der Tätigkeit seiner Nachfolgerin, der aktuellen Koordinatorin FRIEDERIKE SCHOLZ.

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