MUT – gestern & heute. Mut zu widerstehen – warum brauchen wir Zivilcourage

Welche Rolle spielte Zivilcourage damals, welchen Platz kann sie heute einnehmen, in der liberalen Demokratie, in Zeiten der Globalisierung und der sozialen Medien? Das Europa-Institut für Erfahrung und Management – METIS der Rheinischen Fachhochschule Köln hat in Kooperation mit der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen (katho) Schulklassen von drei Kölner Gymnasien sowie eines Gymnasiums in Dormagen eingeladen, um mit Schüler:innen aus der Zeit des Nationalsozialismus für die Gegenwart zu lernen und Fragen wie diese zu beantworten.

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In Talkrunden, Videos, Lesungen – etwa aus dem Buch „Der Fall Klettenberg“, der ehemaligen Kölner Widerstandsgruppe, Vorträgen und sieben Workshops zu Themen wie „Was tun gegen Verschwörungsdenken“, „Mut tut gut“ oder „Rechte Aussagen nicht links liegen lassen“ erarbeiten Expert:innen gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern unterschiedliche Themen und präsentieren ihre Ergebnisse.

Das Projekt-Team nutzt, wie bereits bei einem früheren METIS-Projekt „Reverse Mentoring“ mit „digital Natives“, Methoden des Wissens- und Erfahrungsmanagements (Storytelling und kontrolliertes Feedback), um mit Schülerinnen und Schülern aus der Zeit des Nationalsozialismus für die Gegenwart zu lernen. Die wissenschaftliche Herangehensweise von METIS wurde vom Deutschen Stifterverband ausgezeichnet.

Beteiligt sind vier Gymnasien – das Dreikönigsgymnasium Köln, das Norbert-Gymnasium Knechtsteden und das Gymnasium Köln-Pesch sowie das Geschwister-Scholl-Gymnasium Pulheim. Mit diesen vier Gymnasien plant das Europa-Institut für Erfahrung und Management-METIS auch einen gemeinsamen Besuch der Gedenkstätte Auschwitz. Vor Ort soll auch ein Austausch mit polnischen Schülerinnen und Schülern stattfinden. Das Projekt wird für andere Schulen in Deutschland mit Filmen, Fotos und Podcasts dokumentiert werden.

Prof. Dr. Claudia Bornemeyer, Präsidentin der Rheinischen Fachhochschule Köln: „Eine Aufgabe der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften ist der Transfer. Oft geschieht das in Richtung Wirtschaft. Mit dem Projekt „Mut und Zivilcourage“ unterstützt die Rheinische Fachhochschule gemeinsam mit der Katholischen Hochschule Nordrhein-Westfalen den Transfer in die Gesellschaft. Das begrüße ich sehr. Ziel ist es, den Schülerinnen und Schülern zu verdeutlichen, dass es auch in den dunkelsten Zeiten Menschen gab, die Zivilcourage zeigten und anderen Menschen in der Not beistanden – selbst unter Einsatz ihres eigenen Lebens. Das Thema könnte aktueller nicht sein. Herzlichen Dank an Professor Bruns für die Initiative und Organisation und an die katho für die Zusammenarbeit, über die ich mich sehr freue.“

katho-Rektor Prof. Dr. Hans Hobelsberger: „Ich freue mich, dass ‚MUT – gestern und heute eine gemeinsame Veranstaltung zweier Kölner Hochschulen ist, die sich auch in ihrer Forschung und Lehre intensiv mit dem wichtigen Thema Zivilcourage beschäftigen. Denn Antisemitismus und Rassismus begegnen uns in Gesellschaft und Alltag bis heute – leider mit steigender Tendenz. Deshalb untersucht unser Forschungsinstitut ‚Centrum für Antisemitismus- und Rassismusstudien – CARS‘ die Ursachen für deren Entstehung genau. Hilfreich ist hier besonders unsere enge Partnerschaft mit israelischen Wissenschaftler:innen des Gordon Academic College of Education in Haifa, die einen wichtigen Beitrag zur wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit Antisemitismus und Rassismus liefert. Diese – wie auch andere Forschungserkenntnisse – bringen wir dann zurück in die Praxis, zum Beispiel in Workshop-Formate wie diese RFH-Veranstaltung für Schulen. Auch im Studium der Sozialen Arbeit wird das Thema an der katho ein wichtiger Bestandteil der Lehre bleiben.“

Ein Projekt unter der Schirmherrschaft der Stadt Köln, Stifterverband der deutschen Wissenschaft, NRW-Bank Düsseldorf, Galerie & Rolf Hartung Antiquariat.

Das Europa-Institut für Erfahrung und Management – METIS ist eine gemeinsame Forschungsinitiative der FHWien der WKW und der Rheinischen Fachhochschule Köln (RFH). Das internationale Institut führt Forschungsvorhaben im Bereich „Erfahrungswissen“ durch und sorgt für einen Transfer zwischen Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft.

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