Staffelstab-Übergabe im iWFT

Das renommierte Institut für Werkzeug- und Fertigungstechnik (iWFT) hat ein neues Leitungs-Team. Am 10. Januar haben Prof. Dr. Wilfried Saxler und Prof. Dr. Martin Reuber mit Stolz und Dankbarkeit, aber auch etwas Wehmut auf eigenen Wunsch den Staffelstab an die nachfolgende Generation, den Kollegen Prof. Dr. Benedikt Thimm und Prof. Dr. Tobias Schwanekamp übergeben. Der gegenseitige Respekt und die Wertschätzung waren an dem feierlichen Nachmittag auf beiden Seiten zu spüren. Die Professoren Reuber und Saxler bleiben der RFH als Lehrende erhalten.

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Das Institut für Werkzeug- und Fertigungstechnik (iWFT) hat sich seit seiner Gründung durch Wilfried Saxler im Jahr 2011 zu einem Forschungsleuchtturm an der RFH entwickelt. Gemeinsam mit Martin Reuber, der 2012 zum Institutsmitglied berufen wurde, haben sie eine Institution geschaffen, die weit über die RFH hinaus Beachtung findet. Mit großem Weitblick hat Martin Reuber bereits 2011 die Idee geschmiedet, Zerspanwerkzeuge durch alternative Fertigungstechnologien im speziellen durch additive Fertigungsverfahren herzustellen – eine besondere werkstoffkundliche Herausforderung.

Die iWFT-Bilanz lässt sich sehen:

Hervorragenden Ausstattung mit modernster Prüf- und Analysetechnik sowie umfangreichen Werkzeugmaschinen und Laseranalagen.
• Der Prüfstand „InSituMat“ – in Eigenleistung entwickelt und am iWFT gebaut – war zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme ein absolutes Alleinstellungsmerkmal.
• 7 große öffentlich geförderte Drittmittelprojekte (z.B. BMBF, IGF, ZIM)
10 Projekte, finanziert aus öffentlichen Mitteln durch hochschulinterne Vergabe
7 Patente und Schutzrechte
Zahlreiche Veröffentlichungen und Konferenzbeiträge, darunter einige Peer-Reviews
• Viele Teilnahmen an nationalen und internationalen Konferenzen, Tagungen, Fachmessen, die das Netzwerk erweiterten und die Reputation steigerten
• Aus den Forschungsaktivitäten des iWFT entstanden eine hohe dreistellige Zahl an Abschluss- und Projektarbeiten.
Beschäftigung und Ausbildung etlicher studentischer und wissenschaftlicher Hilfskräfte sowie zahlreicher Wissenschaftlicher Mitarbeiter am iWFT, darunter zwei kooperative Promotionen

Wilfried Saxler dankte Martin Reuber für den unermüdlichen Einsatz und die Unterstützung. „Du hast maßgeblich dazu beigetragen das Institut weiterzuentwickeln. Ohne dein Engagement wäre das Renommee des Institutes nicht da, wo es heute steht.“ Danke sagte er auch den beiden alten und neuen Kollegen und heute jungen Professoren Benedikt Thimm und Tobias Schwanekamp.

Benedikt Thimm war bereits seit der Gründungsphase dabei. Bei ihm stand seine Forschung in den ersten Jahren noch nicht im Vordergrund. Er widmete sich als Oberingenieur sehr stark der Ausgestaltung des Instituts und hat die gesamten Instituts-Prozesse mitgestaltet. Später kam dann noch die Betreuung und Koordination der Labore und Laboringenieure dazu. Heute ist er Professor an der RFH. Seine Forschungsergebnisse fließen in die Master- und Bachelorstudiengänge ein.

Ein Highlight ist eine eigene Vorlesung zum Thema Simulation von Produktionsprozessen.

Tobias Schwanekamp sammelte bereits mehr als 4,5 Jahre Erfahrungen in der Forschung am DLR. Er konnte somit direkt an die neue Thematik der Herstellung von Werkzeugen und Produkten aus Hartmetall mithilfe der additiven Fertigung anschließen. Auch er war Oberingenieur am iWFT und leitender Ingenieur der Labore. Nach seiner Promotion ist er ebenfalls dem Ruf an der RFH gefolgt und nun Professor an der RFH. Beide haben ihren Teil zum Renommee und der Reputation des iWFT beigetragen. Seine neue Vorlesung: „Grundlagen additiver Fertigungsverfahren“.

Darüber hinaus vertreten sie jeweils ihre eigenen Forschungs- und Dissertationsthemen heute im Rahmen von neuen Fachgebieten und Vorlesungen in der Lehre.

Wilfried Saxler und Martin Reuber konnten also sehr guten Gewissens das Institut übergeben und „es mit frischem Wind auf ein neues Level heben lassen.“

Wilfried Saxler betonte: „Das Schönste ist für uns, ist darauf zurückzublicken, wie vielen jungen Menschen wir geholfen haben eine akademische Basis und Laufbahn zu schaffen. Unzählige Projekt- und Abschlussarbeiten, Praktika und sonstige Studienleistungen haben wir mit dem gesamten Team umsetzen können.“

Benedikt Thimm und Tobias Schwanekamp arbeiten nicht nur schon sehr lange zusammen; sie sind auch seit Kindertagen befreundet und freuen sich nun auf die gemeinsame Aufgabe. „Wir freuen uns über das Vertrauen. Der Generationenwechsel gibt uns die Chance für weitere grundsätzliche Überlegungen in der Gestaltung der ingenieurwissenschaftlichen Institutslandschaft. Wir haben uns einiges vorgenommen.“

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