Bachelor Informatik (B.Sc.)

Es gibt nahezu keinen Wirtschaftszweig, der heutzutage ohne Informatiker*innen auskommt. Dies betrifft sämtliche Industriebetriebe, aber auch alle Dienstleistungsunternehmen und die öffentlichen Verwaltungen. Absolvent*innen des Studienganges Informatik stehen daher vor vielen beruflichen Chancen.

Infotermin

Montag, 09. März 2020

18:00 Uhr

Informatik (B.Sc.) und IT-Sicherheit und -Forensik (M.Sc.)

Auf einen Blick

Key Facts

  • Studiengang: Informatik
  • Abschluss: Bachelor of Science (B.Sc.)
  • Studienformen: Vollzeit (6 Semester, 180 CP), Vollzeit mit Praxissemester (7 Semester, 210 CP), Dual berufsintegrierend (6 Semester, 180 CP)
  • Studiengebühren: 462 € pro Monat
  • zzgl. AStA-Beitrag: Vollzeit: 202,30 € pro Semester (inkl. NRW-Ticket), Dual: 16 € pro Semester (ohne NRW-Ticket)

Die Informatik ist seit den Technologiesprüngen der 60er und 70er Jahre eine Schlüsselindustrie, die in den letzten Jahrzehnten den Status eines etablierten Wirtschaftszweiges erlangt hat. Man bescheinigt der Informationstechnologie weiterhin ein enormes Zukunftspotential, das durch fortwährende Innovationen und immer kürzere Entwicklungszyklen geprägt ist. Infolgedessen wird ein Bedarf an Fachkräften generiert, der als nahezu konjunkturresistent zu bezeichnen ist. Nach Aussage des Branchenverbandes Bitkom hat der IT-Fachkräftemangel aktuell einen neuen Höchststand erreicht. So werden Spezialisten in Deutschland quer durch alle Branchen gesucht.

Berufsbild

Das Tätigkeitsfeld eines Informatikers mit akademischem Abschluss ist so vielfältig, dass er in einzelnen Berufstiteln kaum zu fassen ist. Er reicht von der Konzeption und Betreuung von Netzwerkkomponenten oder von Rechenzentren über das Datenbank-Management bis hin zur Programmierung von zentralen Softwarelösungen oder der Entwicklung von Apps auf mobilen Geräten. Je nach persönlicher Neigung steht für Sie dabei die Technologie im Vordergrund oder die Organisation und das Management von Systemen oder auch die Beratung und Betreuung von IT-Usern.

Aufbau des Studiums

In der ersten Studienhälfte werden alle erforderlichen Grundlagen gelegt, die Sie für das Studium und die spätere Berufstätigkeit benötigen. Es beginnt mit einem fundierten Überblick über moderne Rechner-, Kommunikations- und Software-Systeme und mit den erforderlichen theoretischen Inhalten aus Mathematik, Logik und wissenschaftlicher Arbeit. Parallel werden bereits vom ersten Semester an praktische Verfahren eingeübt, um IT-Lösungen eigenständig entwickeln und testen zu können.

In der zweiten Studienhälfte wird das Wissen vertieft, um komplexere Problemstellungen analysieren und alternative Lösungswege entwerfen zu können. Systemtechnische Konzepte oder softwarebasierte Anwendungen werden hierbei individuell oder im Team entwickelt. Sie erlernen, IT-Anforderungen strukturiert aufzunehmen und Lösungsszenarien zu entwerfen und zu realisieren. Zweckgebundene Konzeption, technische Machbarkeit und Sicherheitsrisiken werden dabei kontrovers diskutiert und überprüft.

Neben den klassischen Inhalten liefert das Studium Einblicke in neue Technologiebereiche wie Maschinelles Lernen/Künstliche Intelligenz, Big Data Analytics oder Cloud Computing.

Ziele und Inhalte eines modernen Informatikstudiums

Informatiker*innen müssen heute in der Lage sein, sich intensiv mit den Fachbereichen in Unternehmen oder auch mit Kunden auszutauschen. Hier gilt es, sich ein prozesstechnisches Verständnis anzueignen und Anforderungen abstrahierend in technische Lösungen zu überführen. Daher stehen neben technischen Fächern auch methodische und persönlichkeitsbildende Kompetenzen im Zentrum der Studienausrichtung. In vielen Lehrveranstaltungen sind Abstraktionsmodelle, Kommunikations- und Interaktionsverfahren eingebettet. Neuere Arbeitsprozesse wie „Agile Work“ oder „Scrum Project Management“ übertragen diese Aspekte in eine moderne Lern- und Arbeitswelt.

Fächer und Module

Der Studienverlauf ist für alle drei Studienformen identisch und hier am Beispiel des dualen Studiums dargestellt. Im Vollzeitstudium werden die Praxistransferprojekte im Unternehmen ersetzt durch Studientransferprojekte, die an der Hochschule durchgeführt werden. Im siebensemestrigen Studium wird zwischen dem fünften und sechsten Semester ein mit 30 CP dotiertes Praxissemester eingeschoben. Ansonsten besuchen die Student*innen aller drei Studienformen gemeinsam dieselben Lehrveranstaltungen.

RFH-SVP-Bachelor-Informatik.pdf

Akkreditierung

Der Studiengang befindet sich derzeit im Prozess der staatlichen Akkreditierung. Das Verfahren wird in der ersten Jahreshälfte 2020 abgeschlossen sein.

FAQ zum Bachelorstudiengang Informatik

Unser Angebot richtet sich an Schulabsolvent*innen mit Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachhochschulreife oder Zugang über berufliche Bildung gemäß § 49 (4) HZG NRW).
Für das dual berufsintegrierende Studium müssen Sie zusätzlich eine Berufstätigkeit auf dem Gebiet der Informationstechnologie in einem Kooperationsunternehmen der RFH Köln nachweisen.
Für das Vollzeitstudium ist ein zwölfwöchiges Praktikum erforderlich, von dem sechs Wochen vor Studienbeginn absolviert werden müssen. Das Praktikum entfällt bei vorliegender Ausbildung oder Berufstätigkeit im IT-Bereich.
Detailliertere Informationen können Sie der Bachelor-Zulassungsordnung entnehmen.

Informatik hat viel mit Abstraktionsvermögen und Logikverständnis zu tun, vor allem in der Programmierung. Ob die eigenen Kenntnisse ausreichen, lässt sich schnell feststellen.
Zunächst gilt folgendes: Die RFH vertritt nicht die Einstellung, dass Studierende über die Mathematik-Module „ausselektiert“ werden sollen. Im Gegenteil: Sollten Sie Defizite in Mathematik haben, gibt es vor Studienbeginn mit einem einwöchigen Mathematik-Brückenkurs und dem Online¬-Mathematik-Brückenkurs OMB+ verschiedene Möglichkeiten, diese zu kompensieren. Wenn Sie wollen, klicken Sie einfach mal rein: https://www.ombplus.de/ombplus/public/index.html?org=rfhkl.

Ein Nachweis über praktische Tätigkeiten ist in der dual berufsintegrierenden Studienform für eine Studienzulassung nicht erforderlich.
In der Vollzeitform, also ohne zeitgleiche Anstellung in einem kooperierenden Praxisbetrieb, ist vor Studienbeginn ein 6-wöchiges Grundpraktikum vorzuweisen. Das sollte im Bereich der Planung, Implementierung oder des Betriebes von IT-Infrastruktursystemen bzw. von softwarebasierenden Systemen stattgefunden haben.
Die Notwendigkeit zum Nachweis eines Praktikums entfällt im Falle einer adäquaten Ausbildung oder einer mindestens einjährigen beruflichen Tätigkeit im Fachgebiet.
Näheres regelt die Bachelor-Zulassungsordnung der RFH.

Informatik lernt man nicht nur durch Theorie, sondern vor allem durch die praktische Umsetzung, unter anderem am Rechner. Die Lehrveranstaltungen finden auf dem modernen Campus in der Vogelsanger Straße in Köln-Ehrenfeld statt – in Seminaren und durch viele Praxisarbeiten. Im ersten bis zum fünften Semester ist jeweils ein Transfer-Projekt geplant, das die konkreten Inhalte in einer eigenständigen Arbeit aufgreift.
Es gibt wenige rein theoretische Vorlesungen, dafür aber intensives und eigenständiges Arbeiten am Computer. Sie werden keine vollen Hörsäle erleben, sondern kleine Gruppengrößen zwischen 25 und maximal 50 Teilnehmer*innen antreffen. Dadurch ist ein enger Kontakt zu den Dozent*innen gewährleistet.

Wie sieht ein Semesterablauf an der Hochschule aus?

Die Grafik gibt einen Überblick des Semesterablaufes wieder und zeigt auf, wie eine Woche in der Vorlesungszeit aussehen kann. SWS steht hier für Semesterwochenstunden. Das sind die Stunden der sog. Kontaktzeit an der Hochschule.
Ein Sommersemester beginnt jeweils in der ersten vollständigen Märzwoche, der Beginn eines Wintersemesters ist die erste vollständige Septemberwoche. In diesen Wochen wird die Gelegenheit gegeben, eine Prüfung nachzuholen, bevor die Lehrveranstaltungen wieder regulär beginnen.
Während der vorlesungsfreien Zeit befinden sich dual Studierende in ihrem Unternehmen oder nehmen ihren Jahresurlaub.

Recht einfach: Zwei Tage an der Hochschule – drei Tage im Praxisbetrieb (vgl. Grafik FAQ „Semesterablauf“). Davon ist ein Tag für die Durchführung der Praxistransferprojekte vorgesehen. Informatik studieren, einen festen Job haben und trotzdem in sechs Semestern den Bachelor-Abschluss bekommen - das sind attraktive Studienbedingungen!

In den meisten Fällen trägt das Unternehmen, in dem Sie für die Studiendauer angestellt sind, die Studiengebühren. Diese betragen pro Semester 2.772 € (entspricht 6 Monatsraten à 462 €). Sollte es hierzu Fragen mit dem künftigen Unternehmen geben, helfen wir gerne weiter.
Den AStA-Beitrag in Höhe von 16 € pro Semester tragen Sie in der Regel selber. Im Vollzeitstudium beträgt er 202,30 €, dann aber einschließlich des Semestertickets NRW.

Wenn Sie selber noch keinen Kontakt zu einem möglichen Arbeitgeber haben, dann helfen wir gerne weiter. Wir versuchen, nach Interesse und Möglichkeit einzelne Firmenkontakte zu vermitteln.

Ja, das ist ohne Probleme möglich. Sie belegen dann das Vollzeitstudium. Der Studienverlauf ist nahezu derselbe. Lediglich die Transferprojekte finden gänzlich an der Hochschule statt und die Studiengebühren müssen Sie selber tragen. Dafür haben Sie hervorragende Studienbedingungen und ein sehr individuelles Studium. Und genügend Zeit am Stück, um tageweise als Werksstudent*in zu arbeiten und damit das Studium ganz oder anteilig zu finanzieren.

Es handelt sich dabei um reguläre Studienmodule. Sie dienen zur gezielten Erweiterung aller fachlichen und methodischen Kompetenzen, um eine praktische Vertiefung der Studieninhalte zu erreichen und um gleichzeitig eine Vorbereitung auf künftige berufliche Anforderungen zu verbessern.
Im Vollzeit-Studium erfolgen Aufgabenstellung und Betreuung durch Dozent*innen der Hochschule. Im dual berufsintegrierenden Studium werden die erlernten Inhalte am Arbeitsplatz direkt zum Einsatz gebracht und angewendet. Dort haben Sie einen firmenseitigen Mentor, der für Fragen im Rahmen des Projektes zur Verfügung steht. Theorie und Praxis können kaum intensiver miteinander verknüpft werden.

In der zweiten Studienhälfte haben Sie die Möglichkeit, sich zu spezialisieren, und zwar auf

  • Software Engineering - Datenbank- und Webentwicklung - Mobile Apps
  • Konzeption und Management zentraler Systeme und Kommunikationsnetze
  • Organisations-Management, Prozesse und Services in der IT
  • Roboter-Steuerung und Programmierung.

Ein Studienschwerpunkt ist jedoch keine Pflicht. Wenn Sie sich auf keinen Studienfokus festlegen möchten, belegen Sie vier Wahlfächer aus der Informatik nach eigener Festlegung.

Kontakt

Prof. Dr. Friedel Mager
E-Mail: friedel.mager@rfh-koeln.de

Unsere Studiengänge

Die Rheinische Fachhochschule Köln gGmbh ist staatlich anerkannt sowie akkreditiert durch:

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