IT-Sicherheit und -Forensik (M.Sc.)

Im Rahmen der Digitalisierung und der Industrie 4.0 kommt der IT-Sicherheit eine besondere Bedeutung zu. Die Zahl der Sicherheitslücken wächst von Jahr, gleichzeitig steigen die Straftaten im Bereich CyberCrime stetig an. Nach Auskunft des Branchenverbandes Bitkom entstand in den Jahren 2018 und 2019 allein deutschen Unternehmen ein Schaden von rund 206 Milliarden Euro. Tendenz stark steigend. Für den erfolgreichen Betrieb von IT-Infrastrukturen ist es daher von großer Bedeutung, dass Sicherheitslücken und sonstige Gefährdungen erkannt und zeitnah behoben werden. Die IT-Sicherheit wird zu einem wesentlichen Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens.

Auf einen Blick

Der Studiengang IT-Sicherheit und -Forensik beschäftigt sich mit den Themengebieten IT-Sicherheit, IT-Forensik und Datenschutz.

Die IT-Sicherheit untersucht dabei Methoden und Techniken, wie IT-Systeme so betrieben werden können, dass diese nicht unberechtigt oder in einem anderen als dem vorgesehenen Kontext verwendet werden können. Im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung nimmt die IT-Sicherheit einen immer wichtiger werdenden Stellenwert ein.

Dennoch ist die Gewährleistung einer hundertprozentigen IT-Sicherheit nicht möglich. Der Themenbereich der IT-Forensik beschäftigt sich daher mit der forensischen Analyse von IT-Sicherheitsvorfällen und untersucht, wie ein Angreifer in ein IT-System eindringen konnte und welche Daten er ggf. verändert hat.

Da durch den steigenden Vernetzungsgrad der IT-Systeme untereinander und die generelle Durchdringung der IT im Alltag auch immer mehr Daten erhoben werden, ist auch der dritte Themenbereich Datenschutz von besonderer Bedeutung. Auch dieses Themengebiet wird durch den Studiengang abgedeckt, sodass die Studierenden nach dem Abschluss z.B. als Datenschutzbeauftragte tätig sein können.

Alle drei Themengebiete sind zwar von besonderer Relevanz für Unternehmen, allerdings fehlt es an entsprechenden Fachkräften. Absolvent*innen des Masterstudiengangs IT-Sicherheit und -Forensik sind daher gefragte Expert*innen auf dem Arbeitsmarkt, sowohl national als auch international.

Key Facts

  • Studiengang: IT-Sicherheit und -Forensik, in Akkreditierung
  • Abschluss: Master of Science (M.Sc.)
  • Studienformen: Berufsgleitend, weiterbildend (4 Semester, 90 CP)
  • Voraussetzungen: Bachelor-Abschluss im IT-Bereich sowie einjährige qualifizierte Berufserfahrung. Bei einem Abschluss mit 180 CP kann die qualifizierte Berufserfahrung mit zusätzlichen 30 CP anerkannt werden.
  • Studienstart: Jeweils zum Wintersemester
  • Studiengebühren: 535 € pro Monat
  • zzgl. AStA-Beitrag: 16 € pro Semester (ohne NRW-Ticket)

Berufsbild

Als Spezialist*in für IT-Sicherheit und -Forensik stellen sich Ihnen vielfältige und interessante Aufgaben in verschiedenen Funktionsbereichen eines Unternehmens. Sie übernehmen Führungs- und Koordinationsaufgaben, insbesondere in der Zusammenarbeit mit der IT-Abteilung des Unternehmens, aber auch in der Kommunikation mit anderen Abteilungen, Unternehmen und Behörden.

Zu den typischen Aufgabenbereichen gehören die Leitung von IT-Abteilungen, die Planung und Koordination komplexer IT-Sicherheitsmanagementsysteme oder die Tätigkeit als Datenschutzbeauftragte*r. Weitere Einsatzgebiete liegen in der IT-Beratung oder bei Strafverfolgungsbehörden, insbesondere im Bereich der forensischen Analysen.

Aufbau des Studiums

Der Studiengang umfasst ein breites Spektrum an IT-Sicherheits-Themen, die im Einzelnen durch vertiefte Themenblöcke angereichert werden.

Im ersten Semester werden die Grundlagen derIT-Sicherheit, der IT-Forensik und des Datenschutzes gelegt. Die Entwicklung der IT-Sicherheit sowie grundlegende Begrifflichkeiten und Rahmenbedingungen werden erarbeitet. Ausgehend von den Basis-Sicherheitszielen einer IT-Umgebung werden Angriffsvektoren, Bedrohungsszenarien und Sicherheitsdienste untersucht. Etablierte Sicherheitsmodelle und Bewertungskriterien zum Aufbau sicherer IT-Infrastrukturen und zur Bewertung des Sicherheitsniveaus einer IT-Umgebung werden vorgestellt und vertieft.

Im zweiten Semester werden die eingeführten Themen jeweils fortgeführt. Die Studierenden bewerten das Sicherheitsniveau von IT-Netzwerken, entwerfen sichere IT-Netzwerkinfrastrukturen und evaluieren sie. Dazu werden die grundlegenden Sicherungsmaßnahmen für Netzwerke untersucht, sodass typische Angriffsszenarien verhindert werden können.

Im dritten Semester stehen praktische Problemstellungen im Vordergrund. In der IT-Sicherheit werden die Risiken beim Betrieb einer IT-Infrastruktur betrachtet und minimiert. Die Studierenden leiten ein IT-Notfallmanagement her, sodass sie in der Lage sind, eine betriebliche IT-Infrastruktur sicher zu betreiben und im Schadenfall den Angriff schnellstmöglich zu entdecken sowie mit geeigneten Gegenmaßnahmen zu reagieren. Penetrationstests decken die Schwachstellen von IT-Infrastrukturen auf und Maßnahmen der offensiven Sicherheit werden diskutiert. Die Studierenden sind in der Lage, eigene Methoden zur Schwachstellenermittlung zu entwickeln.

Fächer und Module

Das Studium ist in die drei Teilbereiche IT-Sicherheit, IT-Forensik und Datenschutz gegliedert. Die folgende Grafik zeigt einen Überblick über die einzelnen Module und ihr Zuordnung zu den Studiensemestern. Eine Spezialisierung auf einen er drei Teilbereiche kann innerhalb der Forschungsprojektarbeit und der Master-Thesis erfolgen.

Akkreditierung

Der Studiengang ist staatlich akkreditiert.

FAQ zum Studiengang IT-Sicherheit und -Forensik

Unser Angebot richtet sich an berufstätige Bachelor-Absolvent*innen aus dem Gebiet der Informationstechnologie, die über eine einschlägige Berufserfahrung von mindestens einem Jahr verfügen. Nachzuweisen sind Kenntnisse aus den Bereichen Teamführung, Betriebssysteme und Programmierung. Detailliertere Informationen können Sie der Master-Zulassungsordnung entnehmen.

Ja, das ist möglich. Die „fehlenden“ 30 CP erhalten Sie aufgrund Ihrer Berufserfahrung. Sie müssen dabei grundlegende berufliche Kenntnisse in den Themengebieten Betriebssysteme, Programmierung und Teamführung nachweisen.

Die Lehrveranstaltungen finden auf dem modernen Campus in der Vogelsanger Straße in Köln-Ehrenfeld statt – in Seminaren und durch praktische Übungen. Die praktischen Übungen basieren auf der Nutzung von virtuellen Umgebungen, so dass in extra dafür angelegten, unsicheren Umgebungen praktische Übungen zur IT-Sicherheit durchführen können, ohne dass die eigentliche IT-Infrastruktur gefährdet wird. Daher können Studierende völlig unbelastet auch kritische Angriffstechniken erproben.
Sie werden keine vollen Hörsäle erleben, sondern kleine Gruppengrößen zwischen mit maximal 25 Teilnehmer*innen antreffen. Dadurch ist ein enger Kontakt zu den Dozent*innen gewährleistet.

Die Grafik zeigt einen exemplarischen Überblick des Semesterablaufes und einer typischen Woche in der Vorlesungszeit. SWS (Semesterwochenstunden à 45 min) entsprechen der Kontaktzeit an der Hochschule.
Ein Sommersemester beginnt jeweils in der ersten vollständigen Märzwoche, der Beginn eines Wintersemesters ist die erste vollständige Septemberwoche. In diesen Wochen wird die Gelegenheit gegeben, eine Prüfung nachzuholen, bevor die Lehrveranstaltungen wieder regulär beginnen.
Während der vorlesungsfreien Zeit befinden sich die Studierenden in ihrem Unternehmen oder nehmen ihren Jahresurlaub.

Neben Ihrer Berufstätigkeit studieren Sie abends und am Wochenende. Die Vorlesungen sind so terminiert, dass an einem Wochentag in der Zeit von 18:00 Uhr bis 21:10 Uhr und samstags von 08:00 Uhr bis 14:30 Uhr stattfinden. Alle zwei Wochen findet eine weitere Vorlesung statt, ebenfalls in der Zeit von 18:00 Uhr bis 21:10 Uhr.

Die Studiengebühren tragen Sie zunächst einmal selbst. In vielen Fällen wird allerdings auch Ihr Unternehmen die Studiengebühren übernehmen. Diese betragen pro Semester 3.210 € (entspricht 6 Monatsraten à 535 €). Den AStA-Beitrag in Höhe von 16 € pro Semester tragen Sie in der Regel selbst.

Ja, das ist ohne Probleme möglich. Allerdings müssen Sie auch in diesem Fall eine mindestens einjährige qualifizierte Berufserfahrung nachweisen. Die Studiengebühren müssen Sie selbst tragen. Dafür haben Sie hervorragende Studienbedingungen und ein sehr individuelles Studium, sowie - mit dem Abschluss - hervorragende Berufsperspektiven.

Den Schwerpunkt Ihres Studiums setzen Sie individuell durch die Themenwahl Ihrer Forschungsprojektarbeit bzw. Ihrer Master-Thesis. Die jeweiligen Arbeiten können auch im Rahmen Ihrer Berufstätigkeit absolviert werden und somit – in Absprache mit den Dozent*innen der RFH – konkrete Problemstellungen Ihres Unternehmens lösen.

Kontakt

Prof. Dr. Jörg Helbach: joerg.helbach@rfh-koeln.de

Die Rheinische Fachhochschule Köln gGmbh ist staatlich anerkannt sowie akkreditiert durch:

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